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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Porsche rast in den Gegenverkehr

Von Nicolas Ottersbach | |   Blaulicht

Tragisches Ende eines Kräftemessens: Im Wahnbachtal lieferten sich am Montagabend ein 62-Jähriger aus Lohmar in einem Audi R8 und ein 43-jähriger Mucher im Porsche laut Zeugenaussagen ein Wettrennen. Der Porschefahrer verlor die Kontrolle und krachte mit hoher Geschwindigkeit in einen entgegenkommenden Passat. Der 30-Jährige aus Neunkirchen-Seelscheid wurde mit schwersten Verletzungen eingeklemmt.

In einer Rechtskurve nahe Gutmühle setzte der Mucher zum Überholmanöver an. Dabei trat er wohl zu fest auf das Gaspedal. Der Porsche, dessen Tacho bis 330 Studenkilometer geht, stellte sich quer und rutschte fast 100 Meter über die Fahrbahn. Für den 30-Jährigen im Passat blieb keine Chance mehr auszuweichen.

Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass der Motorblock des Porsche aus dem Heck herausgerissen wurde und brennend im Straßengraben liegenblieb. Die Front des Passat war völlig zerdrückt worden.

Mehr als 40 Feuerwehrleute aus Neunkirchen und Seelscheid befreiten den jungen Mann aus dem Autowrack. Drei Mucher Kameraden, die zufällig im Wahnbachtal unterwegs waren, löschten den Motorblock des Porsche. Dessen Fahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der Mann aus Neunkirchen-Seelscheid wurde mit einem Rettungshubschrauber ausgeflogen.

Kommentare

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Victor Proche  16.03.2014 21:40

Herr Engels, diese Meinung teile ich uneingeschränkt. Was ich aber nicht teile, ist eine schlichte Sippenhaft für alle "PS-Junkies".

 

Ich komme gerade von einer Veranstaltung im Fahrsicherheitszentrum auf dem Nürburgring. Drift-Training, kein Fahrzeug unter 150PS. Es gab keine Blechschäden, keine Verletzten und auch sonst keine Sachschäden. Es konnte sogar im laufenden Betrieb ein Helikopter im Fahrerlager landen.

 

So geht es zu, wenn echte PS-Junkies, aka Tuner und Motorsportler aufeinandertreffen. Rücksichtsvoll, selbstregulierend und sicher. Testosterongesteuerte Affen, die im öffentlichen Straßenverkehr Rennen fahren, kommen bei solchen Veranstaltungen nicht einmal auf den Platz.

 

Deshalb bitte ich sehr darum, zwischen ernstzunehmenden Tunern aka Schraubern und Motorsportlern sowie ahnungslose und selbstüberschätzende Juppie-Sportwagenfahrern zu unterscheiden.

 

Noch einmal: Die PS-Zahl alleine macht noch keinen Raser, jugendlicher Leichtsinn ohne Anleitung und ein übersteigertes Ego im Alter machen Raser. Und diese Art von Fahrer ist Lebensgefährlich für alle Beteiligten.


 
jens engels  15.03.2014 20:15

In Anbetracht der Tatsache, dass PS-Junkies (nicht nur in diesem Fall) vollkommen rücksichtslos das Leben unbeteiligter Personen auf's Spiel setzen, finde ich eine Diskussion über die Art und Weise der Berichterstattung sowie pseudowissenschaftliche Abhandlungen über die Psyche von Tunern, Sportwagenfahrern und deren Neidern in höchstem Maße widerlich, unangebracht und weltfremd. Leute wie diese Porsche- und Audifahrer gehören schlicht und einfach nicht in den öffentlichen Straßenverkehr! Da gibt es auch nichts "schönzupsycheln".


 
Victor Proche  13.03.2014 09:47

Es ist ja kein Geheimnis, dass das Thema Tuning seit den 80ern bereits ein heißes Eisen ist. Zu Beginn der deutschen Autoleidenschaft in den 60ern, war alles was mit Autos zu tun hatte toll und schön und cool. Ein Schrauber wurde anerkannt und bewundert. Dies änderte sich relativ schnell Ende der 70er, Anfang der 80er, als die ersten Volkssportwagen den Markt trafen. Die Manta und GTI Zeit hat ein bestimmtes Image in das öffentliche Bewusstsein gebrannt. Heute dagegen anzukämpfen ist schwer.

 

Man muss sich bewusst machen, dass ein Teil dieses Images auf Neid beruht. Ein vernünftiger Sportwagen kostet auch vernünftiges Geld. Die "Sports Compact Cars" der 80er und 90er änderten dieses Kräfteverhältnis. Auf einmal konnten ganz normale Leute schnell fahren. Dies führte dazu, dass in den 90ern Porsche Fahrer sprichwörtlich ihren Schlüssel wegwarfen, nachdem sie auf der Autobahn von einem "Alltagsauto" überholt wurden.

