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Rumänische Wahllokale waren überlastet

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Klaus Johannis hat nach ersten Auszählungen die Präsidentenwahl in Rumänien gewonnen. Vor vielen Wahllokalen im Ausland gab es am Sonntagabend Tumulte, weil hunderte Menschen ihre Stimme nicht abgeben konnten. Solche Szenen spielten sich auch im rumänischen Konsulat in Bonn ab, zu dem einige in Ruppichteroth lebende Rumänen gefahren waren. Bereits zur Mittagszeit hatten sich lange Schlangen vor dem Konsulat gebildet.

Schätzungen der Polizei gingen von weit mehr als 1500 Rumänen aus, die aus ganz Deutschland angereist waren. Die Wähler berichteten von unhaltbaren Zuständen bei der Wahlabgabe. Immer wieder war von "Wahlmanipulationen" zugunsten des amtierenden Ministerpräsidenten Victor Ponta die Rede.

Es kam zu tumultartigen Szenen, als die Nachricht kursierte, dass das Wahllokal um Punkt 21 Uhr schließen sollte. "Diebe, Diebe", skandierte die Menge. Die Polizei habe laut Sprecher Frank Piontek nicht eingreifen müssen. Um 23 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen. Die Menschen hatten das Gelände verlassen, nachdem die ersten Hochrechnungen der Präsidentschaftswahl bekannt wurden und Johannis vorne lag. "Alle Rumänen im Ausland wählen Johannis, weil er gegen Korruption ist", sagte eine Rumänin.

"Die Wahlkommission geriet an ihre Belastungsgrenze, sie arbeitete ohne Pause von 7 bis 21 Uhr durch", erklärte der rumänische Konsul Mihai Botorog. Er schätzt, dass etwa 250 Menschen ihre Stimme nicht abgeben konnten. Beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen kamen rund 1800 Wähler nach Bonn, am Sonntag waren es 4400. An beiden Terminen mussten sich sieben Wahlhelfer um alle kümmern.

Jedes Wahlformular musste handschriftlich ausgefüllt werden, was lange dauerte und so für Verzögerungen sorgte. "Das ist das etwas altertümliche Wahlgesetz, an das wir uns halten müssen", so Botorog. Der Wahlleiter in Bonn habe vergeblich versucht, eine Genehmigung für längere Wahlzeiten zu bekommen. Auch die Eröffnung eines zweiten Wahllokals sei in den vergangenen Tagen abgelehnt worden.

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