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Flüchtlinge ziehen in Schönenberger Turnhalle

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Die Schönenberger Turnhalle wird vorübergehend zur Unterkunft für Flüchtlinge. "Die Belegung ist ein großer Einschnitt in die sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten der Schulen und Vereine in Schönenberg, aber leider unvermeidlich", sagt Bürgermeister Mario Loskill. Denn es gibt nur noch fünf freie Plätze in den bisherigen Wohnungen, man brauche einen "Puffer".

Eigentlich sollten die sieben bis zehn Flüchtlinge, die pro Woche in die Bröltalgemeinde kommen, demnächst im Hotel "Zur Krone" in Winterscheid und im Gertrudisstift in Ruppichteroth leben. Die Umbauarbeiten verzögern sich allerdings, weshalb die etwa 40 Plätze erst zum 7. Dezember verfügbar sind. Auch neue Anmietungen von drei Wohnungen sind erst zum 1. Dezember möglich. "Eine beantragter kurzfristiger Aufnahmestopp wurde von der Bezirksregierung abgelehnt", so Loskill.

Deswegen habe die Verwaltung schnell handeln müssen, schon am Dienstag werden elf Flüchtlinge erwartet. Darauf die Woche folgen zehn weitere.

Binnen weniger Stunden wurde die Turnhalle nun vom Bauhof, den Gemeinde-Hausmeistern und verschiedenen Firmen umgebaut. "Das alles kann aber wieder schnell entfernt werden", erklärt Loskill. Der Boden ist mit einer Schutzfolie ausgelegt, zusätzliche Lampen wurden an den Wänden montiert. In einem Lagerraum verlegten Heizungsbauer Rohre, um beispielsweise eine Waschmaschine anschließen zu können. Für ein Mindestmaß an Privatsphäre gibt es in der großen Halle Trennwände aus Bauzäunen. Um die offenen Bereiche der Turnhalle wird zusätzlich ein Sichtschutz aufgestellt.

Dass die Verwaltung entgegen der Aussage von vor wenigen Wochen entschied, in solchen Ausnahmefällen zuerst die Bröltalhalle und die Winterscheider Turnhalle belegen zu wollen, begründet Loskill mit der Nutzung: "Die Turnhalle Schönenberg ist im Vergleich die Halle mit der geringsten Nutzungszeit. Hier scheint es am ehesten möglich, die bisherigen Hallennutzungszeiten auf die anderen drei Hallen zu verteilen."

Obwohl die Unterbringung nur provisorischen Charakter habe, sei nicht auszuschließen, dass die Turnhalle für einen längeren Zeitraum als Flüchtlingsunterkunft benötigt werde. Er geht davon aus, dass spätestens zum Jahresende die Marke von 200 Flüchtlingen überschritten wird.

Um weiteren Wohnraum zu schaffen erteilte der Gemeinderat der Verwaltung den Auftrag zu prüfen, wo die Gemeinde selber bauen kann. Zügig sollen Grundstücke gesichtet werden. Zur Debatte stehen bereits Flächen, darunter eine neben dem Bröltalbad. Dabei will man auf eine mögliche Nachnutzung achten: Entweder soll später sozialer Wohnungsbau oder eine Seniorenresidenz möglich sein.

Wer den Ruppichterother Arbeitskreis Flüchtlingshilfe unterstützen möchte, kann sich bei Klaus Schramm unter 02295/5848 oder per Mail an fluechtlingshilfe(at)ruppichteroth.de melden.

Korrektur: In einer vorherigen Version des Artikels war davon die Rede, dass das Grundstück gegenüber des Winterscheider Dorfweihers für den Bau von Flüchtlingsunterkünften genutzt werden könnte. Dieser Vorschlag wurde aber vor kurzem in einer nicht öffentlichen Ausschusssitzung des Gemeinderates wieder verworfen.

Kommentare

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Peter Hochschulz  24.11.2015 13:35

Ich habe nichts gegen die Unterbringung der Flüchtlinge in der Turnhalle. Ich Frage mich nur warum in Schönenberg ein großes Pfarrheim Komplett leer steht mit Küche und Toiletten. Der Umbau zu einem Flüchtlingswohnheim wäre nicht so Kostenaufwendig und viel einfacher wie in der Turnhalle. Ist die christliche Kath. Kirche nicht gefragt worden oder hatte Sie etwas dagegen?


 

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