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Widerstand im Nationalsozialismus

Ausstellung „Die Weiße Rose“ im St.-Theresien-Gymnasium

Von Nicolas Ottersbach | | Magazin

Das St.-Theresien-Gymnasium hat mit geliehenen Materialien der Weiße Rose Stiftung eine eigene Ausstellung zu Sophie Scholl und dem Widerstand im Nationalsozialismus gemacht. Foto: Eine Schülerin betrachtet das Bild von Sophie Scholl in der Ausstellung. [St.-Theresien-Gymnasium]

In Zeiten, in denen Schulen keine Exkursionen zu Museen oder anderen außerschulischen Lernorten erlaubt sind, bietet das Gymnasium in Schönenberg der eigenen Schul- und Internatsgemeinschaft ein zusätzliches Lernangebot, das sich bereits am ersten Tag großen Interesses erfreut: Anlässlich des 100. Geburtstags von Sophie Scholl (geboren am 9. Mai 1921, hingerichtet am 22. Februar 1943) wurden der Eingangsbereich und mehrere Flure des Schulgebäudes für die kommenden vier Wochen mit einer von der Weiße Rose Stiftung geliehenen Ausstellung zum schulinternen Museum über den Widerstand im Nationalsozialismus umgestaltet. Das Hauspersonal, Erzieherinnen, Lehrkräfte, vor allem aber die Schülerinnen haben dadurch die Gelegenheit zu einem informativen und berührenden Museumsgang, der trotz Hygieneregeln funktioniert. Wegen der Pandemie ist die Ausstellung aber nicht öffentlich.

Vorträge und verschiedene Projekte

"Wenn wir nicht zu Events gehen können, dann müssen wir eben die Events zu uns ins Haus holen", sagt Schulleiter Johannes Laas. Die Gesamtleiterin von Schule und Internat, Mutter Maria Johanna Heggenberger, betonte bei ihrer kurzen Ansprache in der Mittagspause besonders den Vorbildcharakter Sophie Scholls für die Schülerinnen des Gymnasiums: hier habe eine Vertreterin des vermeintlich schwachen Geschlechts den Mut gehabt, sich gegen die Gewaltherrschaft zu stellen.

Die Ausstellung im St.-Theresien-Gymnasium ist in ein umfangreiches Programm eingebunden: Bei einer fächerübergreifenden Thematisierung im Unterricht und gestützt durch Vorträge werden Schülerinnen verschiedene Projekte zum Widerstand im Nationalsozialismus erstellen und sich mit Büchern zum Thema sowie dem Film „Sophie Scholl – die letzten Tage“ auseinandersetzen. Bereits jetzt findet sich in einer Leseecke der Ausstellung das Ergebnis einer Projektarbeit aus dem vergangenen Schuljahr, für welche die damalige Abschlussklasse Recherchen zum Widerstand der katholischen Kirche während der NS-Zeit durchgeführt hatte.

Kommentare

  • Anja Fielenbach 10.06.2021 um 11:10

    Es ist schlichtweg falsch, dass Sophie Scholl die führende Person der Weißen Rose war.

    Sie kam erst ab dem zweiten Teil des Widerstandes dazu, den zweiten Teil der Flugblattaktion ab Herbst 1942, aber davor waren es ganz eindeutig Hans Scholl und Alexander Schmorell, die den Widerstand gestartet, geführt und geleitet haben. Ich finde es traurig, dass heutzutage immer nur sie als federführend genannt wird.

    Ihrem Bruder und Alexander Schmorell gebührt mindestens ebenso viel Bewunderung.

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