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Ruppichteroth: Eine heile Welt?

Von Christina Ottersbach | |   Magazin

Nach Ansicht der Ruppichterother Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen steht die Sozialraumanalyse für Ruppichteroth auf sehr wackeligen Beinen. Dieses Fazit zogen die Grünen nach der Ausschusssitzung für Jugend, Familie und Soziales, deren Ergebnisse für sie nicht befriedigend waren. Fraktionsvorsitzende Dr. Rita Tondorf brachte es auf einen Punkt: ?Thema verfehlt!?

Die Grünen bemängeln, dass die betroffene Zielgruppe nicht befragt worden sei. Es sollte untersucht werden, wo es in der Gemeinde Konfliktpotentiale bei Jugendlichen gibt, wo möglicherweise Drogenprobleme auftreten, wo Gewaltgefahr bestünde, inwieweit Jugendliche aus der Gemeinde "fliehen", weil Angebote fehlen. ?Und dann befragt man Kinder der 4. Klassen und teilweise noch jüngere. Das  maximale Befragungsalter lag bei 10 Jahren?, so Dr. Tondorf weiter. ?Und kommt dann zu dem Ergebnis, dass in Ruppichteroth keine Probleme bestehen.?

Bereits im Sommer letzten Jahres hatte der Arbeitskreis Jugend bemängelt, dass die Zielgruppe, um die es geht, nicht genügend befragt worden sei. Eine Einbeziehung der Streetworker, der Vereine und der höheren Klassen der Hauptschule wurde mit auf den Weg gegeben. Das Jugendhilfezentrum sollte sich eine Erhebung überlegen, die Doppelbefragungen vermeidet, gleichzeitig aber die Jugendlichen berücksichtigen, die außerhalb der Gemeinde Schulen besuchen. Dr. Tondorf: ?Wir fragen uns nun: Was soll das? Darf nicht sein, was nicht sein soll? Darf das Bild der heilen Welt nicht in Frage gestellt werden? Wenn wir die Kinder und Jugendlichen in Ruppichteroth ernst nehmen wollen, dann müssen wir uns auch der Realität stellen.?

So müsse man ernsthaft hinsehen, wo Angebote fehlen, wo insbesondere ältere Jugendliche mit ihrem größeren Lebensradius Defizite verspüren, wo Konfliktpotentiale liegen, wo Jugendliche durch mögliche Gewalt, Drogen oder radikales Gedankengut gefährdet seien. ?Erst dann können wir Verbesserungen schaffen, Maßnahmen ergreifen. Wegsehen hat noch nie geholfen?, erklärt die Fraktionsvorsitzende weiter. Möglicherweise könne es hier Berührungsängste geben oder schlichtweg eine Angst vor den Ergebnissen.

Gibt es in Ruppichteroth wirklich noch eine ?heile Welt?? Um dies umfassend zu klären haben Bündnis 90/Die Grünen nun einen erneuten Antrag gestellt: Die Sozialraumanalyse soll erweitert und auf die Zielgruppe der Jugendlichen bis 20 Jahre erweitert werden. ?Dies muss schnell angegangen werden. Es kann nicht sein, dass wir mit den Ergebnissen wieder monatelang vertröstet werden. Die Leidtragenden sind nämlich die Jugendlichen und deren Familien?, so Dr. Tondorf.

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