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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Wäschereiauto wurde zum Einsatzwagen

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Zwei echte Schätzchen hat die Firma Gebrüder Willach der Feuerwehr Ruppichteroth vermacht: Einen Ford aus 1973 und einen Borgward aus dem Jahre 1953. "So gut sah mein alter Golf II selbst zu besten Zeiten nicht aus", staunte Bürgermeister Mario Loskill bei der offiziellen Übergabe. Die beiden Oldtimer der ehemaligen Betriebsfeuerwehr werden vorerst nur zu Schauzwecken über die Gemeindestraßen fahren.

In Erinnerungen schwelgte Wehrleiter Ferdi Lückerath, als er die Schlüssel zu den zwei Feuerwehrautos in der Hand hielt. "Das war unser erster Rüstwagen", erzählte er über den Borgward. Damals hatte die Gemeindefeuerwehr nämlich noch keinen eigenen. Regelmäßig wurde sie von der Betriebsfeuerwehr unterstützt, die im eigenen Werk nur wenig zutun hatte. So erklären sich auch die geringen Laufleistungen: 52.000 Kilometer stehen beim Borgward auf dem Tacho, 57.000 beim Ford.

Mit viel Liebe und Engagement bauten Mitarbeiter die tonnenschweren Fahrzeuge für ihr zweites Leben bei der Feuerwehr um. Kaum zu glauben, dass der Ford mal ein Wäschereiauto war. "Für die seitliche Rollschranktüre hatten wir die komplette Seite aufgeschnitten, alles musste neu angepasst werden", erzählt der 55-jährige Abteilungsleiter Hans-Dieter Rösgen über das Spritzenfahrzeug. Zusätzlich brachte man an der Stoßstange eine Kreiselpumpe an, die auch heute noch läuft. Im Borgward wurden früher Soldaten transportiert, im Laderaum liegen jetzt Äxte, Schläuche und anderes Einsatzzubehör.

Für die heutigen Einsatzbetrieb sind die beiden Oldtimer nicht geeignet. "Die funktionieren zwar einwandfrei, aber sie haben Sicherheitsmängel", erlärte Löschzugführer Claus Müller. Allein die fehlenden Sicherheitsgurte sind ein Problem, denn bei Feuerwehrfahrzeuge gibt es keine Gnadenregelung für Oldtimer. In den nächsten Wochen kommen Spezialisten vom Institut der Feuerwehr NRW aus Münster, um die rot-weißen Schmuckstücke auf Herz und Nieren zu prüfen. Geschäftsführer Jens Willach gab noch einen Scheck dazu. "Damit die Pflege nicht zu kurz kommt", sagte er. Die werden die Oldies auch brauchen. Denn für das Feuerwehrfest im August sind sie schon fest eingeplant. Dann sollen sie die Besucher durch die Lande kutschieren.

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