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Zukunftskonzept soll Krankenhaus Waldbröl sichern

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

"Wir wollen das Krankenhaus in Waldbröl langzeitig sichern", sagte Joachim Finklenburg auf der vergangenen Ruppichterother Ratssitzung. Der Geschäftsführer der Kliniken Oberberg GmbH, zu der auch die Einrichtungen in Gummersbach, Marienheide und Bergisch Gladbach gehören, stellte auf Einladung des Rates das Zunkunftskonzept für das Krankenhaus vor. Darin müssten Abteilungen geschlossen und neu organisiert werden, um nicht am "Erbe von 15 Millionen Euro Schulden" zu scheitern.

Genau das sei mit der Kinderklinik passiert: Mit rund 300 Geburten hätte man jahrelang versucht, die Station zu halten. "Vorgegeben sind vom Land 600 Neugeborene pro Jahr", so Finklenburg. Gleichzeitig sei Gummersbach nicht ausgelastet gewesen. Durch die komplette Verlegung in das Zentralkrankenhaus seien dort nun etwa 70 Prozent der Betten belegt. Die größere Entfernung, die Eltern nun fahren müssten, spiele kaum eine Rolle: Umfragen hätten ergeben, dass die Distanz nur nebensächlich sei - viel wichtiger sei die Qualität.

Auch die Apotheke werde in Gummersbach zentralisiert. Im Gegenzug verlagere man nun die gesamte Logistik nach Waldbröl, zusätzlich sollen 60 Betten für psychiatrische Behandlungen geschaffen werden. Die Unfallchirurgie will die Geschäftsleitung unter einem neuen Arzt komplett neu strukturieren.

Zu sehen sind jetzt schon die zahlreichen Veränderungen am Gebäude. "Da wurde Jahrzehnte lang gespart", sagte Finklenburg. Die Notaufnahme werde aktuell umgebaut, das Heizungssystem wurde schon erneuert. Die nächste große Investition sind die Fenster: Viele seien nicht richtig isoliert oder ließen sich gar nicht erst öffnen. Auch die sanitären Bereiche und Stromleitungen müssten saniert werden. Das Geld dafür will Oberberg Kliniken durch Kommunalbürgschaften über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufbringen. Das Krankenhaus soll auch weiterhin in kommunaler Trägerschaft bleiben.

Die Befürchtungen der Ratsmitglieder, dass durch die Umstruktierungen Arbeitsplätze verloren gingen, beschwichtigte Joachim Finklenburg: "Keinem Angestellten wird gekündigt." Sie müssten sich allerdings mit den neuen Standorten arrangieren, die durch die Verlegungen entstünden. Ein von der Fraktionen geforderte "Bestandsgarantie" für das Krankenhaus in Waldbröl konnte er allerdings nicht geben. "Das können wir nicht, weil sich das Gesundheitssystem fast stündlich ändert", sagte Finklenburg.

Kommentare

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Markus Pfennings  19.02.2011 16:57

Den Aussagen von Herrn Finklenburg kann man genau so viel trauen, wie Wasser von selbst den Berg hinauf läuft. Nämlich gar nicht. Als seinerzeit die Kinderklinik geschlossen wurde, beteuerte er, dass die Entbindungsstation NICHT geschlossen würde. Seit Jahresbeginn 2011 wissen wir es besser. Sie ist zu. Wieder einmal zu Gunsten von Gummersbach.

 

Da tröstet es auch nicht das jetzt hier in Waldbröl 60 neue Plätze für Psychos entstehen sollen.

 

Herr Finklenburg, Sie hätten die Kinderklinik und die Entbindungsstation in Waldbröl belassen sollen und die beiden "nicht ausgelasteten Stationen" von Gummersbach nach Waldbröl transferieren sollen. Die Behauptung, "Umfragen hätten ergeben, dass die Entfernung keine große Rolle spiele" halte ich persönlich für eine Frechheit. Der Standort Waldbröl wurde nicht nur von den Bewohnern der OBK sondern auch von denen des RSK frequentiert und geschätzt.

 

Ich persönlich wünsche mir, das Sie gezwungenermaßen Ihren Wohnort nach Windeck verlegen müssen (nicht jeder kann sich das Wohnen in einer Stadt mit guter Infrastruktur leisten) und da noch mal Vater werden(Unwahrscheinlich aber in meinem Wunsch möglich). Weiter wünsche ich Ihnen, das ihr Kind plötzlich in der Nacht(Krankheit kennt keine Uhrzeit) schwer erkrankt und es dringend einen Kinderarzt braucht(Dies wünsche ich im wirklichen Leben niemandem). Und zu allem Überfluss sollte Ihr Auto streiken, so das Sie auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind(Nicht alle Eltern oder Alleinerziehenden können sich ein Auto leisten).

 

Selbst der abgebrühteste Manager wird dann schnell erkennen, das Kosteneinsparungen um jeden Preis nicht Geil sind. Spätestens Dann, wenn man selbst davon betroffen ist.

 

Mit Freundlichen Grüßen

Markus Pfennings

Waldbröl 19.2.2011


 

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