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Tausende Euro Schaden

Einbrecher verwüsten Winterscheider Grundschule und erbeuten iPads

Von Nicolas Ottersbach | | Blaulicht

In mehrere Grundschulen im Rhein-Sieg-Kreis ist am vergangenen Wochenende eingebrochen worden. In Winterscheid nahmen die Täter 25 iPads mit und brachen zahlreiche Türen auf. Der Schaden ist immens. Foto: In die Grundschule Winterscheid wurde in der Nacht auf Sonntag eingebrochen [Nicolas Ottersbach]

An einen normalen Schultag war an diesem Montag in Winterscheid nicht zu denken. Die Polizei sicherte Spuren, zahlreiche Türen im Inneren des Gebäudes waren aufgebrochen. Das, was in der Nacht auf Sonntag passiert war, war nicht zu übersehen: Einbrecher waren über ein Fenster im Erdgeschoss in die Grundschule gegenüber der Kirche eingestiegen. "Sie sind in alle Räume rein und haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen", sagt die Schulleiterin des Grundschulverbunds Schönenberg-Winterscheid, Mareile Schreiber. Um an die Beute zu kommen, rund 25 Tablets und mehrere Hundert Euro Bargeld, brachen sie weitere Schränke auf. Wahrscheinlich wird der Schaden im fünfstelligen Bereich liegen.

Unterricht fiel am Montag aus

Der Unterricht konnte am Montag wegen der Spurensicherung der Polizei und der Verwüstung nicht stattfinden. Am Dienstag soll wieder alles regulär ablaufen. "Wir haben die Spuren erst einmal bedeckt, sodass die Kinder nichts sehen können", erklärt Schreiber. Sie seien verängstigt, genauso wie einige Kollegen. Die Nachwirkungen werden vermutlich auch in den nächsten Wochen noch zu spüren sein. Denn bis die Tablets durch die Versicherung ersetzt werden, kann einige Zeit vergehen. "Wir müssen erst einmal nachweisen, welche Geräte mitgenommen wurden", sagt Schreiber.

Dass der Einbruch schon am Sonntag auffiel, war Zufall, weil eine Mitarbeiterin die Schule besuchte. Eine Alarmanlage hat die Grundschule nicht, und auch in der Nachbarschaft hatte offenbar niemand etwas mitbekommen. Derzeit wird die naheliegende Hauptstraße erneuert, weshalb es kaum Passanten gab, die etwas hätten bemerken können. Die Überwachungskameras haben jedoch funktioniert: Darauf sind zwei vermummte Personen in Kapuzenpullis zu erkennen, die zwischen 2 und 4:15 Uhr die Räume gezielt absuchten. Andere technische Geräte wie Apple TVs ließen sie beispielsweise liegen.

Auch andere Schulen betroffen

Es war nicht der einzige Einbruch in Schulen, wie die Polizei mitteilt. Am Samstagmorgen (23. September) erhielt gegen 2:30 Uhr ein Angestellter der Gemeinde Eitorf über sein Mobiltelefon die Meldung über einen Einbruch in die Grundschule. Derr Mann begab sich daraufhin sofort zu dem Gebäude im Sankt-Martins-Weg. Dort fand er ein Fenster im Erdgeschoss geöffnet vor und verständigte umgehend die Polizei. Diese konnte vor Ort keine Personen mehr in der Schule feststellen. Der oder die Täter hatten den Tatort offenbar wieder verlassen, nachdem sie das Fenster auf unbekannte Weise geöffnet hatten. Ob die Einbrecher im Gebäude waren und ob etwas entwendet wurde, konnte zunächst nicht gesagt werden.

Auch in Neunkirchen-Seelscheid wurde in der Nacht auf Sonntag (24. September) ein Fenster im Erdgeschoss einer Grundschule aufgehebelt. Da dadurch gegen 00:50 Uhr die optische und akustische Alarmanlage das Gebäudes im Ortsteil Wolperath ausgelöst wurde, ließen der oder die Täter nach ersten Erkenntnissen von ihrem Vorhaben ab und flüchteten unerkannt und ohne Beute. Ob die Taten miteinander im Zusammenhang stehen, ist derzeit nicht bekannt. Die Polizei bittet um Hinweise zu den Taten und zum Verbleib der iPads unter 02241/541 3421.

Tablets werden immer wieder gestohlen

Die Vorfälle sind nicht die einzigen in der Region. Derzeit gibt es regelmäßig Einbrüche in Schulen, bei denen Tablets entwendet werden. So gab es beispielsweise viele Einbrüche in Schulen in Langenfeld. Mehr als 600 Tablets und Laptops wurden gestohlen. Einige Geräte konnte die Polizei orten und bis in den arabischen Raum zurückverfolgen. Die Gebäude sind ein beliebtes Einbruchsziel, da mit der Digitalisierung viele Tablets angeschafft wurden. Viele Schulbauten sind so verwinkelt, dass ein geringes Entdeckungsrisiko besteht. So waren in den vergangenen Monaten zum Beispiel auch Schulen in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen-Kreis betroffen.

Kommentare

  • Werner Lieb
    September 27, 2023 um 10:45 am

    Warum werden an vielen öffentlichen Einrichtungen keine Alarmanlagen installiert? Dort wo die anschlugen suchten die Täter das Weite...

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