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Kreisveterinäramt rät: Wildtiere nicht berühren

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Menschen sollten von jungen Wildtieren die Finger lassen. "Bei unverletzt aufgefundenen Jungtieren gilt immer: Hände weg und möglichst zügig weitergehen, damit die Eltern sich schnell wieder um die Versorgung ihrer Schützlinge kümmern können", sagt Dr. Klaus Mann von Kreisvetrinäramt. Es sei in der Natur völlig normal, dass Elterntiere ihre Jungen kurzzeitig allein zurücklassen, zum Beispiel um Nahrung zu beschaffen. Foto: Ein Wildschwein [Nicolas Ottersbach]

Jungtiere bleiben dann nicht selten dicht an den Boden gedrückt liegen, bis die Eltern zurückkehren. Junge, oft schon weitgehend befiederte Vögel wiederum geben ihren Eltern ihre Position natürlicherweise durch lautstarkes Rufen kund. Auch diese Jungvögel brauchen trotz vermeintlicher "Hilfeschreie" keine Unterstützung.

"Wer den Wildnachwuchs aus falsch verstandener Tierliebe mitnimmt, bringt ihn hierdurch möglicherweise in Lebensgefahr, setzt die Tiere aber auf jeden Fall erheblichen Leiden und großem Stress aus", sagt Mann. Schon das bloße Berühren der Jungtiere kann dazu führen, dass sie von ihren Eltern wegen des anhaftenden menschlichen Geruchs nicht wieder angenommen werden.

Hilfe durch den Menschen sei nur dann gerechtfertigt, wenn junge Wildtiere offensichtlich verletzt seien. "Handeln Sie in solchen Fällen aber bitte keinesfalls spontan, sondern holen Sie sich immer fachkundiger Rat ein", so Mann.  Tipps gebe es beim Veterinäramt, dem nächstgelegenen Tierarzt, dem Jagdpächter oder dem Forstamt

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