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Warntag lässt auch Handys klingeln

Sirenen heulen am Donnerstag zur Probe

Von Nicolas Ottersbach | | Blaulicht

Im ganzen Land findet am 14. September ein Probetag der Wanrsysteme statt. Dabei werden um 11 Uhr alle Sirenen auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Auch das neue, vom Bund initiierte Cell Broadcast System, wird getestet. Grafik: Das neue Cell Broadcast System wird ebenfalls getestet. [BBK]

Wann und wie der Probealarm am 8. Dezember 2022 abläuft

  • Ab 11 Uhr ertönt zunächst eine Minute lang ein ununterbrochener Heulton, der im Ernstfall für „Entwarnung“ steht.
  • Danach folgt eine fünfminütige Pause.
  • Daraufhin wird mit einem einminütigen auf- und abschwellenden Heulton das Signal für „Warnung“ getestet, das bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist.
  • Nach einer weiteren fünfminütigen Pause, ertönt wieder der gleichbleibende Ton für „Entwarnung“.
  • Auch die Direkt-Durchsagemöglichkeit im Programm von Radio Bonn/Rhein-Sieg wird getestet. Dabei wird das Radio-Programm unterbrochen, um Informationsdurchsagen der Feuerwehr zu senden.

Neue Warnsirenen in Ruppichteroth

In Ruppichteroth wurde vor einigen Monaten ein komplett neues System von Warnsirenen aufgebaut. Statt der bisher drei stehen nun 15 im Gemeindegebiet stehen. Sie heulen nun seltener, weil die Feuerwehr nur noch in Ausnahmefällen darüber alarmiert wird und sie hauptsächlich für die Bevölkerung gedacht sind. Die meisten neuen Sirenen werden unabhängig vom Stromnetz über Solarpaneele mit der notwendigen Energie versorgt und stehen auf den Dörfern. Es ist sichergestellt, dass sie auch bei schlechteren Lichtverhältnissen für mindestens zwei Wochen voll funktionsfähig bleiben. Sirenen, die als Dachaufbau installiert werden, verfügen über eine Akkupufferung, die sicherstellt, dass im Falle eines Stromausfalls noch mindestens vier Warn- und Entwarnzyklen durchlaufen können.

Warn-App NINA und das Cell Broadcast System

Neben dem Test der Sirenen werden auch zwei weitere Warn-Systeme getestet. Eine davon ist die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes). Wer NINA installiert hat, bekommt die Probe-Warnmeldung für den eingestellten Ort oder den aktuellen Standort direkt auf dem Smartphone angezeigt.

Das andere System nennt sich Cell Broadcast. Mit ihm werden alle Nutzerinnen und Nutzer in einem Gebiet, in dem eine Warnung ausgesprochen wurde, per Direktnach auf ihrem Handy über die Gefahr informiert. Dabei werden in diesem Bereich alle Mobilfunkmasten angesteuert. Das heißt für den Warntag am 14. September, dass alle Handys eine SMS bekommen werden.

Was ist Cell Broadcast und wie bekomme ich die Warnungen auf mein Handy?

Der Cell Broadcast ist ein Warnkanal von verschiedenen Bundesämtern und Ministerien. Es arbeiten das Bundesamt für Katastrophenhilfe und Bevölkerungsschutz (BBK), das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI), das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und die Bundesnetzagentur (BNetzA) zusammen. Ende Februar 2023 soll der Warnkanal nach Angaben des BBK dann den Wirkbetrieb aufnehmen und die bisherigen Warnmittel wie die Warn-App Nina ergänzen. Der Cell Bradcast versendet Warnungmeldungen an alle in einem Mobilfunknetz registrierten Handys. Da sich Smartphones aber auch Handys ohne Internetfunktion in die Mobilfunknetze einloggen, bekommen auch Personen ohne Smartphone die Warnmeldungen auf ihr Gerät, sofern es empfangsbereit ist.

Nutzer müssen somit nichts weiter tun und erhalten am Warntag eine Textnachricht von maximal 500 Zeichen auf ihr Mobilgerät. „Der Empfang dieser Nachricht macht sich über das Blinken des Gerätedisplays, einen prägnanten Warnton und das Vibrieren des Mobilfunkendgeräts bemerkbar“, teilt das BBK mit. Im Text der Warnmeldung werde darauf hingewiesen, dass es sich um eine Probewarnung handelt. Es handele sich bei Cell Broadcast ausschließlich um Textnachrichten, Bilder oder Karten werden nicht übertragen.

Wie funktioniert Cell Broadcast?

Die Übersendung von Warnmeldungen über Cell Broadcast ist ein anonymes Verfahren, das die Empfangsbereitschaft des Mobilfunkendgerätes in einer Funkzelle des Mobilfunknetzes nutzt. So können in einem möglichen Gefahrengebiet alle registrierten Mobilfunkendgeräte kontaktiert werden. Dies funktioniert ohne vorherige Registrierung oder Angabe von personenbezogenen Daten. Das Cell- Broadcast System ist zudem in der Lage, eine Nachricht an Hunderttausende Funkzellen zu senden und somit innerhalb von Sekunden Millionen von Mobilfunkteilnehmern zu erreichen.

Sirenenalarm: Was in einem Ernstfall zu tun wäre

Wenn die Sirenen einmal im Ernstfall heulen, sind die folgenden Punkte zu beachten.

  • Geschlossene Räume aufsuchen
  • Fenster und Türen schließen und Klimaanlage oder Lüftung ausschalten
  • Radio einschalten und auf Hinweise achten
  • Warn-Apps wie NINA nutzen
  • Auf Lautsprecherdurchsagen von Polizei und Feuerwehr achten
  • Wählen Sie nur im Notfall die Notrufnummern 110 und 112
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