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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Geheimdienste spionierten Cetel aus

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Die Bespitzelung der ausländischen Geheimdienste NSA und GHCQ betrifft auch das Unternehmen Cetel aus Ruppichteroth. Wie das Magazin Spiegel berichtet, taucht der Kommunikationsspezialist in geheimen Dokumenten auf. Der britische GHCQ soll Cetel ausgeschnüffelt haben. "Was genau abgehört wurde, wissen wir selbst nicht", sagt Geschäftsführer Guido Neumann.

Cetel hat seine weltweite Zentrale im Ruppichterother Gewerbegebiet Nord, von wo aus große Antennen auf Satelliten in der Erdumlaufbahn gerichtet sind. So werden Datenaustausch und Telefongespräche in abgelegenen und bisher schlecht erschlossenen Regionen möglich gemacht. "Hauptsächlich bedienen wir Kunden in Asien, dem mittleren Osten und Afrika", sagt Neumann.

Dieses Geschäftsfeld teilen sich auch die Unternehmen Stellar und IABG, sie tauchten ebenfalls in den geheimen Dokumenten auf. Über die Überwachung deutscher Unternehmen war bisher nichts Konkretes bekannt geworden.

Zu den Kunden zählen neben Regierungen auch Ölplattformen und Diamantenminen. Um eine sichere und schnelle Kommunikation sicherzustellen, sind Cetel und die anderen Firmen direkt an die schnellen Internet-Backbones, das Rückgrat des Internets, angebunden. Dort fängt das britische Spionageprogramm "Tempora" einen Großteil des Internetverkehrs ab, speichert ihn bis zu 30 Tage lang und forscht ihn aus. Ein Ziel soll gewesen sein, sich "umfangreiches Wissen über zentrale Satelliten-IP-Dienstleister" in Deutschland zu verschaffen.

Aber neben diesem bereits bekannten Motiv habe es laut Spiegel ein weiteres gegeben: Die Identifikation von Kunden der Firmen, der verwendeten und sich in Planung befindlichen Technik. Ein wirtschaftlich relevanter Faktor.

Guido Neumann geht davon aus, dass die Abhöraktion schon vier bis fünf Jahre zurückliegt. "Anhand der wenigen Informationen, die wir haben, können wir darauf schließen", sagt er. Wie es die Amerikaner genau schafften, die Kommunikation von Cetel mitzuhören, weiß Neumann nicht. Ihm sei klar, dass normale Mails leicht abgefangen werden könnten. "Aber bei uns ist das schon schwieriger, wir haben modernste Sicherheitsmechanismen." Mit entsprechenden Ressourcen seien aber auch solche Hürden zu überwinden.

Mit den deutschen Behörden gibt es im Telekommunikationsgesetz ein Abkommen, bei dem relevante Datensätze bei entsprechendem strafrechtlichen Verdacht ausgeliefert werden.

Kommentare

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Monique Müller  13.05.2014 07:10

Achim Seuthe hat so recht, je bunter die Gemeindevertretung ist, um so demokratischer sind alle Entscheidungen. Und das ist gut so.

Jetzt stehen Kommunalwahlen und Europa an, dafür müssen wir Entscheidungen treffen.


 
Andreas Rottka  24.04.2014 18:05

Ich frage mich nur, was bei den anderen Farben der zu wählenden Parteien so viel besser sein soll. Ändern wird sich auch dann nix, wenn es hier Rot, gelb oder Grün werden sollte...


 
Bernhard Amann  24.04.2014 16:42

Es ist traurig dass wir ausspioniert werden, von Freunden? Wer aber kann was dagegen tun, die Mutti mit Gefolgsleute? Nein, wir selbst.

 

Müssen wir alles ins Netz stellen, zum Beispiel Kontendaten usw. Müssen wir alles bei Amazon, oder wie diese Versandhändler auch immer heißen mögen, bestellen. Dabei den örtlichen Kleinhandel zerstören und sich dabei selbst gläsern gestalten. Die Politiker (egal wo sie sind), verhalten sich weiter wie Tauben. Sind sie unten (vor der Wahl), fressen sie Dir aus der Hand. Sind sie oben (nach der Wahl) schei.... sie Dir auf den Kopf.

