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Polizei sucht Zeugen

Mit Steinen Kirchenfenster in Winterscheid eingeschmissen

Von Nicolas Ottersbach | | Blaulicht

Unbekannte haben mit Steinen ein Fenster der katholischen Kirche in Winterscheid eingeworfen. Foto: In den Bleifenstern sind mehrere Löcher zu sehen [Polizei]

Wie die Polizei mitteilt, wurde im Zeitraum zwischen Donnerstag (27. April), 18 Uhr, und Donnerstag (4. Mai), 12 Uhr, eine Bleiglasscheibe der Kirche an der Hauptstraße in Winterscheid beschädigt. Mutmaßlich warfen bislang unbekannte Täter mit Steinen gegen das Fenster, wodurch es nicht unerheblich beschädigt wurde. Die Sachschadenshöhe wird sich vermutlich auf mehrere Tausend Euro belaufen. Die Polizei bittet: Wer Hinweise zu den unbekannten Tätern der Sachbeschädigung geben kann, meldet diese unter 02241/541-3421.

Kirche ist schon viele Hundert Jahre alt

Die Existenz der Winterscheider Kirche ist spätestens mit einer päpstlichen Urkunde aus dem Jahre 1131 nachgewiesen, der bestehende Turm wird dem 12. Jahrhundert zugeschrieben. Vermutlich um die Zeit des beginnenden 16. Jahrhunderts wurde das ursprünglich einschiffige, etwa 18 mal fünf Meter messende romanische Langhaus um zwei rund 2,50 Meter breite, aber deutlich niedrigere Seitenschiffe ergänzt, die vom Hauptschiff durch eine Säulenreihe abgegrenzt waren. Wie es in den Winterscheider Heimatblättern heißt, dürfte infolge des Dreißigjährigen Krieges die Kirche so weit verfallen gewesen sein, dass von 1676 bis 1685 umfangreiche Sicherungs- beziehungsweise Neubauarbeiten notwendig waren.

Ab 1765 erfolgte wiederum eine Neugestaltung der Kirche, die mit dem Abbruch des Ostteiles des Langhauses und seiner Verlängerung um 13 Meter begann. Das Langhaus in seiner heutigen Form stellte man 1781 fertig[10][11]. Schließlich wurden die westlichen Teile der Kirche um den Turm auf den alten Fundamenten neu errichtet, was 1785 abgeschlossen werden konnte. Während dieser Bauphase richtete man auch die alte, teilweise eingestürzte Kirchhofmauer her und ergänzte sie 1772 um sieben steinerne „Fußfälle Jesu“, von denen heute noch drei an der Nordwestseite der Kirche erhalten sind. 1832 erhielt die Kirche eine Galerie und eine – gebrauchte – Orgel, die 1864 erweitert wurde. Der Kölner Maler Johannes Greferath malte 1929 den Innenraum aus, Mitte der 1970er Jahre entstand der Neubau einer Sakristei an der Nordostecke des Kirchenbaus.

1973 wurden einige noch vorhandene historische Grabkreuze aus dem 17. und 18. Jahrhundert wieder auf dem die Kirche umgebenden Gelände aufgestellt. Hier befindet sich auch eine kleine Lourdes-Grotte.Im Jahre 1981 wurde der Bau vollständig restauriert

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