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Bergische Heimatkrippe zum letzten Mal

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Erstmals 1991 kam der Ruppichterother Bürgerverein auf die Idee, die Bergische Heimatkrippe von Alois Müller auf dem eigenen Weihnachtsmarkt öffentlich zu zeigen. "Da wohnte ich noch im Oberdorf, für die Besucher war das also ein Katzensprung", erzählt Müller. Seit er in Hambuchen lebt, steht die Krippe im separaten Gartenhaus. Jetzt schließen Alois Müller und Vera Symanski die Heimatkrippe: Diesen Sonntag, 13. Januar, gibt es dafür ein kleines Fest. Um 16 Uhr geht es los, singen wird der Mädchenchor des Theresien-Gymnasiums. Foto: Alois Müller und Vera Symanski

Über die Jahre wurde sein Modellbauparadies im Maßstab 1:16,5 immer beliebter, mehr als 6000 Besucher kamen vorbei. Aus der ursprünglichen Krippe mit dem Jesuskind wurden 20 einzelne Stationen, darunter die alte Ruppichterother Synagoge, eine Mühle oder auch die Kapelle von Weeg. "Ich brauche jedesmal mehrere Wochen, um alles wieder aufzustellen", sagt Müller. Denn zum Ende der Weihnachtszeit wird die Krippe abgebaut und fein säuberlich verstaut. Davon habe er nach 21 Jahren genug.

Die liebevollen Bauten wurden in dieser Zeit weit über die Grenzen Ruppichteroths bekannt. Eintritt kassierte Müller nie, stattdessen bat er um Spenden für wohltätige Zwecke. Die Kinderklinik St. Augustin, das Projekt "Kinder in Mosambik", die Deutsch-Laotische Freundschaftsgesellschaft, Lebenskreis e.V., die Ruppichteroth Tafel, Rundschau Altenhilfe, Haus Bröltal, der ökumenische Kindergarten "Unter'm Regenbogen" und der katholische Kindergaten in Ruppichteroth bekamen Zuwendungen. Dieses Jahr ist das Theresien-Gymnasium dran, dass sich einen Stutzflügel zulegen möchte.

Für Besucher hat die Bergische Heimatkrippe noch bis zum 2. Februar geöffnet. Termine können unter der Rufnummer 02295/6575 vereinbart werden. Verschwinden wird sein Lebenswerk nicht. Die Gemeindeverwaltung möchte die Heimatkrippe auch weiter ausstellen, sucht dafür noch nach geeigneten Räumen. "Sie muss nur in Ruppichteroth bleiben, schließlich ist es eine Heimatkrippe", sagt Müller.

Ganz ohne Modellbau kann Alois Müller auch mit 77 Jahren nicht leben. "Im Moment plane ich eine kleine Krippe für unser Esszimmer", so der gelernte Werkzeugmacher. In der freien Zeit möchte er sich mehr der Musik und Malerei widmen. Denn auch das bergische Panorama, das den Hintergrund der Krippe schmückt, stammt von ihm.

Wenn man ihn fragt, ob er nicht doch noch ein Modell für die Öffentlichkeit baut, sieht man nur ein verschmitztes Lächeln. "Das ist mein Geheimnis."

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