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Winterscheider Hauptstraße soll saniert werden

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Die Winterscheider Hauptstraße ist eine Schlaglochpiste. Und sie wird nicht besser, nach jedem Ausbessern tun sich wieder neue Risse auf. Deshalb will die Gemeindeverwaltung die teilweise 50 Jahre alte Fahrbahn jetzt komplett erneuern. Doch das bedeutet für jeden Anwohner mehrere Tausend Euro Kosten. Der Bau soll Ende 2016/Anfang 2017 beginnen und zwei Jahre dauern.

Laut Kommunalabgabengesetz des Landes Nordrhein-Westfalen werden die 2,1 Millionen Euro für die Baumaßnahme anteilig auf die Anwohner verteilt. "Und daran gibt es nichts zu rütteln, das ist ein Gesetz", erklärte Kämmerer Heribert Schwamborn bei einem Infoabend in der Winterscheider Grundschule. Berechnungsgrundlage ist die gesamte Grundstücksgröße. Er rechnete vor, dass die Winterscheider, deren Grundstück durch die Hauptstraße erschlossen ist, nach ersten Kalkulationen rund 777.000 Euro zahlen müssen. Die Gemeinde übernimmt 647.000 Euro, das Land NRW bezuschusst den 1,6 Kilometer langen Straßenabschnitt mit 669.000 Euro.

Die Beitragssätze sind wie der Neubau in zwei Stücke aufgeteilt, West und Ost. Wer zwischen der Straße "An der Dellenwiese" und dem Ortsausgang Ost wohnt, kommt auf etwa 8,80 Euro pro Quadratmeter Grundstück. Der andere Bereich liegt bei etwa 6,60 Euro pro Quadratmeter. Der Osten ist teurer, weil dort zusätzlich ein Gehweg samt Entwässerung entstehen soll, der im Westen bereits vorhanden ist. Dafür fehlt dort eine ausreichende Straßenbeleuchtung, die die Gemeinde nachrüsten will.

In welch schlechtem Zustand die Straße ist, zeigte Klaus Marenbach vom Ingenieurbüro Donner und Marenbach in einer Präsentation. Bei Kernbohrungen habe sich herausgestellt, dass der Unterbau der Straße zwischen etwa 13 und 25 Zentimetern liege. "Damit eine Straße lange Umwelteinflüssen und Belastungen durch den Verkehr standhalten kann, sind aber mindestens 65 Zentimeter nötig", erklärte er. Deshalb sei das "Flickschustern", das die Gemeinde seit Jahren betreibe, nicht wirksam.

Die Geldsummen waren für die knapp hundert Gäste "ein ganz schöner Brocken", wie es aus den Stuhlreihen hieß. Auf die Frage, ob die Gemeinde eine Stundung der Kosten anbiete, musste Schwamborn von solchen Ideen sofort abraten. "Das Geld bekommen sie woanders günstiger, unsere Zinsen sind zu hoch", sagte er. Grafik: Zustand der Straße (Donner und Marenbach)

Es sei noch nichts beschlossen, es gebe bisher nur erste Planungen, auch die Kosten könnten sich noch ändern. "Wir wollen sie von Anfang an mitnehmen und am Prozess teilhaben lassen", sagte Bürgermeister Mario Loskill. Schließlich zeigte die Mehrheit der Anwesenden trotz einiger kritischer Stimmen die grundsätzlich Bereitschaft, das Bauvorhaben weiter voran zu treiben. Man wolle die Lebensqualität des eigenen Ortes erhalten, lautete die einhellige Meinung.

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