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Jüdische Kulturtage im Rheinland gestartet

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Die jüdischen Kulturtage im Rheinland sind gestartet. Der Rhein-Sieg-Kreis beteiligt sich mit sieben Veranstaltungen am insgesamt mehr als 360 Lesungen, Konzerte und vieles mehr umfassenden Kulturprogramm. "angekommen - jüdisches [er]leben" lautet das Motto der nach 2002, 2007 und 2011 vierten Auflage.

Download: Das komplette Programm als PDF

Das Thema "angekommen" verweist auf das Jahr 1945. Vor 70 Jahren begann für die Überlebenden der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft die Reise in ein neues, damals noch sehr ungewisses Leben. Sie kamen aus dem Elend. Ihr Gepäck waren die Erinnerungen an die unvorstellbaren Grausamkeiten. Um sie herum nur Zerstörung und die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges.

Gabriele Grünebaum, Holger Banse und Lena Sabine Berg lesen am 3. März "Mein Leben nach Auschwitz. Erinnerungen von Rachel Grünebaum" in der Hochschul- und Kreisbibliothek Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin. Nächste Programmpunkte sind das Klezmerkonzert "Klezmer goes crazy" mit dem Leverkusener Ensemble crazy freilach am 6. März im Siegburger Stadtmuseum und der jüdisch-biographische Spaziergang "Angekommen?!" durch Siegburg mit Bertrand Stern und Kreisarchivarin Dr. Claudia Maria Arndt am 9. März.

Harry Zwi Dreifuss erzählt im Zeitzeugengespräch am 11. März im Siegburger Stadtmuseum über seine "neue, alte Heimat Deutschland". 1935, nur wenige Wochen nach seiner Geburt, wanderten seine Eltern mit ihm ins damalige Palästina aus. Erst 23 Jahre später kehrte er nach Deutschland zurück.

Am 19. März heißt es im Carl-Reuther-Berufskolleg in Hennef "Hauptsache kein Schwein. Koscher und halal leben im Rheinland". Im Filmbeitrag sowie bei der anschließenden Diskussion mit Monika Grübel M.A. und Dr. Alexander Schmalz steht die praktische Umsetzung religiöser Speisevorschriften im Alltag im Fokus.

Andreas und Paul Remmel lesen am 20. März in ihrer Buchhandlung in der Siegburger Holzgasse aus dem 1938 erschienen Briefroman "Adressat unbekannt" von Kathrine Kressmann Taylor. Die amerikanische Autorin begibt sich darin auf die Spur der langjährigen Freundschaft zwischen dem jüdischen Kunsthändler Max Eisenstein und seinem ehemaligen Geschäftspartner Martin Schulse, die ein dramatisches Ende nimmt.

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