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CDU stärkste Kraft

So haben Ruppichteroth und der Rhein-Sieg-Kreis bei der Europawahl 2024 gewählt

Von Nicolas Ottersbach | | Wirtschaft/Politik

Die Europawahl ist in Ruppichteroth und dem Rhein-Sieg-Kreis mit einer vergleichsweise hohen Wahlbeteiligung von rund 68 Prozent zu Ende gegangen. Die CDU ist stärkste Kraft geworden, SPD und Grüne haben verloren, die AfD gewonnen. Das gilt auch für Ruppichteroth, wobei einzelne Wahlkreise herausstechen. Die Wahlbeteiligung lag in Ruppichteroth bei 67,72 Prozent, 2019 gingen nur 59,1 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne. Grafiken: Wahlergebnisse in Ruppichteroth [Votemanager]

Hier geht es zu allen Ergebnissen der Europawahl 2024

Auf Kreisebene erhielt die CDU durchweg die meisten Stimmen, mit 38,57 Prozent schnitt sie in Wachtberg am besten ab, dicht gefolgt von Swisttal (37,31 Prozent) und Much (37,06 Prozent). In Ruppichteroth kamen die Christdemokraten auf 35,75 Prozent. Insgesamt erreichte die CDU im Rhein-Sieg-Kreis 33,58 Prozent und damit 3,5 Prozent mehr als 2019.

Die Grünen fielen von mehr als 24 Prozent vor fünf Jahren auf nun 14 Prozent. Am schlechtesten schnitten sie in Ruppichteroth ab, wo sie nicht einmal zehn Prozent aller Stimmen bekamen. Die besten Ergebnisse fuhren sie in Alfter, Bad Honnef und Königswinter ein, mit jeweils mehr 17 Prozent.

SPD im Abwärtstrend

Die AfD hingegen verbesserte ihr Wahlergebnis. Bekam sie 2019 noch 8,12 Prozent der Stimmen, so waren es nun 11,69 Prozent. Den höchsten Zuspruch hatte die Partei im östlichen Rhein-Sieg-Kreis mit Windeck an der Spitze: Dort entfielen 15,93 Prozent auf sie, Ruppichteroth lag mit 15,88 Prozent nur knapp dahinter. Unter zehn Prozent blieb sie in Wachtberg, Bad Honnef, Königswinter und Alfter.

Bei der SPD geht der Abwärtstrend weiter. Von 16,24 Prozent im Jahr 2019 sank ihr Stimmenanteil bei der aktuellen Europawahl auf 14,66 Prozent. Die höchste Zustimmung bekam sie in Windeck mit knapp 18 Prozent, auch in Troisdorf und Niederkassel, landete sie noch bei mehr als 16 Prozent. Die wenigsten Stimmen gab es für die Sozialdemokraten in Much: Dort kamen sie auf 11,79 Prozent. Ruppichteroth lag mit 13,21 Prozent knapp davor.

BSW aus dem stand bei mehr als vier Prozent

Zum ersten Mal bei einer Europawahl trat im Rhein-Sieg-Kreis das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) an, das aus einem Teil der Partei Die Linke hervorging. So wechselte auch das Ruppichterother Kreistags- und Gemeinderatsmitglied Frank Kemper das politische Lager. BSW erhielt 4,51 Prozent der Stimmen, damit liegt das Bündnis deutlich über dem Ergebnis der Linken von 2019. Die bekam damals 3,58 Prozent der Stimmen, am Sonntag waren es nur noch 1,6 Prozent. In Ruppichteroth holte das BSW sogar sein kreisweit zweitbestes Ergebnis mit 5,78 Prozent.

Die FDP kommt im Kreis auf 7,65 Prozent, in Ruppichteroth fuhr sie das zweitschlechteste Ergebnis mit 5,78 Prozent ein. Am besten schnitt die Partei in Bad Honnef mit 9,55 Prozent ab. Die Europa-Partei Volt, 2019 noch unter einem Prozent, hat ordentlich zulegt und liegt im Kreis wie bundesweit auch bei drei Prozent. In Ruppichteroth kam sie jedoch nur auf knapp zwei Prozent.

CDU holt in Ruppichteroth II bestes Ergebnis

Schaut man sich die einzelnen Wahlbezirke in Ruppichteroth an, gibt es deutliche Unterschiede. Dabei ist zu beachten, dass die Briefwähler nicht berücksichtigt sind, weil sie als eigene Briefwahlbezirke gelten. Die CDU holte in Ruppichteroth II, also rund um das Oberdorf, ihr bestes Ergebnis mit 38,42 Prozent. Am schlechtesten schnitt sie in Ruppichteroth IV, den Außenorten des Ortsteils Ruppichteroth, mit 28,62 Prozent ab.

Die Grünen holten in Ruppichteroth 9,65 Prozent und liegen damit noch hinter der SPD (13,21 Prozent). In Ruppichteroth I, wozu die Dörfer rund um Hambuchen und Bölkum gehören, erzielten die Grünen mit 13,85 Prozent ihr bestes Ergebnis. Schlecht lief es in Schönenberg I, dem Schönenberger Kernort mit den umliegenden Dörfer: Dort kam die Partei auf nur 5,18 Prozent. Die SPD holte in Ruppichteroth IV mit 16,67 Prozent die meisten Stimmen, die wenigsten mit 7,73 Prozent in Winterscheid II, den Winterscheider Außenorten.

AfD vor der CDU

Die AfD lag in Ruppichteroth III, den Straßen rund um die Eitorfer Straße und das Neubaugebiet rund um den Ulmenweg, sogar vor der CDU: 31,44 Prozent fuhr die Partei dort ein. Insgesamt holte sie das zweitbeste Ergebnis in der Gemeinde. Am schlechtestens schnitt sie im Winterscheider Hauptort mit 13,73 Prozent ab. Auch in den Briefwahlbezirken holte sie wenige Stimmen, hier war die CDU traditionell stark.

Kommentare

  • Hans-Jürgen Welke
    June 18, 2024 um 10:57 am

    Die Ergebnisse der Wahl sind für mich, kaum zu glauben.

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