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Wird das Hoverbachtal Naturschutzgebiet?

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Soll das Areal "Auf der Scheidhecke und Hoverbachtal" erweitert und als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden? Wenn es nach dem Beirat der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises geht, lautet die Antwort nein. Zunächst soll mit den Grundstückseigentümern gesprochen werden. Foto: Ein Teich im Hoverbachtal, den der Rhein-Sieg-Kreis gekauft hat und pflegt. [Nicolas Ottersbach]

Die Initiative kam von der Höheren Naturschutzbehörde der Bezirksregierung Köln. Dort will man eine ohnehin nötige Verlängerung des 20 Jahre alten Schutzstatuses, der noch in diesem Jahr ausläuft, nutzen, um das Gebiet zu erweitern. Bisher ist der westliche Teil bereits als Naturschutzgebiet ausgewiesen, der Rest ist Landschaftsschutzgebiet.

Das wiederum löste Kritik im Beirat aus. Vor allem Vertreter der Landwirtschaft und Waldbauern äußerten Bedenken. Sie befürchteten, dass Grundstücke nach der Umwandlung zum Naturschutz wesentlich weniger wert seien. An einem runden Tisch soll nun zunächst mit den Eigentümern gesprochen werden.

Neben den üblichen Verboten in Naturschutzgebieten sind in der geplanten Verordnung der Höheren Naturschutzbehörde auch die nicht betroffenen Tätigkeiten aufgeführt. Land- und forstwirtschaftliche Nutzung in bisheriger Art und Umfang sowie die Jagd und andere durch Bestandsschutz gesicherte Nutzungen seien demnach weiterhin erlaubt. Die Grundstücksbesitzer haben sogar die Möglichkeit, Fördergelder in Anspruch zu nehmen.

Naturschutzgebiet Hoverbachtal

Das geplante Naturschutzgebiet umfasst primär das Bachtal des Hoverbaches mit seinen Nebenarmen sowie ehemalige Abbauflächen. Bei dem Bachtal handelt es sich überwiegend um feuchte bis nasse Wiesen, Erlensumpfwälder und Brachflächen, in denen der Hoverbach und seine Zuläufe fließen. Eingestreut sind kleinere Teiche.

Einzelne Flächen im Hoverbachtal wurden in den letzten Jahren von der Natur­schutzbehörde erworben und ökologisch aufgewertet.

Bei den ehemaligen Abbauflächen handelt es sich zum einen um ehemalige Kalk-und Grauwackesteinbrüche und zum anderen um Relikte früherer unterirdischer Abbautätigkeit wie Halden und Stollen. Diese werden überwiegend als Naturschutzflächen gepflegt oder sind bewaldet. Der große Stein­bruch an der Bröltalstraße wird als Biotop gepflegt, der Kalk­steinbruch östlich von Schönenberg von der Naturschutzbehörde. Die übrigen Flächen liegen im Randbereich des Talraumes und werden teilweise landwirtschaftlich, teilweise forstwirtschaftlich genutzt oder liegen brach, weil das Gelände zu steil ist.

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