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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Cold-Case Ernst Kaminski

5000 Euro Belohnung für Hinweise zu totem Mann aus Ruppichteroth

Von Nicolas Ottersbach | | Blaulicht

Der Fall von Ernst Kaminski, der vor 27 Jahren tot in einem Waldstück bei Ruppichteroth-Beiert aufgefunden wurde, ist erneut Thema in der Sendung Aktenzeichen XY. Staatsanwaltschaft und Angehörige loben 5000 Euro Belohnung aus. Foto: Ernst Kaminski [Polizei Bonn]

Der Fall aus dem Jahr 1994 beschäftigt weiter die Bonner Mordkommission als Cold-Case-Fall, der auch im September vergangenen Jahres in der Fahndungssendung "Aktenzeichen XY" vorgestellt wurde: Nach der Ausstrahlung des Beitrages bei "XY" im ZDF gingen viele Hinweise ein, die weitergehende Ermittlungen auslösten. So konnte das Opfer als Ernst Kaminski identifizert werden.

Am 19. Februar 1990 wurde der allein lebende Mann von Angehörigen bei der Polizei als vermisst gemeldet. Der damals 25-Jährige wurde nach dem aktuellen Erkenntnisstand im Februar 1990 letztmalig lebend gesehen. Der seinerzeit unverheiratete Ernst Kaminski lebte zuletzt in Siegburg und soll sich nach den bisherigen Ermittlungen auch im Drogenmilieu bewegt haben. Auf der Grundlage eines richterlichen Beschlusses veröffentlichten Staatsanwaltschaft und Polizei schließlich ein Foto von Ernst Kaminski, das dem Aussehen zum Zeitpunkt der Vermisstenanzeige im Februar 1990 entspricht.

Sendung wird am Mittwoch ausgestrahlt

In der Fernsehfahndungssendung "XY ungelöst" am Mittwoch (23. Februar 2022), 20:15 Uhr im ZDF, erläutert die Kripo den aktuellen Sachstand und fragt mit Blick auf die aktuellen Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen: Wer hat nach dem Zeitpunkt der Vermisstenanzeige im Jahr 1990 Ernst Kaminski noch gesehen oder mit ihm Kontakt gehabt? Wer kann Angaben zur Lebenssituation oder/und zum Umgang zu seinem persönlichen Umfeld machen? Wer kann Angaben mit einem möglichen Zusammenhang zu dem hier beschriebenen Tötungsdelikt machen?

5000 Euro Belohnung

Für sachdienliche Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Bonn eine Belohnung in Höhe von 2000 Euro ausgesetzt. Darüber hinaus haben Angehörige des verstorbenen Ernst Kaminski für sachdienliche Hinweise, welche zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 3.000 Euro ausgelobt. Die Bedingungen der Auszahlung der Belohnung sollen sich nach den rechtlichen Voraussetzungen der staatsanwaltschaftlichen Auslobung richten und mit dieser verknüpft sein.

Hinweise nimmt die Mordkommission der Bonner Polizei unter der Rufnummer 0228/150 entgegen. Die Ermittler sind auch während und nach der Fernsehfahndungssendung unter dieser Rufnummer erreichbar.

Spielende Jungen entdeckten Knochen

Zwei spielende Jungen machen am 23. Mai 1994, am Pfingstmontag, einen seltsamen Fund im Wald zwischen Beiert und den Teichen der Burg Herrnstein. Mehrere Knochen liegen an der abgelegenen Stelle, woraufhin sie die Polizei informieren. Die Beamten müssen nicht lange suchen und stoßen auf weitere Knochen und Kleidungsstücke. An den Fragmenten des Schädels stellen die Ermittler eine Beschädigung fest, die auf den Einschuss eines Projektils hindeutet. Alle Hinweise sprechen für ein Verbrechen.

DNA-Untersuchung war falsch

Dennoch tappen sie im Dunkeln. Zunächst geht die Polizei davon aus, dass es sich bei dem Opfer um eine Frau handelt. Diese Vermutung wird auch durch eine DNA-Untersuchung bestätigt. Doch diese Methode ist zum damaligen Zeitpunkt noch jung und fehleranfällig. Auch fünf Jahre später, als die Cold-Case-Abteilung der Kripo Bonn noch einmal in den Fall einsteigt, gibt es keine entscheidenden Erkenntnisse. Alle Indizien sprachen zunächst dafür, dass es sich um die Leiche einer Frau im Alter zwischen 20 und 30 Jahren gehandelt hatte. Daraufhin konnte die Identität der verstorbenen Person zunächst nicht geklärt werden.

Im Zuge der Cold-Case-Bearbeitung wurde die Fallakte aufbereitet und an die Bonner Ermittler übergeben, um die weitergehenden Ermittlungen zu dem Tötungsdelikt zu führen. Die Weiterentwicklung der kriminaltechnischen Untersuchungsmöglichkeiten führte schließlich zu der Erkenntnis, dass es sich bei der zu den aufgefundenen Knochenteilen gehörenden Person - entgegen der ursprünglichen Annahme - um einen jungen Mann gehandelt hatte.

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