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Keine Blutspende mehr in Winterscheid

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Das Rote Kreuz streicht seine Blutspendetermine in Winterscheid. "Wie überall sind wir auch in unserer Gemeinde von der Lustlosigkeit der Bevölkerung zum Blutspenden betroffen", sagt Gerd Biallas vom DRK-Ortsverband Ruppichteroth-Winterscheid. Waren es früher einmal weit mehr als 50 Spender, kamen zu den letzten Aktionen nur noch knapp 30. Foto: In Winterscheid blieben die Stühle bei der Blutspende immer öfter leer.

Schon viele Jahre gab es die Blutspendetermine in Winterscheid. Anfangs wurden dafür, bis zur Fertigstellung der Grundschule, die Räume des katholischen Jugendheims genutzt. "Die Rendite liegt bei diesem Aufwand bei mindestens 42 Spendern, das ist aber auch die absolute Untergrenze", sagt Biallas. Deshalb hätten die Verantwortlichen vom Blutspendedienst Breitscheid beschlossen, Winterscheid als Standort zu streichen.

Die Spender geben ihr Blut kostenlos ab, den Krankenhäusern stellt das DRK die aufbereiteten Blutpräparate in Rechnung. Mit dem Erlös werden die Herstellungskosten gedeckt. Alle Einnahmen der Blutspenden dienen der Finanzierung des Blutspendedienstes und der damit verbundenen Arbeit des Roten Kreuzes. Eine Verwendung für andere Rotkreuzaufgaben (außerhalb des Blutspendewesens) ist nicht möglich. Überschüsse werden für notwendige Investitionen und Modernisierungen verwendet.

Ein Blutbeutelsystem, mit dem das Blut entnommen wird, kostet etwa 13 Euro. Ein Fahrzeug, mit dem die DRK-Teams täglich unterwegs sind und das die gesamte Ausrüstung für einen Blutspendetermin transportiert, hat einen Preis von rund 120.000 Euro. Ein großes Blutspendemobil, ausgestattet als selbstständige Blutspendeeinrichtung, kostet etwa 350.000 Euro.

"Das in Deutschland etablierte gemeinnützige Blutspendesystem hat zu höchster Sicherheit bei niedrigsten Kosten geführt", heißt es vom DRK In anderen EU-Ländern kosteten vergleichbare Blutpräparate zwischen 30 bis 50 Prozent mehr. Einige Kliniken bauen mittlerweile eigene Blutspendedienste auf, weil sie das Blut selbst und somit günstiger aufbereiten können.

Die Hoffnung des Ortsverbands Ruppichteroth-Winterscheid ist nun, dass die Winterscheider Spender nach Ruppichteroth kommen. "Das war aber bei den letzten Terminen in Ruppichteroth nicht spürbar", so Biallas. Denn auch dort sind die Spenderzahlen rückläufig. Dort sind es bei den insgesamt vier Terminen pro Jahr jeweils um die hundert Spender, früher waren es weit über 120.

Eine Wiederaufnahme der Spendentermine in Winterscheid sei vorerst nicht geplant. "Sollte es jedoch noch einmal einen "Probetermin" geben werde dieser erst einmal in einem Blutspenderbus durchgeführt", sagt Biallas. Die Ruppichterother Termine sind 2014 jeweils donnerstags am 20. März, 26. Juni, 25. September und 18. Dezember von 16:30 bis 20:30 Uhr.

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