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Dauereinsatz für Windecker Wehrmänner

Von Nicolas Ottersbach | |   Blaulicht

Dreimal musste die Feuerwehr Windeck am Wochenende wegen Waldbränden ausrücken. Am Freitagnachmittag brannte über ein Hektar Wald in Höhnrat, einen Tag später fachte das Feuer an einer Baumwurzel wieder auf. In Gierzhagen hatten sich am Sonntag 300 Quadratmeter Wald entzündet.

80 Einsatzkräfte und 20 Fahrzeuge mussten am Freitag mobilisiert werden, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. "Die Flamme schlugen meterhoch, als wir eintrafen", sagte Feuerwehrsprecher Marco Rövenich. Um die Wassermassen in das entlegene Waldstück zu bekommen, richtete Einsatzleiter Bernd Schmidt einen Pendelverkehr mit zehn Fahrzeugen ein. Aus zwei Teichen pumpten die Wehrmänner das Wasser ab und fuhren mehrere Kilometer Waldweg zur Brandstelle. Die gesamte Feuerwehr Windeck und Tankwagen der Feuerwehren Waldbröl und Hennef waren über zwei Stunden im Einsatz. Der steile Hang war völlig verkohlt, das Feuer hatte sogar einen vier Meter breiten Weg übersprungen. "Die starke Hanglage war sehr kräftezehrend", so Rövenich. Mit zwei Wasserwerfern nässten die Wehrmänner das Waldstück abschließend ein, um ein Wiederaufflammen zu verhindern, am Samstagmorgen fing eine Baumwurzel trotzdem wieder an zu brennen.

In Gierzhagen war das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht. "Die 5.000 Liter Wasser in den Tanklöschfahrzeugen reichten aus, ein Pendelverkehr war nicht nötig", sagte Rövenich. Aus Dattenfeld und Rosbach kamen die Wehrmänner

"Menschliches Verschulden ist unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen", sagte Dirk Kreienmeier vom Forstamt, als er die Brandstelle in Hönrath besuchte. Das Feuer ging von einer abgeholzten Windbruchfläche aus, Wanderwege gibt es dort nicht. Bisher seien erst 15 Prozent des üblichen Niederschlags im April gefallen, das trockene Laub sei leicht zu entzünden. "Verursacher kann eine Scherbe sein, in der sich das Licht bündelt", so Kreienmeier, "oder auch eine unachtsam weggeworfene Zigarette". Für die Natur sei das Feuer eine Verjüngung. Alte Bäume und Laub verschwänden und machten den durch die Asche furchtbareren Boden für neue Pflanzen frei.

Surftipp: www.feuerwehr-windeck.de

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