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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Falsche Polizisten am Telefon

Von Nicolas Ottersbach | |   Blaulicht

Das Telefon klingelt, auf dem Display steht die "110". Am Apparat ein vermeintlicher Polizist, der den Angerufenen erzählt, dass sie Opfer einer Straftat werden könnten. So beginnt eine neue Betrugsmasche, vor der die Polizei warnt. Foto: Symbolbild [Nicolas Ottersbach]

"Den Angerufenen wird zum Beispiel vorgespielt, dass sie auf einer Liste von Einbrechern stehen und ein Einbruch kurz bevorsteht", heißt es von der Polizei. Zum Schutz vor finanziellen Schäden schlagen die dreisten Betrüger dann vor, Geld und Wertgegenstände zur Sicherheit in Verwahrung zu nehmen. 

Ähnlich ist vor wenigen Tagen eine 78 Jahre alte Eitorferin abgezockt worden. Sie bekam einen Anruf mit der Nummer 110. Der falsche Polizeibeamte erzählte ihr, dass derzeit gegen eine Tätergruppe ermittelt werde, die es auf ihr Konto abgesehen hätte. Mit vertrauenerweckender und ruhiger Stimme brachte der Betrüger die Seniorin dazu, einen fünfstelligen Betrag abzubuchen, einem falschen Polizisten zu übergeben. Er sollte es verwahren und dann wieder in ihrem Beisein einzahlen. Das passierte natürlich nicht.

In der Region hat es in den vergangenen Monaten häufiger solche Betrugsmaschen gegeben. Im Oberbergischen Kreis waren es mehr als 30, in Bonn mehr als 80. Meist geht es um mehrere Tausend Euro. Der bisher höchste Beuteschaden einer einzelnen Tat in Nordrhein-Westfalen lag bei 523.850 Euro.

Das die Täter überhaupt unter dem Deckmantel der "110" Anrufe tätigen können, macht das sogennannte "Call-ID-Spoofing" möglich. Das Verfahren ermöglicht die Anzeige einer frei wählbaren Telefonnummer im Display des Angerufenen mittels Internettelefonie. Tatsächlich agieren die Betrüger aber häufig aus Callcentern im Ausland.

Die Polizei rät

  • Lassen Sie sich den Namen nennen, legen Sie auf und rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an.

  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.

  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür.

  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.

  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.

  • Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.

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