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Bus und Bahn: Mitnahme von Fahrrädern kostet bald

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Weil Busse und Bahnen oft überfüllt sind, will der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) ab August die Fahrradmitnahme für Schüler und Studenten einschränken. Dann wird der Radtransport für alle, die ein Schüler- oder Semesterticket haben, erst ab 19 Uhr kostenlos sein. Wer das Rad vorher mitnehmen möchte, muss ein zusätzliches Fahrradticket kaufen. Foto: Radfahrer an der Sieg [Nicolas Ottersbach]

Als Grund gibt der VRS Beschwerden der Fahrgäste an - in den Bussen und Bahnen ist zu Stoßzeiten einfach zu wenig Platz. Rollstuhlfahrer und Personen mit Kinderwagen haben gegenüber Radfahrern jetzt schon Vorrang. Wird es zu eng, kann der Busfahrer auch in Zukunft die Mitnahme von Rädern verweigern, selbst wenn jemand ein Ticket hat. Eingeklappte Falträder dürfen aber weiterhin kostenlos mitgenommen werden.

Beim Jobticket ist die Fahrradmitnahme schon jetzt nur werktags ab 19 Uhr und am Wochenende kostenlos. Ähnliches gilt ab 1. September für das Semesterticket an Fachhochschulen und ab 1. Oktober für das an den Universitäten. Für Schüler tritt die Änderung bereits zum 1. August in Kraft.

Wer sein Rad mitnehmen möchte, muss künftig 2,80 Euro zusätzlich zahlen. Das entspricht dem Preis eines Erwachsenentickets. Der Monatszuschlag beträgt 35,30 Euro.

Neben den klassischen Fahrrädern können Fahrgäste auch Pedelecs und E-Bikes mitnehmen. In den Nahverkehrszügen, jedoch nicht in Bussen, U- und Straßenbahnen, dürfen auch Räder mitgenommen werden, deren Abmessungen das übliche Fahrradmaß überschreiten. Dazu zählen beispielsweise Tandems.

Die Jusos im Rhein-Sieg-Kreis fordern, die neue Regelung zurück zu nehmen und  Schüler und Studenten nicht zusätzlich zur Kasse zu bitten. "Offensichtlich kapituliert man hier vor dem Problem voller Züge, indem man den einfachsten Weg wählt und die Mitnahme von Fahrrädern möglichst unattraktiv macht. Dem Ziel einer Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel steht diese Entscheidung fundamental entgegen", sagt Juso-Kreisvorsitzender Mario Dahm.

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