 

Exoten und Supersportwagen üben eine starke Anziehung auf sämtliche Personengruppen aus. Die rohe Kraft eines solchen Boliden reicht, um Auswüchse im Ego zu fördern, die Tatsache, dass die Polizei seltener einen Exoten anhält, als sie es mit einem Tuner tut, stellt somit eine Art Freischein zum Rasen dar. Seien wir mal ehrlich: Wann haben Sie das letzte mal darüber geflucht, dass ein Murcielago oder ein Koenigsegg an ihnen vorbeigezogen ist? Vermutlich noch nie, diese Fahrzeuge lösen eine gewisse Ehrfurcht aus.

 

Genau hier haben wir das Problem. Die Tatsache, dass der Tacho bis 330 geht, ist nicht viel mehr als ein Ausdruck des Neides, dass das eigene Fahrzeug kaum die 200 erreicht. Es ist ein Ausdruck der Differenz. "Die Anderen, Die Reichen, Die Raser!" Da aber "echte" Supersportwagenfahrer in der Regel weit jenseits der eigenen Reichweite liegen, lässt man es an den Kompaktsportwagen Fahrern a.k.a. Tunern aus. Die gibt es in der Nachbarschaft. Die erwischt man im Parkhaus. Die kann man auch anzeigen, kontrollieren - kurz, zur Rechenschaft ziehen.

 

Vergessen wird hierbei, dass diese in der Regel wesentlich mehr Fahrerfahrung und technisches Verständnis aufweisen, als der Supersportwagenfahrer, für den sein Fahrzeug ein Lifestyleaccessoire ist. Tuner messen sich in der Regel auf der Nordschleife, dem Hockenheimring, dem Euskirchener Fahrsicherheitszentrum mit Driftstrecke. Sie warten ihre Fahrzeuge überwiegend selbst, kennen jede Schraube. Sie überschätzen sich seltener, da sie in ihre Fahrzeuge selbst investieren müssen, und genau wissen, dass ihre Investition von 10-15.000 Euro in ein 10-20 Jahre altes Fahrzeug niemals von ihrer Vollkasko voll ausgeglichen werden wird.

 

Ausnahmen gibt es natürlich. Auch als Tuner haben wir Spezialisten und Pappnasen, die meinen, sie wären aus dem letzten Hollywoodfilm entsprungen. Aber die Erfahrung zeigt, es dauert meist nur wenige Monate in der "Szene", bis sie sich angepasst haben.

 

Ich lade sie ein: Rufen Sie bei der Stadt Hennef an, fragen Sie nach den Tuningfreunden Rhein Sieg, fragen Sie nach den Rhein Sieg Kreis Tunern. Tun Sie dasselbe mit der Stadt Siegburg, der Stadt Bonn, der Stadt Asbach, der Stadt Troisdorf und Spich. Überall dort, wo die regelmäßigen Treffen der Szene im Großraum Bonn/Rhein-Sieg stattfinden, werden Sie einen amtlich bestätigten Rückgang an "wilden Rennen" und "Ordnungswidrigkeiten" finden.

 

Supersportwagen werden Sie dort selten antreffen. Und wenn es geschieht, dann ziehen Sie meistens negative Aufmerksamkeit auf sich und die Szene. Da ist es gut, dass es die Polizei in Bonn und Siegburg besser weiß, und deren Fehlverhalten nicht auf "ihre" Tuner schiebt. Tun Sie es den Behörden gleich, vertrauen Sie ihrer Szene und schimpfen Sie auf Jene, die es Verdienen.

 

Lifestyle Juppies, die sich und Andere gefährden, weil sie denken, dass sie über dem Gesetz stehen. Dem öffentlichen Recht und den ungeschriebenen Regeln der Tuning- und Motorsportszene.


 
Heike Weimer  12.03.2014 21:42

Wer sich in dem Alter noch auf diese Weise profilieren muss, hat irgendwas im Leben falsch gemacht. Für den Fall, das es nur wegen des Adrenalinkicks ist, wäre Fallschirmspringen o.ä. eine Alternative, die keine Unbeteiligten gefährdet. Ich finde Führerscheinentzug für sehr, sehr lange oder sogar auf Lebenszeit. Dann können die Herren Senioren ja um die Wette laufen.


 
Andre B.  12.03.2014 20:42

Ich schreibe meinen Namen nicht aus, weil ich nicht außerhalb dieser Kommentarzeile für meine Meinung angegriffen werden möchte.

 

Rolf, die Tatsache das der Sinn des Kommentars, also dass wir mit nahezu Schrittgeschwindigkeit ins Parkhaus gefahren sind um Fotos von unseren Autos zu machen und trotzdem irgendwelche Spinner die Polizei gerufen haben und uns wegen Straßenrennen anzeigen wollten, völlig an dir vorbei gegangen ist, zeigt mir das du genau zu der Personengruppe gehörst auf die dieser Bericht zielen soll. (lesen, aufhetzen lassen und nicht drüber nachdenken)

 

Und das ist auch der Grund warum ich mich angegriffen fühle, denn diese Hetze geht so weit, dass ich, der die Leistung seines Fahrzeuges auf Rennstrecken ausspielt, während der Zufahrt zu selbigen von Polizei und Privaten belästigt werde, weil man direkt mit "Leuten deren Tacho bis 330km/h geht und im Bröltal Menschen töten" über einen Kamm geschert wird, nur weil man ein Motorsportlich anmutendes Auto fährt. ...selbige Situation auch beim Fotografieren im Parkhaus...

