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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Muk Phongpachiths Traum wurde Wirklichkeit

Von Christina Ottersbach | |   Magazin

?Was schaffen, was die Welt bewegt?, der erste Schritt ist dafür getan. Der Ruppichterother Youngster Mukdanin Phongpachith, sicherlich besser bekannt als ?Muk?, hat mit seinen 20 Jahren das geschafft, wovon viele träumen. Ab April 2009 nimmt er das Studium ?Physical Theatre? an der international renommierten Folkwang Hochschule in Essen auf. Pro Semester werden dort maximal vier Studenten angenommen, in diesem Semester haben sogar nur zwei von hunderten die Aufnahmeprüfung bestanden. Einer davon ist Muk. Nach einer harten, dreitägigen Prüfung hält er den Bescheid in der Hand: schwarz auf weiß steht dort geschrieben, dass er sich nun zum elitären Kreis der Studenten zählen darf. ?Ich habe es wirklich zuerst nicht glauben wollen, so sehr habe ich mich gefreut?, erklärt Phongpachith.

Darstellerische Begabung, körperliche Ausdrucksfähigkeit, szenische Phantasie und inhaltliche Kreativität gehörten zu den Bewertungskriterien der Aufnahmeprüfung. Die Prüfung selbst besteht aus dem Vorspiel von drei mimischen Themen, die selbstständig erarbeitet werden müssen, szenisch-darstellerischen Improvisationen, der Teilnahme an einer Gruppenstunde, Körpertraining und dramaturgischen Aufgaben.

Acht Semester liegen jetzt von Muk Phongpachith, bis er das ersehnte ?Artist Diploma? in der Hand halten kann. ?Um die Grundlagen zu erlernen, ist das erste Studienjahr bis zur letzten Minute vollgepackt?, erklärt er. So stehen unter anderem Körpertraining, Akrobatik, Bühnenfechten, Kampfszenen, Bewegungslehre, Atemtraining, Stimmbildung, Improvisation, Schauspielunterricht, Maskenbau, Mimenregie und Theatergeschichte auf dem Stundenplan.

Seine ersten professionellen schauspielerischen Sporen konnte er sich nach dem Abitur beim Theaterprojekt ?Theater Total? in Bochum (Leitung Barbara Wollrath-Kramer) verdienen. Allerdings war dies nicht der Einstieg in die ?Schauspielerei?. Schon als kleiner Steppke faszinierte ihn die Improvisation. Mit dem Taekwondo-Sport wurde er groß, aber Muk kämpfte nicht nur, sein Faible waren die Demonstrationen der Formen des Kampfsports. So wurde er 2000 Europameister in der Kampfchoreographie. Seit 2004 ist er Mitglied des semi- professionellen Taekwondo Demonstrationsteams ?Taepoong?. Er errang im Jahr 2006 den Weltmeistertitel Taekwondo in der Kategorie ?Musik und Formen?.

Seit 2007 ist Muk Schauspieler im semi- professionellen Schauspiel-Studio Oberberg e.V. und seit vergangenem Jahr ebenfalls Regieassistent. Eigentlich viel zu viel für seine 20 jungen Jahre. Aber Muk ist voller Elan und Energie um etwas zu schaffen, was die Welt bewegt. Bei diesem Gedanken huscht ein verschmitztes Lachen über sein Gesicht. ?Ich möchte Brücken zwischen den Kulturen bauen, keine Mauern errichten.? In fließendem Deutsch, ohne jeglichen Akzent und vor allem voller Inbrunst sagt er dies. Und das, obwohl sein Äußeres so gar nichts ?deutsches? hat. Er selbst ist Deutscher, wurde hier geboren, aber seine Eltern kamen 1981 als Flüchtlinge aus Laos nach Ruppichteroth. ?Ich bin ein laotischer Deutscher?, lacht er. ?Aufgewachsen mit zwei Kulturen, einer asiatischen und einer europäischen und sogar mit zwei Religionen, der buddhistischen und der christlich-katholischen. So kann ich allem etwas Positives abgewinnen und möchte dies auch anderen Menschen weitergeben.? In der Schauspielerei sieht er die große Chance, unterschiedliche Kulturen miteinander zu verknüpfen.

Der Studiengang Physical Theatre bietet ein breites Berufsfeld für die Absolventen, je nach persönlicher Neigung und Richtungsentscheidung. 1965 wurde er von Bettina Falkenberg und Günter Titt gegründet und ist die einzige staatliche Ausbildungsstätte Deutschlands für Spieler des Physical Theatre. Aus der Tradition des Mimischen Theaters wird hier schwerpunktmäßig Wert auf die Vermittlung von Spielformen wie Maskentheater, Commedia dell?Arte, Modern Clowning und Storytelling gelegt. Zu finden sind die ?Physical?s? unter anderem in der Internationalen freien Theaterszene als Maskenspieler, Regisseure, Choreografen, Bewegungstrainer oder Schauspieler.

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