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Durch die roten Felsen Utahs

Kai Reinl startete bei der Ironman-Weltmeisterschaft in den USA

Von Nicolas Ottersbach | | Magazin

Der Ruppichterother Tischlermeister und Triathlet Kai Reinl hat sich mit den Besten bei der Ironman-Weltmeisterschaft in den USA gemessen. Dabei gab es Schläge und schöne Aussichten. Zugleich war es sein vorerst letzter Leistungs-Wettkampf. Fotos: Kai Reinl bei der Ironman-Weltmeisterschaft in Utah [Privat]

Das Ironman-70.3-Rennen besteht aus 1,9 Kilometern (1,2 Meilen) Schwimmen, 90 Kilometer (56 Meilen) Einzelzeitfahren und 21,1 Kilometern (13,1 Meilen) Laufen. Der Name leitet sich aus der Summe der Einzeldistanzen von 70,3 Meilen (113 Kilometern, eine Landmeile sind exakt 1609,344 Meter ab. Für die Weltmeisterschaft in Utah hatte sich Reinl im vergangenen Jahr beim Ironman Italy in Cervia qualifiziert.

Der Renntag in den USA begann mit fünf Grad Außen- und 17 Grad Wassertemperatur ziemlich kalt. Durch das Training in der Aggertalsperre war das aber kein größeres Problem. Auf der Schwimmstrecke war es trotz Rolling-Start teilweise sehr eng und es wurde ordentlich ausgeteilt. Reinl wurde sogar einmal komplett überschwommen und ihm die Schwimmbrille aus dem Gesicht geschlagen. Trotz der Hindernisse kam er nach für ihn ordentlichen 40 Minuten aus dem Wasser.

Atemberaubende Ausblicke

Danach folgte auf dem Rad der schönste Teil des Rennens durch die roten Felsen Utahs. "Eine welliger Kurs mit teilweise atemberaubenden Ausblicken", so Reinl. Vor der abschließenden 15 Kilometern langen Abfahrt in die zweite Wechselzone ging es sogar durch den Snow Canyon State Park bis zum höchsten Punkt der Strecke. Die 90 Kilometern mit 1100 Höhenmetern legte er in 2:50 Stunden zurück.

Nach dem Wechsel in die Laufschuhe merkte Reinl ziemlich schnell, dass er an diesem Tag nicht die besten Beine hatte. Also drosselte er das Tempo und genoss den Halbmarathon, der durch die Straßen der Stadt und über einen Golfplatz führte, so gut es ging. Den mit 250 Höhenmetern gespickten Laufkurs bewältigte er in 1:52 Stunden. Belohnt wurde er nach gesamt 5:30 Stunden durch den unvergesslichen Zieleinlauf und die Weltmeisterschaftsmedaillie. Begleitet wurde er von seiner Frau Susanne Reinl, die ihn wie immer bestmöglich unterstützte.

Auch im Bergischen unterwegs

Kai Reinl setzt auch in seiner bergischen Heimat zu sportlichen Höchstleistungen an. Im Juni 2020 packte er eine deutlich längere Strecke beim selbst erfundenen Holzwurm-Triathlon. Eigentlich wollte Reinl damals beim Ironman-Lauf in Frankfurt starten. Wegen der Coronakrise musste das Massenevent allerdings ausfallen. Für Reinl wäre das ganze Training dann umsonst gewesen. Am Ende meisterte er die 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen. Eine Strecke von Ruppichteroth bis nach Bielefeld, die man mit dem Auto in zweieinhalb Stunden schafft. Reinl brauchte etwas mehr als elf Stunden.

Jetzt ist Zeit für Frau und Entspannung

"Ich werde jetzt nicht vom Sport zurücktreten, aber wieder eher zum Hobbysportler werden", sagt Kai Reinl. Vier Jahre habe er sich intensiv als Triathlet betätigt, was sich durchaus gelohnt habe und schön gewesen sei. "Nun will ich mehr Zeit mit meiner Frau verbringen und ein bisschen entspannen." Aber er kann sich vorstellen, in ein paar Jahren nochmal durchzustarten.

Kommentare

  • Jupp 16.11.2022 um 10:12

    Gratulation Kai! Wahnsinns Leistung!

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