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Knappheit im Bausektor

Sanierung der Winterscheider Hauptstraße verschoben

Von Nicolas Ottersbach | | Wirtschaft/Politik

Der Ruppichterother Gemeinderat hat die Sanierung der Winterscheider Hauptstraße verschoben. Grund ist der Mangel an Baumaterialien und die damit einhergehenden Lieferschwierigkeiten. Foto: Die Hauptstraße in Winterscheid [Nicolas Ottersbach]

Eigentlich sollten die Tiefbauarbeiten für die Sanierung der Hauptstraße in Winterscheid noch in diesem Juli ausgeschrieben werden, um im September die Aufträge an die Unternehmen vergeben und Mitte Oktober mit den Arbeiten starten zu können. Doch dieser Plan sei nach Einschätzung des planenden Ingenieurbüros wegen  Materialknappheit im Bausektor kaum einzuhalten, wie Bürgermeister Mario Loskill im Gemeinderat erläuterte. Durch ein Verschieben der Maßnahme ins nächste Jahr könnten zudem Kosten verringert werden.

Knappe Materialien

"Zum Zeitpunkt der Planung dieser Zeiträume war die aktuelle drastische Entwicklung im Bausektor nicht absehbar. Die Verknappung von Baumaterialien und die damit einhergehenden Lieferschwierigkeiten beziehungsweise -engpässe führen einerseits zu Verzögerungen beim Bauablauf beziehungsweise bereits zu Verschiebungen des Beginns von Baumaßnahmen sowie andererseits zu enormen Kostensteigerungen und der Nicht-Kalkulierbarkeit von Materialpreisen", heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung. Diese Einschätzung bestätigte das Ingenieurbüro durch eigene Erfahrungen: So habe ein Tiefbauunternehmen bei einem bereits vergebenen Auftrag in einem anderen Projekt mitgeteilt, dass man den Baubeginn nicht einhalten könne.

Neuer Zeitplan bis Sommer 2024

Der neue Zeitplan sieht nun vor, dass die Hauptstraßensanierung erst im Oktober ausgeschrieben wird. Die Auftragsvergabe könnte dann im November folgen, sodass die Bauarbeiten nach dem Winter, voraussichtlich im März oder April 2022, begonnen werden können. "Diese Verfahrensweise hätte den Vorteil, dass die Firma, die den Zuschlag erhalten wird, sich von November 2021 bis März/April 2022 um die Beschaffung der Baumaterialien bemühen kann. Außerdem könnte die Möglichkeit bestehen, ein günstigeres Submissionsergebnis zu erzielen, wenn Baumaßnahmen direkt für ein neues Jahr zu kalkulieren sind", so die Gemeindeverwaltung mit Verweis auf das Ingenieurbüro. Dadurch würde die Sanierung nicht wie bisher geplant Ende 2023, sondern erst Frühjahr oder Sommer 2024 abgeschlossen sein. Festzustellen sei jedoch auch, dass derzeit niemand in der Lage sei, die weitere Entwicklung im Bausektor im nächsten Jahr verlässlich vorauszusagen.

Kommentare

  • Albert Solbach 10.07.2021 um 12:27

    Eine unendliche Geschichte. Bereits 2015 wurde die notwendige und dringende Sanierung beschlossen. Dann verfiel die Politik auf den abstrusen Gedanken, dass das KAG geändert werden würde und somit die Bürger vielleicht entlastet werden könnten. Die CDU/FDP-Regierung in NRW hat dies erwartungsgemäß größtenteils abgelehnt.

    Somit geht ein Jahr nach dem anderen ins Land und die Baukosten werden steigen und steigen. Als ob sich dies in den nächsten Jahren ändern würde. Hätte man die Sanierung vor Jahren wie geplant durchgeführt, wäre es für die Anlieger wahrscheinlich deutlich günstiger geworden.

    Jetzt zerfällt die Hauptstraße bis zur Sanierung 2024, 25, 26 ... immer weiter und die Kosten werden mit Sicherheit steigen. Schildbürgerstreich.

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