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Wohnraummangel trifft Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Knapp 150 Besucher kamen zum Fachtag "Wohnen für alle!" in Sankt Augustin. Diskutiert wurde über den Wohnungsmangel im Rhein-Sieg-Kreis.

Die im „Bündnis Wohnen“ für den Rhein-Sieg-Kreis zusammengeschlossenen Wohlfahrtsverbände hatten Teilnehmer aus Kommunalverwaltung und Kommunalpolitik, Vertreter aus der Bauwirtschaft und der Wohlfahrtspflege, Wissenschaftler und Berater eingeladen, um Lösungsansätze für ein gesellschaftliches Problem zu diskutieren, das längst auch im Rhein-Sieg-Kreis angekommen ist.

"Die Arbeiterwohlfahrt Bonn/Rhein-Sieg und die anderen Verbände eint die Sorge, dass der zunehmende Wohnungsmangel im Rhein-Sieg-Kreis das Sozialgefüge in den Kommunen gefährdet", machte AWO-Geschäftsführer Franz-Josef Windisch deutlich. "In den Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände gehört es inzwischen zur täglichen Praxis, dass von einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum besonders Menschen mit geringem Einkommen und mit 'Handicap' betroffen sind." Hier setze die Rolle der im "Bündnis Wohnen" Rhein-Sieg zusammen geschlossenen Verbände an, die sich besonders als Lobby derjenigen Menschen verstehen, die sich allein oft kein Gehör verschaffen können. Längst fänden aber auch Normalverdiener kaum noch eine passende und bezahlbare Wohnung.

Viele unterschiedliche Aspekte und Anforderungen an den Wohnungsmarkt waren beim Fachtag aufzuarbeiten. Nach einer Podiumsdiskussion schlossen sich Arbeitsgruppen an, bei denen auch das Thema „Wohnen im Alter“ und die Arbeit der Awo-Wohnraumberatung eine wesentliche Rolle spielten.

"Der Rhein-Sieg-Kreis wächst. Gutachten zeigen, dass bis zum Jahr 2030 bis zu 30.000 zusätzliche Wohneinheiten im Rhein-Sieg-Kreis benötigt werden", erläutert Windisch. "Am härtesten trifft der Wohnraummangel dabei Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen." Hinzu kommt ein nicht unbeachtlicher ökonomischen Nebeneffekt für die Kommunen im Kreis: "Die Mieten im öffentlich geförderten Wohnungsbau sind gedeckelt. Dort, wo die Kommunen diese Mieten zum Beispiel für Sozialgeld-Empfänger als Kosten der Unterkunft bezahlen müssen, fahren sie deutlich besser damit als Eigentümern frei finanzierter Wohnungen deutlich höhere Mieten zu bezahlen. Beim öffentlichen Wohnungsbau auf der Bremse zu stehen ist für Kommunen also auch ökonomisch nicht sinnvoll."

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