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Laotischer Premierminister empfängt bei Deutschlandbesuch Ruppichterother

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Als erster laotischer Premierminister überhaupt hat Thongloun Sisoulith Deutschland besucht. Mittendrin: Die Ruppichterother Ludwig Neuber und Padith Phongpachith von der Deutsch-Laotischen Freundschaftsgesellschaft. Fotos: Besuch des laotischen Premierministers. [Bundesregierung/Winkelmeier-Becker]

Zwar bestehen bereits seit 60 Jahren diplomatische Beziehungen zwischen den beiden Ländern, doch ein Besuch in Deutschland war Premiere in der vergangenen Woche. Im Vorfeld seines Besuchs bei Bundeskanzlerin Angela Merkel empfing Thongloun Sisoulith auch die Siegburger Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker, Ludwig Neuber und Padith Phongpachith. Neuber ist Gründer und Vorsitzender der Deutsch-Laotischen Freundschaftsvereins (GLFS), Phongpachith flüchtete damals aus seiner laotischen Heimat nach Ruppichteroth. Seit Jahren reisen immer wieder Delegationen der GLFS in das asiatische Land und leisten Entwicklungshilfe.

Hochrangige Politiker lebten in Ruppichteroth

"Das war ein einmaliges Erlebnis, diesen Staatsempfang mitzuerleben", erzählt Neuber. Der deutsch-laotische Freundschaftsverein genießt bei der kommunistischen Regierung großes Vertrauen. Denn viele Führungspersönlichkeiten haben damals durch die Verbindungen zur DDR in Deutschland studiert. Und einige lebten sogar in Ruppichteroth - zum Beispiel bei der Familie Neuber - und arbeiteten in den Semesterferien in den lokalen Unternehmen. "Diese Verbindungen halten bis heute an", sagt Neuber.

"Der Verein hat sehr zu den guten bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Laos beigetragen", so Winkelmeier-Becker. Besonders in den Bereichen Schule und medizinischer Versorgung habe die GLFS vieles vor Ort vorangebracht.

Laos auf einem guten Weg

Der Schwerpunkt des Gespräches zwischen Merkel und dem laotischen Premierminister war die Entwicklungszusammenarbeit: "Wir haben ein Interesse daran, dass sich Laos von einem Land mit niedrigen Einkommen zu einem Land mit Einkommen in einem mittleren Bereich entwickeln kann", so Merkel. Laos habe in den letzten Jahren sehr gute Wachstumsraten von etwa sieben Prozent pro Jahr aufgewiesen. Deutschland wolle aber vor allen Dingen helfen, "die Entwicklungsziele für das Jahr 2030 zu erreichen und gleichzeitig auch die ländlichen Räume und die Energiegewinnung zu fördern".

Als Beispiel nannte die Kanzlerin die schnelle Hilfe bei den Staudammproblemen im vergangenen Jahr. "Wir begrüßen, dass Laos eine Vielzahl von Wirtschaftsreformen durchgeführt hat, die dazu beitragen können, dass der Lebensstandard der Bevölkerung steigt und dass die Bildungsmöglichkeiten sowie gerade auch die Lebenssituation in den ländlichen Räumen verbessert werden."

Merkel warb auch für mehr Beteiligung der Zivilgesellschaft am politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben. Es bestehe noch großes Potenzial für den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen. "Wir haben vereinbart, dass die Entwicklungsbanken zusammenarbeiten werden - also die KfW, gegebenenfalls auch mit den Volks- und Raiffeisenbanken bei uns - und die laotische Entwicklungsbank für den landwirtschaftlichen Raum."

Bundesregierung sagt 50 Millionen Euro zu

Bei den Regierungsverhandlungen zur Entwicklungszusammenarbeit im September 2018 hat die Bundesregierung Laos für die Jahre 2018 und 2019 insgesamt 50 Millionen Euro neu zugesagt. Schwerpunkte sind die Bereiche Ländliche Entwicklung sowie Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Darüber hinaus fördert die Bundesregierung Maßnahmen der guten Regierungsführung sowie zur Rechtsstaatlichkeit.

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