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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Inzidenz steigt weiter an

Vorerst keine Corona-Notbremse im Rhein-Sieg-Kreis

Von Nicolas Ottersbach | | Magazin

Der Rhein-Sieg-Kreis fällt ab Montag noch nicht unter die Corona-Notbremse, die das Land NRW am Freitag für 31 Kreise und kreisfreie Städte per Allgemeinverfügung angeordnet hat. In Ruppichteroth gibt es mittlerweile sechs Corona-Teststellen. Die Impfungen in Arztpraxen starten am 18. April. Foto: Symbolbild [Pixabay]

Die Corona-Notbremse wird dann gezogen, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen mindestens drei Tage in Folge über dem Wert von 100 liegt. Im Rhein-Sieg-Kreis ist das noch nicht der Fall, der Wert ist Stand Samstag bei 105,4. Am Freitag lag er erstmals über 100. Da bei der Bewertung nur Werktage zählen, muss der Inzidenzwert also bis Dienstag in diesem kritischen Bereich bleiben, damit der Kreis entsprechende Maßnahmen umsetzen muss.

Hier gibt es die aktuellen Zahlen im Corona-Dashboard für den Rhein-Sieg-Kreis.

Corona-Maßnahmen auf dem Prüfstand

Der Landrat Sebastian Schuster hat mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern verabredet, dass mögliche Maßnahmen bis Dienstagmorgen geprüft werden. Laut Schuster müsse man sich nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts die "Lage kommunenscharf anschauen". Er könne keine kreisweite Verfügung erlassen, wenn in einzelnen Gemeinden oder Städten die Werte extrem niedrig seien. Eine nächtliche Ausgangssperre in ländlichen Gebieten mache "überhaupt keinen Sinn", die Situation dort könne man nicht mit innerstädtischen wie in Troisdorf vergleichen.

Es ist davon auszugehen, dass die Inzidenz weiter steigen wird, was vor allem an der britischen Virus-Mutation liegt. Der Anteil der Virusvarianten an allen Neuinfektionen der letzten sieben Tage beträgt bis zu rund 56 Prozent. Im Rhein-Sieg-Kreis sind insgesamt 17.439 Personen positiv auf SARS CoV2 getestet worden, wovon 111 Neuinfektionen sind. In Ruppichteroth gibt es aktuell 31 Infizierte. Vor einer Woche lag die Zahl über 40, danach kurzzeitig unter 30.

„Wir sind uns darüber im Klaren, dass auch der Rhein-Sieg-Kreis nahe an der sogenannten Corona-Notbremse steht“, sagt Schuster. „Ich werde deshalb gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der kreisangehörigen Städte und Gemeinden in der kommenden Woche überlegen, wie wir im Fall des Falles dann von den neugeschaffenen Test-Optionen Gebrauch machen können, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.“ Der Rhein-Sieg-Kreis hat zum jetzigen Zeitpunkt bereits 142 Bürger-Testzentren beauftragt.

Sechs Schnelltest-Stellen in Ruppichteroth

In Ruppichteroth gibt es aktuell sechs Stellen, an denen jeder Bürger einmal pro Woche einen kostenlosen Corona-Schnelltest machen kann: Die niedergelassenen Hausärzte Dr. Berger (Ruppichteroth), Dr. Laurent (Ruppichteroth, Dr. Broich (Winterscheid) und Dr. Zelder (Retscheroth). Allerdings sind dort die Kapazitäten begrenzt. Zudem bieten die Zahnärzte im Zahn-Karree (Schönenberg) sowie das Corona-Testzentrum (Ruppichteroth) die Schnelltests an. Wer gar nicht erst aus dem Auto aussteigen möchte, kann sich auch beim DRK in Windeck-Rosbach testen lassen: Dort gibt es seit einigen Tagen einen Schnelltest-Drive In am Freibad in Rosbach.

Bis Freitag haben im Rhein-Sieg-Kreis 83.483 Personen die Erst- und Zweitimpfung erhalten. Davon 34.076 Personen im Impfzentrum des Rhein-Sieg-Kreises in der Asklepios-Klinik in Sankt Augustin. Ab dem 18. April sollen die Impfungen in Arztpraxen möglich sein. Apotheken werden dann laut Kassenärztlicher Vereinigung (KV) 20 bis 30 Impfdosen an jene Hausärzte ausliefern, die sich mit ihren Praxen registrieren und an das digitale Netzwerk der KV anschließen. Die Ärzte müssen dann die betroffenen Patienten registrieren und dabei die Auswahl der Patienten begründen.

79-Jährige ab 6. April

Ab dem 6. April gibt es Impfangebote für die nächsten Priorisierungsgruppen im Kreis. Anders als bei der ersten Impfgruppe der über 80-Jährigen werden die Menschen nun jahrgangsweise angeschrieben. Im ersten Schritt sind zunächst die 79-Jährigen dran. Anschließend folgen die weiteren Jahrgänge. So soll es nicht erneut zur Überlastung der Telefon-Hotlines kommen. Wer eine Benachrichtigung erhalten hat, kann dann unter www.116117.de oder telefonisch unter 0800/11611701 einen Termin vereinbaren. Auch bei der nächsten Impfstufe wird der Kreis die vom Land eröffnete Möglichkeit der Impfung von Personen mit Vorerkrankungen nicht anbieten können.

Korrektur: In einer früheren Version des Artikels schrieben wir, dass die Bröltal-Apotheke Schnelltests anbietet. Das stimmt nicht.

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