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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Östlicher Rhein-Sieg-Kreis verliert Einwohner

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Trotz des neuen Einwohnerrekordes mussten sechs der 19 Rhein-Sieg-Kommunen im vergangenen Jahr einen Bevölkerungsrückgang hinnehmen. Besonders betroffen war der östliche Rhein-Sieg-Kreis mit den Gemeinden Windeck (-162 Einwohner), Neunkirchen-Seelscheid (-56) und Ruppichteroth (-7). Die deutlichsten Einwohnerzuwächse verzeichneten rechtsrheinisch Sankt Augustin (+368), Troisdorf (+239) und Hennef (+228), linksrheinisch wuchsen Wachtberg (+193), Rheinbach (+180) und Alfter (+168) am stärksten.

Nach Informationen des Statistischen Landesamtes IT.NRW waren am 31.12.2011 exakt 600.432 Menschen mit ihrem ersten Wohnsitz im Rhein-Sieg-Kreis gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 1.696 Einwohnern. Bereits im September 2011 hatte der Rhein-Sieg-Kreis erstmals die 600.000 Einwohner-Marke erreicht. Nachdem der Rhein-Sieg-Kreis schon Mitte der 90er Jahre auf die 600.000 Einwohner zuzusteuern schien, hatte sich seitdem die Bevölkerungsentwicklung verlangsamt; im Jahre 2008 musste der Kreis sogar erstmals einen leichten Einwohnerrückgang hinnehmen.

Ein Grund für die abgeschwächte Entwicklung liegt darin, dass der Rhein-Sieg-Kreis seit dem Jahre 2005 - in ganz Deutschland war das schon viel länger der Fall - eine negative natürliche Bevölkerungsentwicklung, also mehr Sterbefälle als Geburten, aufweist.

Im Jahre 2011 sind insgesamt 36.170 Menschen in den Rhein-Sieg-Kreis gezogen, 33.814 haben das Kreisgebiet verlassen. Dem daraus resultierenden Wanderungsgewinn von 2.356 steht ein Überschuss der Sterbefälle gegenüber den Geburten (4.705 Geburten, 5.365 Sterbefälle) von 660 gegenüber.

Für Kreiswirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler ist die gute wirtschaftliche Entwicklung des Rhein-Sieg-Kreises und der umliegenden Region der Hauptgrund für den neuen Einwohnerrekord. Parallel zur Bevölkerung ist auch die Zahl der Arbeitsplätze mit rund 135.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf einen neuen Höchststand gestiegen. Allerdings, so Dr. Tengler weiter, sei die Wohnortwahl regional sehr unterschiedlich. Bei den Wohnortpräferenzen gebe es einen klaren Trend zur Reurbanisierung, von dem neben Oberzentren wie Bonn und Köln auch gut ausgestattete Mittelstädte wie Troisdorf, Sankt Augustin, Siegburg oder Rheinbach profitierten. Diese Entwicklung gehe zurzeit zu Lasten des ländlichen Raumes, wobei das östliche Kreisgebiet das größte strukturpolitische Sorgenkind im Rhein-Sieg-Kreis sei.

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