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Clinton wählen, um Trump zu verhindern

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Clinton oder Trump? Während die Frage für die meisten Deutschen eindeutig zu beantworten ist, spaltet sie die USA in zwei Lager. Der Ruppichterother Wolfgang Eilmes besucht derzeit Verwandte in der amerikanischen Hauptstadt Washington und erlebt die Stimmung in der entzweiten Nation. Sein Fazit: "Viele wählen Clinton, um Trump zu verhindern." Foto: Wolfgang Eilmes telefoniert vor dem Capitol in Washington (Privat)

"Die Situation ist hier so gespannt wie noch nie, das Land ist in zwei Lager gespalten", erzählt Eilmes, der schon viele Reisen in die USA unternommen und für Gruppen organisiert hat. Es sei eine historische Wahl. Denn entweder werde ein "Poltergeist" wie Trump Präsident - oder eben mit Clinton die erste Frau Präsidentin.

Um zu verstehen, wie die Amerikaner ticken, hat er sich mit vielen US-Bürgern unterhalten. "Das passiert ganz automatisch, man wird angesprochen, wenn man auf der Parkbank sitzt. Die Menschen gehen sehr offen damit um, ganz anders als in Deutschland", erzählt Eilmes. Er bekam, obwohl er gar nicht wählen darf, sogar einen "I voted" Sticker angeheftet, weil eine Helferin im Wahllokal es so toll fand, dass ein Deutscher diese Wahl miterleben wollte. Foto: Wolfgang Eilmes mit dem "I voted"-Sticker (Privat)

Beide Kandidaten "unwählbar"

Die meisten finden beide Kandidaten für unwählbar, Clinton gilt als das "geringere Übel". Doch viele sind auch von Donald Trump fasziniert. "Die Menschen haben eine unglaubliche Wut auf das Establishment", sagt Eilmes. Und genau diese Wut der Menschen bedient Trump. Er verspricht, den "Sumpf an Korruption" auszutrocknen und in der Politik aufzuräumen. Die Politik, in der Hillary Clinton etabliert und seit Jahren tätig ist.

Fakten interessieren die Trump-Anhänger dabei nicht. Es gehe alleine darum, "die da oben" aufzumischen. Und deshalb dulde man es auch, dass Trump öffentlich pöbele und jeden beleidige, der nicht seine Linie fahre.

Eilmes hofft, dass die Deutschen etwas aus der US-Wahl lernen. "Wir erleben ja auch, das Fakten in vielen Debatten nicht mehr zählen, sondern die gefühlte Wahrheit gilt", sagt er. Von Populismus und Wut dürfe man sich nicht leiten lassen. Foto: Warten vor einem Wahllokal (Privat)

Kommentare

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S. Ottersbach 13.11.2016 23:22

Am 9.3.2014, auf einer Veranstaltung der "Zeit" in Hamburg hat der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder folgendes gesagt, er selbst habe als Kanzler beim Jugoslawien-Konflikt gegen das Völkerrecht verstossen. "Da haben wir unsere Flugzeuge nach Serbien geschickt, und die haben zusammen mit der NATO einen souveränen Staat gebombt - ohne dass es einen Sicherheitsratsbeschluss gegeben hätte."

 

Ironisch kann man es auch so sehen: Bomben auf Zivilisten werfen ist eindeutig verhältnismässig und kein Bruch des internationalen Rechts. Sondern es handelt sich um den Schutz der Bevölkerung, um die Beglückung mit Demokratie und Verbreitung der europäischen Werte. Diese Menschen muss man halt zu ihren Glück zwingen, auch mit Gewalt. Gucken wir nur wie Libyen nach der NATO-Bombardierung jetzt aussieht. Ein blühendes Land mit glücklichen Bewohnern, völlig in Frieden und im Wohlstand, mit funktionierender Regierung und staatlichen Diensten. Keine Spur von Chaos, Zerstörung und radikal islamischen Banden, welche die Menschen terrorisieren. Ja diese defensive Natur der NATO ist schon was tolles.


 
Angie Barth 11.11.2016 05:31

Lieber Herr Bosbach, auch die NATO hat sich an den illegalen Angriffskriegenen beteiligt. Das können Sie auch einfach im Netz recherchieren. Kriege ohne UNO-Mandat sind illegal und völkerrechtswidrig. Erstmals erfolgte dies sogar auf europäischen Boden 1999 durch die NATO! Eine NATO ist schon lange kein Verteidigungsbündnis mehr. Ich wünsche viel Erfolg und maximalen Erkenntnisgewinn bei der Recherche.


 
J. Bosbach 10.11.2016 18:02

Liebe Frau Barth. Ich bin wirklich kein Freund der amerikanischen Administration, aber Sie benutzen in Ihrem Kommentar Schlagwörter wie z.B. "illegaler Angriffskrieg" gegen "souveräne" Staaten wie dem Irak und Libyen. Anscheinend hat sich eine Gemeinschaft wie die NATO in ihrer Einschätzung geirrt und nur Sie Frau Barth sind hier die schlaue. Sie sollten sich mal mehr mit Weltpolitik befassen, damit Sie sich auf einem anderen Niveau an politischen Themen beteiligen können. Sorry, Sie haben nur in einem Recht, beiden kann man nicht trauen, dies ist jedoch das einzige, was man aus Ihrem Kommentar übernehmen kann.


 
Karl Pitz 10.11.2016 07:12

Wir Deutschen wissen aufgrund unserer gottgegebenen unendlichen Weisheit, wie man die Welt rettet. Darum ist es ein Skandal, dass uns die Dummköpfe anderer Nationen nicht die Entscheidung überlassen, ob sie z.B. die EU verlassen (dürfen) oder wer ihr Präsident wird!


 
Angie Barth 09.11.2016 07:24

Trump ist das geringere Übel.

Clinton ist von der Wirtschaft protegiert!

Mit ihr gibts Krieg. Schon als Außenministerin hat sie Sprüche von sich gegeben, die ihren wahren Charakter offenbarten:

Wir kamen, wir sahen, er starb! Dies gab sie von sich, als Gaddhafi ermordet wurde.

An den illegalen Angriffskriegen der VSA gegen souveräne Staaten, wie Irak und Lybien, etc. war sie massgeblich beteiligt.

Hoffentlich gewinnt Trump. Eine Clinton würde sicherlich einen Krieg gegen Russland starten.

 


 

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