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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Wie war das, Herr Buchholz?

Von Nicolas Ottersbach | |   Sport

Eckball, Tor und Sensation: Florian Buchholz aus Ruppichteroth schoss den TSV Germania Windeck im DFB-Pokal gegen den Erstligisten Hoffenheim in Führung. Nach Verlängerung entschied Hoffenheim das Spiel 3:1 für sich. broeltal.de sprach mit 25-jährigen Abwehrspieler über Schnitzelfrühstück, eine zu flache Ecke und Firminos Trikot.

War das Team nach den Vereinsquerelen nicht ein wilder Haufen?

"Die Mannschaft, die da spielte, gab es erst seit drei Wochen. In der Vorbereitung kamen und gingen immer wieder Spieler. Ich bin auch erst in dieser Saison dabei, vorher kickte ich wegen meines Studiums drei Jahre lang in der Reserve. Dafür haben wir aber in der kurzen Zeit einen super Zusammenhalt entwickelt."

Wie bereitet man sich auf den DFB-Pokal vor?

"Das war ganz normales Training. Am Vortag trainierten wir das letzte Mal - und zwar Standards. Das hat dann ja auch ganz gut geklappt. Übernachtung mit der ganzen Mannschaft, Sonntagmorgen gab es Schnitzelfrühstück und Nutella. Im Stadion wurde ich dann nervös."

Wie lautete die Ansprache von Trainer Hermann-Josef Werres?

"Die kochen auch nur mit Wasser. Haltet dagegen und wehrt euch. Genießt das Spiel. Das haben wir dann auch gemacht"

Was dachten Sie in den Sekunden vor dem Tor?

"Ich sollte an den kurzen Pfosten laufen und den Ball mit dem Kopf verlängern. Die Ecke von Daniel (Ottersbach) kam aber viel zu flach, irgendwie musste ich dann was anderes machen. Da habe ich nicht viel nachgedacht und einfach den Fuß hingehalten."

Und in den Sekunden nach dem Tor?

"Und jetzt? Ich wusste gar nicht, wie ich jubeln sollte. Irgendwie Richtung Eckfahne, das hat dann aber viel zu lang gedauert. Und die anderen sind auf mich drauf gesprungen."

War die Mannschaft in der Verlängerung schlapp?

"Für uns war das Kampf. Später hatten wir kaum noch Kraft, und die Hoffenheimer ließen den Ball laufen. Da merkt man den Klassenunterschied zwischen 6. und 1. Liga. Selbst bei der Feier nach dem Spiel konnten wir nur noch bis 22 Uhr, die Luft war raus."

Was machen Sie mit der versprochenen "dreistelligen Prämie" von Präsident Heinz Georg Willmeroth?

"Ich hab sie noch nicht, bisher sind wir uns auch nicht wieder über den Weg gelaufen. Dafür hat mir Firmino sein Trikot geschenkt. Wahrscheinlich wird mich das Tor auf der Dattenfelder Kirmes eine oder mehrere Runden kosten."

War der Rummel nach dem Spiel groß?

"Vor allem ungewohnt. Sky, ZDF und WDR wollten Interviews haben, meine Eltern wurden schon in der Halbzeit durch Zufall von der Bild-Zeitung angesprochen. Später haben dann viele Freunde angerufen. Nun habe ich erstmal zehn Tage frei und fahre in den Urlaub."

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