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www.broeltal.de

Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Bergung auf B478 dauert acht Stunden

Mit Holz beladener Lkw im Bröltal umgekippt

Von Daniel Prior | | Blaulicht

Ein umgekippter Lastwagen samt tonnenschwerem Container hat für eine stundenlange Sperrung der B478 bei Bröleck gesorgt. Die Bergung des Gespanns war kompliziert. Fotos: Der havarierte Lastwagen nahe Bröleck [Feuerwehr Ruppichteroth]

Ein kleiner Fahrfehler hat für eine aufwendige Bergung im Bröltal gesorgt. Am Dienstagmorgen war ein Lkw-Fahrer aus Belgien, der vom Borkenkäfer befallenes Holz aus der Nutscheid geladen hatte, in Richtung Hennef unterwegs. Gegen 9 Uhr geriet er mit seinem mehr als 30 Tonnen schweren Gespann auf das Bankett am rechten Straßenrand. Der Laster und sein Container rutschten daraufhin in den tiefen Straßengraben ab, kippten nach rechts um und rutschten noch mehrere Meter über die gesamte Fahrbahn. Der Fahrer konnte das Führerhaus unverletzt verlassen, auch sonst wurde niemand verletzt - glücklicherweise kam dem Laster kein Fahrzeug entgegen.

Der hinzugerufenen Ruppichterother Feuerwehr zeigte sich ein umfangreicher Schaden, dessen Ausmaße erst in den nächsten Stunden klarer wurde. Da der Schiffscontainer voll mit rund 15 Meter langen Baumstämmen beladen war, konnte er nicht ohne weiteres aufgerichtet werden. Zudem war er noch am Aufleger verankert. Nachdem die freiwilligen Wehrleute das Wrack gesichert hatten und kein Sprit oder Öl mehr auslaufen konnten, begann die Bergung, zudem ein Spezialunternehmen aus Neunkirchen-Seelscheid angefordert worden war.

Aufwendige Bergung dauert Stunden

Zügig stand der Laster wieder auf den Rädern und konnte sogar noch von belgischen Transporteur beiseite gefahren werden. Dann versuchten die Experten nach dem gleichen Prinzip den vollen Container mit Seilwinden von der Seitenwand auf den Boden zu kippen, was aufgrund es hohen Gewichts jedoch misslang. Deshalb kam auch der schwere Bergekran nicht zum Einsatz: Die Gefahr, dass er ebenfalls umstürzen könnte, war den Berge-Experten zu groß. Stattdessen entschied man sich, nach und nach die Stämme aus dem Container zu holen. Die Wehrleute bugsierten mit Hilfe eines Radladers der Gemeinde Ruppichteroth das Holz heraus und lagerten es neben der Fahrbahn ab.

Schließlich war der Container so weit leergeräumt, dass der Kran zum Einsatz kommen konnte: Erst kippte man den Container wieder auf das Bodenblech, danach musste er in die richtige Fahrtrichtung gedreht werden. Schließlich wurde er angehoben und zurück auf den vorläufig wieder fahrtüchtigen Tieflader gesetzt. Nachdem die Wehrleute die Fahrbahn gereinigt hatten, konnte die Strecke gegen 17 Uhr wieder freigegeben werden. Die zwischengelagerten Stämme werden in den nächsten Tagen abtransportiert.

Kommentare

  • Valmet860.3 24.03.2021 um 13:52

    Warum hat man kein Holzfuhr unternehmen oder einem Unternehmen mit Rückezug gefragt? Das wäre jedenfalls flotter gegangen als mit einem Radlader

    • Andrè Bänninger 24.03.2021 um 20:18

      Totaler Blödsinn. Wie genau hätte das denn schneller und besser gehen sollen?

    • Torsten Stein 25.03.2021 um 13:14

      So ein Mumpitz. Außerdem warten die Holzfäller mit Rückezug natürlich den ganzen Tag darauf, dass die Feuerwehr um Hilfe bittet. Als ob die im Moment nichts besseres zu tun hätten.

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