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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Sturmtief 'Xynthia' fegte durch das Bröltal

Von Nicolas Ottersbach | |   Blaulicht

Der Sturm ist vorbei. Jetzt zeigt sich das Ausmaß der Schäden, die Sturmtief 'Xynthia' am Wochenende angerichtet hat. Feuerwehr und Polizei waren am Sonntag bis in die Abendstunden ununterbrochen im Einsatz, vor allem umgestürzte Bäume hielten die Rettungskräfte in Atem. Auf der Bröltalstraße kann derweil wieder der Verkehr rollen: Bis Montagabend musste die Strecke zwischen Ingersau und Bröleck gesperrt werden.

Die B478 musste wegen der akuten Gefahr am Sonntagnachmittag gesperrt werden, ebenso wie die B8 bei Hennef und die K55 bei Rotscheroth. In Höhe Ingersau kippten mehrere Bäume auf die Fahrbahn, die die Forstbetriebe im Laufe des Tages abtransportierten. Ebenfalls in Ingersau fiel eine 30 Meter Hohe Fichte auf ein Wohnhaus. "Wir sind nochmal mit einem blauen Auge davongekommen", resümierte Förster Eberhard Kreysern. Der große Baumbruch, wie bei 'Kyrill' sei ausgeblieben.

Die Ruppichterother und Winterscheider Feuerwehr war noch bis 21 Uhr unterwegs, dann nahm der Wind langsam ab. In drei Gruppen teilten sich die rund 30 Wehrmänner des Löschzugs Ruppichteroth auf und fällten Bäume, die auf Gebäude, Staßen oder Stromleitungen zu kippen drohten, sicherten abgerissene Freileitungen und abgedeckte Dächer und unterstützten die RWE bei Reparaturarbeiten. Auch der Straßenmeisterei wurde bei Sperrungen und Fällarbeiten ausgeholfen. "Da merkt man, wie schnell die Grenzen in Notsituationen erreicht sein können", sagte Löschzugführer Claus Müller. Erholung fanden die Helfer im Feuerwehrhaus, bei Kaffee, Brötchen und rund 90 Rühreiern mit Speck. "Auf den Tag genau vor 20 Jahren hatten wir auch so einen Sturm", erinnerte sich Gemeindebrandinspektor Karl-Friedrich Seuthe. Am 28. Februar 1990 verursachte das Sturmtief 'Wiebke' erhebliche Schäden. Damals krachte ein Baum in ein Feuerwehrauto und die Mannschaft musste sich unter das Einsatzfahrzeug werfen.

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