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Polizei fasst Verdächtige

Jugendbande soll Einbruchserie in Schulen und Kitas begangen haben

Von Nicolas Ottersbach | | Blaulicht

Am frühen Dienstagmorgen (9. Januar) hat eine Ermittlungsgruppe der Kripo Köln Durchsuchungsbeschlüsse in 15 Wohnungen in Leverkusen und einer Wohnung in Niederkassel wegen des Verdachts des bandenmäßigen Einbruchdiebstahls vollstreckt. Die Ermittlungen richten sich derzeit gegen insgesamt 14 junge Männer und eine Frau im Alter zwischen 17 und 22 Jahren. Foto: Im September wurde in die Grundschule in Winterscheid eingebroche [Nicolas Ottersbach]

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, als Bande in unterschiedlichen Konstellationen im Laufe des Jahres 2023 in mindestens 38 Schulen und Kitas im Stadtgebiet Köln und Leverkusen sowie im Kölner Umland (Rheinisch-Bergischer Kreis, Rhein-Sieg Kreis, Kreis Düren, Kreis Mettmann) eingebrochen zu sein. Dazu zählen unter anderem auch Einrichtungen in Ruppichteroth, Neunkirchen-Seelscheid und Hennef.

Beute im Wert von einer halben Million Euro

Dort sollen sie neben Bargeld vor allem Lernmittel wie Tablets und Laptops, in Einzelfällen auch Tresore mit einem Gesamtwert von mindestens 500.000 Euro gestohlen und Sachschäden in Höhe von geschätzten 250.000 Euro verursacht haben. In den Wohnungen, die nun durchsucht wurden, stellten die Beamten unter anderem Tablets, Handys und geringe Mengen Marihuana und Kokain sicher. In einer Wohnung fanden die Ermittler eine Schusswaffe.

Einbruch in Winterscheid im September

Im September waren Einbrecher über ein Fenster im Erdgeschoss in die Grundschule gegenüber der Kirche eingestiegen. "Sie sind in alle Räume rein und haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen", sagte die Schulleiterin des Grundschulverbunds Schönenberg-Winterscheid, Mareile Schreiber. Um an die Beute zu kommen, rund 25 Tablets und mehrere Hundert Euro Bargeld, brachen sie weitere Schränke auf. Der Schaden lag im fünfstelligen Bereich.

Diensthund Sam biss bei Einbruch zu

Die seit Oktober 2023 bei der Polizei Köln eingerichtete Ermittlungsgruppe kam den Tatverdächtigen durch intensive Ermittlungen auf die Spur. In der Nacht auf Donnerstag (5. Januar) hatte Diensthund Sam drei Männer (20, 21, 26) nach einem Einbruch in eine Schule im Stadtteil Immendorf auf frischer Tat gestellt. Dabei erlitten die beiden Jüngeren leichte Bissverletzungen, die anschließend in einem Krankenhaus behandelt wurden.

Gegen 2.45 Uhr war zunächst die Alarmanlage durch die mutmaßlichen Einbrecher ausgelöst worden, nachdem sie die hintere Tür des Gebäudes aufgehebelt hatten. Als wenige Minuten später die ersten Streifenteams an der Gemeinschaftsschule eintrafen, flüchtete das Trio über ein Fenster im Erdgeschoss. Sam nahm sofort die Verfolgung auf und führte seinen Hundeführer (35) ins angrenzende Waldstück, wo sich die Gesuchten im Gebüsch versteckt hatten.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand sollen zumindest zwei der Festgenommenen Teil der Gruppierung sein. Die Ermittlungen dauern an. Inwieweit die Beschuldigten auch für weitere Einbrüche verantwortlich sind, ist derzeit ebenfalls noch Teil der laufenden Ermittlungen.

Kommentare

  • Hans-Jürgen Welke
    January 12, 2024 um 6:48 pm

    Gratulation an die Polizei, für diesen doch recht schnellen Erfolg. Weiter so!

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