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Seniorin fiel auf Trickbetrüger rein

Von Nicolas Ottersbach | |   Blaulicht

Wieder sind Trickbetrüger unterwegs: Am Dienstag erhielt eine 65-jährige aus Russland stammende Lohmarerin einen "Schockanruf" von einer weinenden Frau, die vorgab, ihre Schwiegertochter aus Sibirien zu sein. In russischer Sprache teilte die Anruferin mit, sie läge im Krankenhaus und hätte einen Unfall verursacht, bei dem ein Mädchen schwer verletzt worden wäre. Anschließend meldete sich ein angeblicher Rechtsanwalt, der ebenfalls in russischer Sprache 30.000 Euro von der Lohmarerin für die Behandlung des verletzten Kindes forderte. In dem Fall würden die Eltern des Mädchens von einer Strafanzeige absehen. Die 65-Jährige glaubte die Geschichte und bot eine Summe von 5000 Euro an.

Daraufhin wurde ein Kurier avisiert, der das Geld abholen würde. Tatsächlich erschien wenig später ein Mann, der das Geld entgegennahm und sogar eine Quittung unterzeichnete. Der Kurier wird als 25 bis 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß beschrieben. Er ist schlank und trägt mittellange dunkle Haare. Bekleidet war er mit einer schwarzen Mütze, schwarzer Jacke und schwarzer Hose. Als die Lohmarerin später ihre Schwiegertochter anrief, stellte sich heraus, dass es keinen Unfall gegeben hatte und die 5000 Euro nun im Besitz von unbekannten Betrügern sind.

Eine andere Geschichte tischte ein Telefonbetrüger am selben Tag einer 77-jährigen Seniorin auf, die ebenfalls in Lohmar wohnt. Dort meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter des Amtsgerichtes und kündigte die Pfändung des Kontos der Frau an, da sie einen Vertrag aus einem Telefon-Gewinnspiel nicht eingehalten habe. Zur Abwendung der Pfändung sollte die Seniorin 5000 Euro auf ein bestimmtes Konto überweisen. Die Forderung wurde in einem zweiten Anruf von einer Frau, die sich als Staatsanwältin ausgab, noch untermauert. Die Anruferin drohte sogar mit dem Gerichtsvollzieher. Als die Lohmarerin bei ihrer Bank die geforderte Überweisung tätigen wollte, schöpften die Bankmitarbeiter Verdacht und rieten der Kundin dringend davon ab. Damit wurde die Seniorin davor bewahrt, Opfer der Trickbetrüger zu werden.

Die Polizei warnt vor diesen Telefonbetrügern, die mit immer neuen Geschichten vorwiegend russisch stämmige Senioren um ihr Erspartes bringen wollen. Wer Opfer eines solchen Anrufs war, wird gebeten, sich bei der Polizei unter 02241/5410 zu melden, auch wenn es nicht zu einem Schaden kam.

Kommentare

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Monique Müller  23.02.2013 17:51

Es ist wirklich kaum zu glauben, das es noch immer Menschen gibt, die auf eine derartige Tour hereinfallen. Das Mindeste wäre der Anruf bei der verunglückten Person. Und russisch sprechende Anrufer würden bei mir (wenn ich Aussiedlerin wäre) alle Alarmglocken in Wallung bringen. Der 2. Anruf wäre bei der Polizei! Wenn man erwachsene Kinder hat, der 3. Anruf!


 

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