 

Ich sage keinen falls das es vertretbar ist auf der Straße Rennen o.ä. zu fahren und möchte das auch nicht verteidigen.

 

Mir ist nur die Schreibweise des Artikels, die offensichtlich darauf abzielt den Leser auf Sportwagen und deren Fahrer zu sensibilisieren, sauer aufgestoßen, weil ich wie gesagt öfter einmal einer der Leidtragenden solcher Artikel bin.


 
Victor Proche  12.03.2014 15:20

Der Beitrag ist redaktionell eher unteres Mittelfeld. Letztlich sollte aufgrund der Vorreiterrolle der Stadt Hennef bekannt sein, dass die Personengruppe der "unvernünftigen Fahrer" in aller Regel nicht zu den jungen Klientel gehört.

 

Sportwagenfahrer und Tuner aus dem Rhein Sieg Kreis haben einen hervorragenden Ruf, der durch die augenscheinliche Dummheit Midlifecrisis geplagter Fahrer von Exoten und sogenannten Supersportwagen seit Jahren torpediert wird.

 

De Facto, durch Studien der Internationalen Hochschule Bad Honnef Bonn belegt, sind junge Tuner im Rhein Sieg Kreis, in aller Regel wesentlich vorsichtiger mit ihren Fahrzeugen, da die Investitionen in die Fahrzeuge, sowohl Zeit als auch Materialtechnisch in keinem Verhältnis zum "Kick" eines Rennens auf öffentlichen Straßen und dem eigenen Einkommen stehen.

 

Schlecht recherchierte Beiträge, die Fahrer mittleren Alters und gehobenen Einkommen mit jungen, fachkundigen Fahrern in einen Topf werfen, helfen hier nicht bei einer Annäherung.

 

Man sollte lieber hervorheben, dass es sich eben um Fahrer gehobenen Alters und Einkommens handelt und auf die Vorreiterrolle der Tuner im Rhein Sieg Kreis hinweisen. Denn diese fahren sicherlich keine R8 und Porsche GT.


 
Patrick Lefherz  11.03.2014 22:38

André B.* heißt der junge Mann.

 

Er hat Probleme mit der Schreibweise des Autors, weil er sich angegriffen fühlt. Fakt ist, die beiden "Spinner" waren viel zu schnell unterwegs! Ihre Entscheidung, ihr Leben! Aber andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden, wird in Deutschland leider viel zu gering bestraft.

 

Ich stimme dem obigen Kommentar zu. Die Führerscheine gehören für lange Zeit weg, ob da Job oder Existenz dran ist völlig egal. Alle beide haben den Job, die Existenz und das Leben eines Unschuldigen aufs Spiel gesetzt!

 

[*Name von der Redaktion entfernt]


 
Ralf Dohr  11.03.2014 22:15

Hallo Andre B. Seit wann ist richtige Grammatik wichtiger als ein Menschenleben? Vernünftiger wäre es gewesen Du hättest den Mund gehalten. Auch ein "Rennen" im Parkhaus ist ein No Go.

 

btw: Warum hast Du nicht die Traute Deinen Namen voll auszuschreiben?


 
Andre B.  11.03.2014 20:56

Laut Zeugenaussagen fahre ich mit meinem Audi, dessen Tacho bis 260km/h geht, auch Rennen im Parkhaus (obwohl wir extra übervorsichtig gefahren sind, weil wir uns schon gedacht haben das irgendwelche Leute direkt irgendetwas falsch interpretieren sobald sie 3 Sportfahrzeuge hintereinander fahren sehen und wir noch Fotos machen wollten) ... Wie ich solche Berichterstattungen zum kotzen finde ... schon mal was von sachgerechter Berichtserstattung gehört?

 

btw: "Die Front des Passat wurde völlig zerdrückt" hört sich grammatikalisch vernünftiger an.


 
Stefan Ruppert  11.03.2014 20:17

Ich hoffe der Passatfahrer erholt sich schnell und behält keine bleibenden Schäden. Für derartig egoistische Raser die das Leben anderer Menschen aufs Spiel setzen, gibt es keine Entschuldigung, da ist es mit einem Bußgeld und Fahrverbot nicht getan. Ich hoffe das Gewissen des Porschefahrers wird ihn stets daran Erinnern, das des Audi Fahrers ebenso.


 
Marcus Häußler  11.03.2014 18:59

Kaum scheint die Sonne werden manche Pkw-Fahrer scheinbar übermütig! Solchen Autofahrern sollte auf Lebzeit der Führerschein entzogen werden, weil immer unbeteiligte den Schaden davon tragen. Der arme Passatfahrer. Hoffentlich kommt er wieder auf die Beine?!?!


 

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