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Verschneite Döörper Weihnacht: gut für die Atmosphäre, schlecht für den Umsatz

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Die Döörper Weihnacht ist für die knapp 80 Händler ein Umsatzgarant. Egal ob es Waffeln, Glühwein oder Schwibbögen aus dem Erzgebirge sind: Wer den Weihnachtsmarkt in Ruppichteroth besucht, gibt Geld an den Holzbuden aus. Deshalb gibt es jedes Jahr eine lange Warteliste von Händlern, die gerne ihren Stand aufbauen möchten. Foto: Katja Biallas an ihrem Stand [Nicolas Ottersbach]

Bildergalerie der 23. Döörper Weihnacht

Doch diesmal lief es nicht so gut. "Der Schnee hat für etwa 30 Prozent weniger Besucher und damit auch für einen geringeren Umsatz gesorgt", sagt Klaus Steglich vom Bürgerverein Ruppichteroth, der den Weihnachtsmarkt organisiert. Vor allem die Besucher, die aus der weiteren Umgebung kamen, hätten die Reise ins verschneite Bergische nicht auf sich genommen. Das habe man besonders am Sonntag gemerkt, als ein richtiger Schneesturm durch die Gassen zog. "Es sah toll aus, aber zu diesem Zeitpunkt war nichts los. Als es aufhörte, kamen die Leute."

Ein gutes Trendbarometer ist der Nikolaus, der von Markus Neuber gespielt wird und kleine Geschenke an die Kinder verteilt. "Es waren definitiv nicht so viele Familien da wie sonst, einige Weckmänner blieben übrig", erzählt Neuber.

Wer auf der Döörper Weihnacht was verkaufen darf, das bestimmt der Bürgerverein nach Erfahrungen aus den vergangenen mehr als 20 Jahren. Hauptsächlich lokale Vereine, Institutionen und Händler haben Stände. Die Besucher schätzen daran nicht nur die im Vergleich zu größeren Märkten günstigen Preise - so kostet ein Kakao gerade mal einen Euro - sondern auch die Qualität. Ein gutes Beispiel sind die Apfelwaffeln des ökumenischen Familienzentrums "Unter'm Regenbogen". Den Teig machen die Eltern selbst. Sie stehen auch im Büdchen und verkaufen die Waffeln. Der Erlös fließt in die Arbeit der Einrichtung.

Weil die Standplätze so beliebt sind, ist es schwer, einen zu ergattern. Die Ruppichterotherin Katja Biallas hatte Glück, weil eine Ausstellerin kurzfristig abgesprungen war. Zwei Tage hatte sie Zeit, sich vorzubereiten. "Das war nicht so schlimm, weil ich noch viele meiner Kleidungsstücke vom Mucher Weihnachtsmarkt übrig hatte", erzählt sie.

Die Mutter zweier Kinder hat vor knapp vier Jahren unter dem Namen "nelia näht" damit angefangen, Kleidung selbst zu nähen. "Wegen meiner Tochter konnte ich nicht mehr zum Fußball, also musste ein neues Hobby her." Die Mützen, Strampler und Pullover gefielen den Freunden so gut, dass sie begann für Bekannte zu nähen. Seit diesem Jahr bietet sie die Handarbeit auf Märkten an.

Mit dem Umsatz in Ruppichteroth war sie zufrieden. "Auch wenn ich noch keinen direkt Vergleich habe. Aber ich weiß, dass es in Much wesentlich schlechter lief." Denn der Platz sei entscheidend. War Biallas in Much recht versteckt, stand sie in Ruppichteroth mitten in der belebten Burgstraße. 

Damit die Besucherströme ohne Störung fließen können, überarbeitet der Bürgerverein jedes Jahr das Konzept. Nachdem zuletzt mehr Fluchtwege eingeplant wurden, verschob man nun einige Buden, an denen es sich immer staute. So wanderte der Nikolas ein paar Meter nach hinten, der Glühweinstand des Bröltaler SC wurde in eine Einfahrt verlegt. "Das hat gut funktioniert. Ab Januar werten wir dann die Erwartungen aus diesem Jahr aus und fangen an zu planen", sagt Steglich.

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