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Naturschutzprojekt chance7

Schafe beweiden Wiesen im Rhein-Sieg-Kreis

Von Nicolas Ottersbach | | Magazin

Das Pilotprojekt des Rhein-Sieg-Kreises mit Hunderten vierbeinigen Rasenmähern im Siebengebirge ist erfolgreich zu Ende gegangen. Im April war die Wanderschafherde eines Schäfers aus Remagen für das Naturschutzgroßprojekt des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn, chance7, gestartet. Zwischen dem Ennert in Bonn und dem Eulenberg bei Hennef sorgten die zu Beginn rund 200 Schafe und 20 Ziegen für die Beweidung verschiedener naturschutzfachlich bedeutsamer Flächen. Foto: Die Wanderschafe beweiden einen Steilhang [Johannes Bois]

„Ziel war es, die Flächen durch den Einsatz von Schafen und Ziegen offen zu halten“, sagt der Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz, Jörg Bambeck. „So werden Habitate seltener Tier- und Pflanzenarten erhalten und gefördert sowie der Biotopverbund begünstigt.“ Auch für Erholungssuchende hat die Herde Gutes getan: sie hat dazu beigetragen, dass Aussichtspunkte mit Blick ins Rheintal nicht überwuchern. Die von den Tieren bearbeiteten Flächen wären manuell oder maschinell kaum zu pflegen, da sie oft steil und steinig sind.

Insgesamt haben die Tiere bis Anfang Oktober rund 35 Hektar beweidet. Darunter waren brachgefallene Weinberge, ehemalige Steinbrüche, Heideflächen, blütenreiche Magerwiesen und auch Waldwiesen. Die Beweidungsflächen lagen in Königswinter, Bad Honnef und im rechtsrheinischen Bereich von Bonn.

Herde vergrößerte sich

Im Laufe des Projekts vergrößerte sich die Herde auf 420 Schafe und Ziegen, drei Hüte- und Herdenschutzhunde sowie einen Esel. Die Tiere wurde nachts durch Elektrozäune geschützt und von den Hunden bewacht. Wolfsangriffe auf die Herde haben keine stattgefunden. Vereinzelt kam es zu Problemen mit freilaufenden Hunden, die die Schafherde angriffen und Lämmer verletzten.  Zwei Schafe zogen sich zudem im Steinbruch Stingenberg an Scherben von achtlos weggeworfenen Glasflaschen Verletzungen zu.

„Wir appellieren nochmal eindringlich an Spaziergängerinnen und Spaziergänger, keinen Müll auf den Flächen zu hinterlassen und ihre Hunde in der Nähe der Schaf- und Ziegenherde anzuleinen“, so Jörg Bambeck. Alles in allem blickt chance7 aber auf ein erfolgreiches Projekt zurück. Wegen der überwiegend positiven Erfahrung soll die Beweidung im Siebengebirge auch im kommenden Jahr stattfinden. Über den Winter dürfen die fleißigen Helfer jetzt aber erst einmal eine verdiente Pause einlegen.

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