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Winterscheider Mühle: 400.000 Euro geboten

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Die Winterscheider Mühle wird zum Gemeindehaus, wenn die "Freien Evangeliumschristen" aus Hennef den Zuschlag bekommen. Beim fünften Versteigerungstermin im Siegburger Amtsgericht boten sie erst 200.000, dann 400.000 Euro für das Areal im Derenbachtal. Bis zum 29. April will die Hauptgläubigerin Kreisparkasse Köln entscheiden, ob das Gebot angenommen wird, so Pressesprecher Christoph Hellmann. Am gleichen Tag möchten sich die Evangeliumschristen dem Ruppichterother Gemeinderat vorstellen.

Zwar gab es weitere Verhandlungen vor der Tür, am Ende war es aber das einzige Gebot, das innerhalb der halben Stunde Bietzeit abgegeben wurde. Bei der vierten Versteigerung im Oktober hatte ein Bauunternehmen wollte ein Bauunternehmer 500.000 Euro zahlen, was aber als zu gering abgelehnt wurde. Damals galt noch eine Fünf-Zehntel-Grenze, deshalb lag das Mindestgebot bei einer Million Euro. Der Verkehrswert der Winterscheider Mühle wurde von 3,16 Millionen auf zwei Millionen Euro gesenkt. Die Grundschuld liegt bei 4,4 Millionen Euro. Eine Grundsteuerschuld von 100.000 Euro gibt es noch bei der Gemeinde Ruppichteroth.

"Es ist ein spezielles Objekt", sagte Pressesprecher Hellmann. Vor allem der Investitionsstau in den vergangenen fünf Jahren Leerstand sei nicht spurlos am Gebäude vorbeigegangen. Ob man an die Evenageliumschristen verkaufe, müsse man nun intern klären. "Nicht nur die Höhe des Gebots ist entscheiden, das Konzept muss auch zukunftssicher sein", sagte er. Schade findet Hellmann, dass das Traditionshaus wohl kein reines Hotel mit Gastronomie beherbergen wird.

Auch Bürgermeister Mario Loskill trauert den alten Zeiten ein wenig hinterher. "Aber wir sind froh, dass jemand die Winterscheider Mühle haben möchte", so Loskill. Denn der Komplex verfalle immer mehr. Ein Wachmann schützt schon seit langem vor Diebstahl und Vandalismus. Heutzutage ziehe es die Messebesucher in den Speckgürtel rund um Köln. Auch die mittlere Größe der Mühle sei nicht mehr angemessen. Entweder baue man Riesenhotels, oder ganz kleine.

Die "Freien Evengeliumschristen" haben ihr Gemeindezentrum bisher an der Frankfurter Straße in Hennef. Dort treffen sich die etwa 300 Mitglieder, meist Spätaussiedler, regelmäßig.

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