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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Feuerwehr trimmte den Nachwuchs

Von Nicolas Ottersbach | |   Blaulicht

"Es brennt!", schreit der Anrufer in den Hörer. Sofort geht die Alarmglocke im Ruppichterother Feuerwehrhaus. Die Wehrleute lassen alles stehen und rennen die Treppe hinunter in die Umkleide. Einer holt einen Hocker aus dem Spint, stellt sich darauf und greift in das oberste Fach nach dem orangen Helm. Beim Berufsfeuerwehrtag am Wochenende war die Jugendfeuerwehr 24 Stunden auf der Wache und übte Einsätze.

Schon 45 Minuten nach Beginn ging es los für die zehn- bis 18-Jährigen: Bei einem Sturz hatte sich ein Inline-Skater den Kopf zwischen den Sprossen eines Geländers eingeklemmt. Die Metallstäbe zogen die kleinen Wehrleute mit Seilen auseinander. "Das war eine gute Entscheidung", urteilte Ausbilder Siegmar Bröhl. Denn den schweren hydraulischen Spreizer anzusetzen, hätte den Patienten nur beunruhigt.

Für die zehn Szenarien hatten sich die Organisatoren viel Mühe gegeben, um alles möglichst realistisch wirken zu lassen. "Das verlangte uns einiges ab", sagen die Einsatzleiter Per Ketelsen (18) und Marcel Zielinger (17). Bei einem Zimmerbrand in Ifang wurde das komplette Kellergeschoss vernebelt und mit Hindernissen zugestellt. Gerade einmal 50 Zentimeter weit konnten die Jugendlichen sehen. Als Atemschutz trugen sie Masken und hatten einen Rucksack mit Rohren auf den Rücken geschnallt. 

"Erst war alles noch spaßig, dann nahmen wir die Einsätze aber irgendwie richtig Ernst", erzählt Per. "Das machte uns nervös und Fehler passierten", fügt Marcel hinzu. Beim Zimmerbrand wurde ein Verletzter auf der Toillette übersehen. Als es in Köttingen ein offenes Feuer zu löschen galt, wurde erst der falsche Wasserstrahl eingesetzt. "Aber aus den Fehlern lernt man", sagt Per. Bei den nachfolgenden Einsatzbesprechungen wurde nochmal jeder Schritt mit den echten Feuerwehrmännern durchgegangen und Tipps gegeben.

"Zur Berufsfeuerwehr gehören aber nicht nur Einsätze", so Bröhl. Zwar war das Telefon in der Leitstelle 24 Stunden lang besetzt, es wurde aber auch das gesamte Drumherum geprobt. Die zwölf Jugendlichen, darunter zwei Mädchen, gingen einkaufen und kochten gemeinsam, schlugen im Schlafsaal ihre Schlafplätze auf und machten die theoretische und praktische Feuerwehrausbildung. Am Ende der stressigen Stunden war trotz viel Spaß die Erleichterung groß.

Nach 2005 und 2008 war das der dritte Berufsfeuerwehrtag in Ruppichteroth. Man erhoffe sich, dass dadurch viele Jugendliche auch später in die Freiwillige Feuerwehr übergehen, sagt Bröhl. Zwei seien sich sogar schon sicher, richtige Wehrmänner zu werden.

Auf der Internetseite der Feuerwehr gibt es nochmal alle Einsätze samt Fotos im Überblick.

Surftipp: www.feuerwehr-ruppichteroth.de

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