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"Zutraulich und gut zum Schmusen"

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Mit Gänsen sollte man sich nicht anlegen, mit Kampfgänsen schon gar nicht. Davon konnten sich die Besucher bei der Geflügelausstellung des Ruppichterother Geflügelzuchtvereins überzeugen. "Die sind zuverlässiger als ein Hund", erzählte Mitglied Olaf Golouich. Wer ihnen zu nahe kam, musste sich nicht nur auf lautes Geschnatter, sondern auch das ein oder andere Schnappen gefasst machen.

89 Hühner, Enten und Tauben aus 21 verschiedenen Geflügelrassen präsentierte der Verein im und rund um den alten Kuhstall in Köttingen. Darunter waren auch vom Aussterben bedrohte Tiere wie die Lakenfelder. "Die sind schwer zu züchten", erklärte Golouich. Zudem ist ihr Nutzen im Vergleich zu anderen Rassen gering: Sie legen nur wenige Eier. Das verdrängte sie nach und nach als beliebte Haustierrasse und ließ sie zu echten Liebhaberhühnern werden.

"Unser Ziel ist es, die Rassenvielfalt zu erhalten", sagt der Vorsitzende des Vereins, Klaus Weimer. Mittlerweile treffen sich 16 Mitglieder, um sich über ihre Zuchterfahrungen auszutauschen. Youngstar ist der 11-jährige Marco Schmitz. Seit dem Frühjahr ist er dabei, im Stall hat er 45 Hühner. "Mein Opa hatte früher welche", erzählte er. Von ihm wurde er auch unterstützt, nachdem er vergangenes Jahr beim Erntefest in Röttgen zwei Hühner geschenkt bekam. Um Küken auszubrüten suchte er einen Brutkasten. Sein Opa rief kurzerhand bei Klaus Weimer an, der dann auch bei der Zucht half. Spezialisiert hat sich Marco auf Lakenfelder und Legehühner. Seine Lieblinge sind allerdings die Brahmas: "Die sind besonders zutraulich und auch gut zum Schmusen."

Gute Tipps bekam er im Verein, als ein paar Hühner sich erkälteten. Empfohlen wurde ihm das Hausmittelchen aus Knoblauch, Quark und Thymian. Die Paste streichte er behutsam in den Schnabel, nach kurzer Zeit waren seine Tiere wieder fit. "Grundsätzlich gilt bei Geflügel: Merkt man die Krankheit, sollte man sofort handeln", rät Olaf Golouich und erklärt: "Weil sie ihre Schwäche bis zum Schluss verstecken, ist die Krankheit meist schon weit fortgeschritten." Kommt die Hilfe nicht schnell, können die die Tiere schon nach zwei Tagen verenden. Foto: Marco Schmitz (11) mit einem Brahma-Huhn

Wer den Verein näher kennenlernen und sich über Geflügel informieren möchte, kann am 8. November um 19 Uhr die dritten "Döörper Hühnergespräche" am 8. November im Wirtshaus an St. Severin besuchen. Thema ist die Geschichte und Entwicklung des Geflügels.

Surftipp: www.gefluegelfreunde.npage.de

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