 

Egal welche Farbe sie dabei vertreten. Ist eine Wahl vorbei, werden zuerst im Eilverfahren die Diäten kräftig angehoben. Dann kommen die Lobbyisten die zum Teil die erforderlichen Gesetze machen die dann von den abhängigen Abgeordneten abgenickt werden müssen. Sonst Parteispendenverlust. Der Wähler aber, kann sich notfalls den Kitt aus den Fenstern kratzen und dann seinem Speiseplan hinzufügen.

 

Dann wird mit den Steuergeldern umher geworfen und später dem Wähler eingeflößt, er sei doch selber Schuld, warum hat er diese gewählt? Viele unserer Politiker sind daran Mitschuld (egal welcher Partei), weil sie vermutlich ihren Eid so geschworen haben: "Ich schwöre mich an der Bundesrepublik treu zu bedienen, so war mit Gott helfe". Es ist nicht Viertel nach Zwölf, sondern bereits mehrere Stunden danach.


 
Bernd A. Rosbund  23.04.2014 12:58

Ich schließe mich dem Artikel von A. Seuthe vollinhaltlich an.

 

Hier ist die Regierung Merkel aufgefordert endlich zu handeln. Es kann nicht sein, dass wir von einem beispiellosen Spionagenetz überzogen werden und die NSA baut in Wiesbaden-Erbenheim ihre Deutschland-Zentrale neu, die sich bisher im Dagger-Komplex in der Nähe von Darmstadt, zum großen teil unterirdisch, befand.

 

Wir sind kein Anhängsel der USA oder eines anderen "befreundeten" europäischen Staates. Hier ist mittlerweile alles aus dem Ruder gelaufen.

 

Das beste Beispiel ist das sog. Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) auf europäischer Basis. Die Verträge kennt noch nicht einmal die Merkel-Regierung.

 

Liebe Leute es ist schon ein Viertel nach Zwölf. Werdet wach. Weg mit der X-Box, RTL und BILD. Denkt!

 

Bernd A. Rosbund, Ruppichteroth


 
A. Seuthe  20.04.2014 00:14

Mein Gott, wenn ich so etwas lese bin ich zutiefst betroffen. Nicht nur unsere ewig hungrigen Finanzbehörden spionieren uns aus. Sogar unsere "Waffenbrüder" diese englischen und amerikanischen Freunde (Zecken?) stricken auch noch an diesem klebrigen Netz der Informationsbeschaffung. Ich bin derart erschüttert.

 

Dabei sind wir doch wohl ein souveräner Staat, eingebunden als gleichberechtigtes Mitglied in Nato, G 17, G 18, und weiß der Teufel in was noch G - meinschaften. Viele wissen um der Missstände, aber keiner (auch Mutti nicht) ist willens etwas an den Dingen zu ändern. Wir sollten eine Regierung haben die unsere (theoretische) Souveränität klar definiert und unseren "Freunden" klar macht das man mit uns nicht den "Molli" machen kann.

 

Wer hat das oben genannte "Telekommunikationsgesetz" mit unseren "Freunden" beraten, beschlossen und durch den Bundestag gescheucht und dort abnicken lassen? Hallo, gibt es hier noch interessierte Mitbürger? Die dann auch noch zur Wahl gehen um Dinge zu ändern? Und sich vorher auch noch informieren? Die keine schönen, Photoshop gestylte bekannte Gesichter wählen, sondern Programme und Ziele?

 

Leev Lück, geht zur Wahl, seid mutig und verleiht eurer Meinung eine Stimme. Wir alle haben nichts zu verschenken. No more Klüngel und Mauschel. Nur nicht SCHWARZ sehen. Bringt mit eurer Stimme wieder Farbe in unsere Gemeinde. Demokratie und Meinungsbildung beginnt in der Kommune, zu Hause, in unserem Ruppichteroth - Schönenberg - Winterscheid. Starke Kommunen für ein starkes NRW und einen starken Bund.

 

Ein frohes Osterfest und guten Mut zu einer guten Wahl

Euer A. Seuthe


 

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