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Sicherheit, um sich wohlzufühlen

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Advertorial

„Sicherheit ist ein sehr individuelles Gefühl“

Zwei Minuten lang versuchen die Männer, die Terrassentür zu knacken. Erst mit einfachem Hebeln, dann mit immer mehr Gewalt. Und das am helllichten Tag, mitten in einem belebten Wohngebiet. „Sieben Nachbarn hätten das theoretisch bemerken können, haben sie bei der Schnelligkeit der Profis aber nicht“, sagt Schreinermeister Kai Reinl. Das einzige, was in diesem Moment Sicherheit versprach: Die Türen und Fenster, die Reinl kurz vorher für den Einbruchschutz aufgerüstet hat. 

Zwar sind die Einbruchzahlen laut Kriminalstatistik Polizei in den vergangenen Monaten rückläufig – in Rhein-Sieg, dem Oberbergischen und dem Kreis Altenkirchen zwischen zehn und 20 Prozent. Von Entwarnung dürfte allerdings keine Rede sein. Allein im ersten Quartal diesen Jahres gab es in Nordrhein-Westfalen etwa 14400 Einbrüche.

Ein Mythos, der sich hartnäckig hält: Einbrecher kommen immer nachts. Nur jede siebte Tat passiert zwischen 22 und sechs Uhr. Die meisten Diebe (knapp 60 Prozent) steigen laut Polizei tagsüber zwischen zehn und 20 Uhr in die Wohnung ein. Sie rechnen damit, dass die Bewohner zu dieser Zeit bei der Arbeit und nicht zu Hause sind. „Es stimmt aber, dass die Einbruchssaison im Winter ist“, erklärt Reinl. Rund die Hälfte aller Einbrüche finden von Oktober bis Januar statt, wie aus der Kriminalstatistik der Polizei hervorgeht. In dieser Zeit sind die Tage kurz, Dunkelheit schützt die Täter bei der Arbeit.

Und wer schützt die Opfer? „Eine flächendeckende Überwachung der Polizei ist nicht möglich, jeder muss selbst aktiv werden“, sagt Reinl. Er rät jedem seiner Kunden dazu, sich mit dem Thema zumindest auseinanderzusetzen. Die Frage, die man sich dabei stellen sollte: Wie viel Sicherheit ist nötig, damit ich mich in meinen vier Wänden wohlfühle? „Denn was sicher und was nicht sicher ist, ist ein sehr individuelles Gefühl – und kann sich durch einen Einbruch in der Nachbarschaft schlagartig ändern.“

Genauso individuell sind auch die Schutzmöglichkeiten. Die reichen von einfachen Pilzkopfverriegelungen bis zu massiven Stahlbeschlägen oder sogar Scheiben, die Schlägen mit einer Eisenstange widerstehen. Die zweite Klasse „RC 2“ von insgesamt sieben gilt dabei als Grundschutz. „Sie ist sicher vor Einbruchsversuchen mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendrehern, Zangen oder Keilen und schreckt damit schon die meisten Einbrecher ab“, sagt Reinl.  

Dabei sollten immer alle Fenster und Türen im Erdgeschoss gleichzeitig gesichert werden. Selbiges gilt für Balkone, auf die man beispielsweise über ein danebenstehendes Gartenhäuschen klettern kann. „Die Einbrecher versuchen es meist zuerst an der Terrassentür, ziehen dann aber zum nächsten Fenster weiter.“

Um die Schwachstellen zu beseitigen, müssen Fenster und Türen nicht immer komplett ausgetauscht werden. Kai Reinl und seine speziell ausgebildeten Handwerker der Tischlerei Bestgen bauen stabile Beschläge und Verriegelungen auch in bestehende Rahmen ein – mit dem Wissen, das er und seine Mitarbeiter über Jahre durch den Bau eigener Fenster gesammelt haben. „Selbst für alte, denkmalgeschützte Häuser gibt es Lösungen“, erklärt er.

Zudem kann Reinl die einzelnen Komponenten des SmartHome miteinander vernetzen. In sogenannten Szenarien werden dann beispielsweise Rollladen geöffnet, damit es im Brandfall genügend Fluchtwege gibt. „Die Rollladen können sich aber auch schließen, wenn die Alarmanlage einen Einbrecher meldet.“

Wer sich für solche Maßnahmen zum Einbruchschutz entscheidet, bekommt derzeit wieder Fördermittel des Bundes. Sie können über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden. „Oft lohnt es sich, das in Kombination mit einer energetischen Sanierung zu machen. So kann man mehrere Tausend Euro sparen“, sagt Reinl. Voraussetzung für die Zuschüsse ist, dass die Arbeiten von einem Fachunternehmen des Handwerks übernommen werden.

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