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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Radiogottesdienst für 100.000 Zuhörer

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Kaum war der Radio-Gottesdienst vorbei, setzte sich Pfarrer Christoph Heinzen ans Telefon. In zwei Stunden klingelte der Apparat mehr als 25 Mal, die Anrufe kamen aus ganz Deutschland. "Dass wir bei der Übertragung so eine Reichweite haben, war mir vorher gar nicht richtig klar", sagt der katholische Seelsorger für Ruppichteroth. Rund 100.000 Hörer verfolgten die Rundfunkübertragung aus St. Severin per Radio und Internet. Fotos: Der Radiogottesdienst (Thomas Schmitt, Wolfgang Steimel, Stephan Baur)

Der WDR sendet öfter Gottesdienste aus dem Erzbistum Köln. Durch einen Beitrag über die Ruppichterother Schiffswallfahrt Kölner Sender Domradio war der Rundfunkbeauftragte des WDR auf die Kirchengemeinde aufmerksam geworden. Heinzen war von der Idee sofort angetan und treibt generell die neuen Medien in seiner Gemeinde voran. Seit einigen Monaten gibt es eine neue Internetseite, Heinzen veröffentlicht christliche Botschaften bei Youtube.

"Durch den Radiogottesdienst konnten wir diejenigen erreichen, die Sonntags nicht in die Messe gehen", sagt Heinzen. Kranke und Alte zum Beispiel, die den Weg nicht mehr auf sich nehmen können. Eine Ruppichterotherin berichtete ihm später am Telefon, dass sie die Messe mit Kerzen und einem kleinen Altar zu Hause gefeiert hat. "Das ist natürlich beeindruckend", so Heinzen.

Rückmeldungen kamen aber auch aus Berlin, Göttingen oder Flensburg. "Das waren ganz unterschiedliche Leute, die sich herzlich bedankt haben", erzählt Heinzen. Unter den Anrufern waren auch ein Pfarrer aus Bochum und ein Franziskanerbruder. Manch einer forderte das Manuskript der Messe sogar per Post an, um sich noch einmal genauer damit auseinanderzusetzen.

In seiner Predigt ging Heinzen auf den Satz des heiligen Papstes Johannes XXIII. ein: "Nimm dich nicht so wichtig!" Er führte aus, dass Wichtigsein vor den anderen Menschen nicht Fundament und Halt des Lebens sein sollte, sondern wir uns vielmehr darüber freuen sollten, dass jeder einzelne Mensch für Gott unendlich wichtig und bedeutsam ist. Damit hinge dann auch die Frage zusammen, wie wichtig in umgekehrter Richtung Gott für mich wäre, welchen Stellenwert der allmächtige Gott in meinem Leben einnehmen sollte.

Was Heinzen daraus gelernt hat? "Wir dürfen niemanden vergessen", sagt er. Wie das die Arbeit in der Kirchengemeinde vor Ort prägen wird, das müsse nun herausgefunden werden.

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