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Nachbarn handelten bei Notfall umsichtig

Gasaustritt setzt Ferien-Bungalow in Ruppichteroth Brand

Von Nicolas Ottersbach | | Blaulicht

Die Feriensiedlung in Kammerich ist nur knapp einer Katastrophe entgangen: In einem Bungalow war ein Feuer ausgebrochen, das sich aber durch das schnelle Handeln der Nachbarn und der Feuerwehr nicht ausbreiten konnte. Foto: Der Bungalow wurde durch den Brand stark beschädigt [Feuerwehr Ruppichteroth]

Um 12:11 Uhr heulten die Sirenen in Ruppichteroth, um die gesamte Freiwillige Feuerwehr zu einem Gebäudebrand nach einer Gasexplosion in Kammerich zu alarmieren. Im Rabenweg hatte ein Bungalow-Eigentümer in seinem Haus gearbeitet, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. „Dabei kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Gasaustritt und anschließend zu einer Verpuffung beziehungsweise einem Brand im Bereich der Küche.“ Das Gefährliche: In der Feriensiedlung stehen die meist hölzernen Bauten dicht an dicht. Ein Feuer kann sich dort schnell ausbreiten.

Nachbarn stellen Gas- und Stromversorgung ab

Noch bevor die Wehrleute eintrafen, stellten Nachbarn sowohl die Gas- als auch die Stromversorgung des Häuschens ab. Durch den kurzzeitigen Gasaustritt entzündete sich dennoch ein Feuer, das die Küche in Brand setzte. Der Handwerker versuchte noch mit zwei Feuerlöschern den Brand zu ersticken, wodurch er leichte Verletzungen erlitt und vom Rettungsdienst behandelt wurde.

Die Feuerwehr rückte mit Atemschutzgeräte an und löschte die eine brennende Waschmaschine sowie mehrere Einrichtungsgegenstände. Das Feuer hatte sich auch in den hölzernen Zwischenwänden ausgebreitet, weshalb die Bretterverkleidung teilweise entfernt werden musste. Um sicher zu gehen, dass sich keine versteckten Glutnester gebildet hatten, die ein neuerliches Feuer entfachen können, kontrollierten die Wehrleute den Bungalow mit einer Wärmebildkamera.

Kommentare

  • Albert Solbach
    April 18, 2023 um 6:25 pm

    Auch wenn es schon einige Tage her ist. Auch aus Gründen der fehlenden Infrastruktur in diesem ausdrücklichen *Wochenendhausgebiet* ist seit Jahrzehnten baurechtlich verboten seinen Hauptwohnsitz dort zu haben. Es ist ausdrücklich nur erlaubt, dort Ferien und Wochenenden zu verbringen.

    Viele nutzen dieses Wochenendhausgebiet widerrechtlich als ihren Wohnsitz. Wohl in der Annahme, durch die melderechtliche Zulassung als Hauptwohnsitz (oder als Nebenwohnsitz mit tatsächlichem Hauptwohnsitz) sei dies legitimiert. Weit gefehlt. Die Häuschen sind wohl überwiegend Holzkonstruktionen. Wenn es dort zu einem größeren Brandereignis kommt... Nur Wegelchen, wohl keine ausreichende Wasserversorgung, überall Gasflaschen...

    • Markus Fein
      April 19, 2023 um 10:17 pm

      Mit Verlaub: "wenn man keine Ahnung hat, einfach Mal schweigen" Danke

  • Sebastian
    April 13, 2023 um 11:05 pm

    Die Nachbarn haben gar nix gemacht... Stromversorgung und Gas wurden von Eigentümer und Besitzer abgeschaltet. Der Besitzer hat dann mit den Feuerlöschern versucht das Schlimmste zu verhindern bis die Feuerwehr eintraf, die dann super Arbeit geleistet hat. Die Nachbarn haben nur geguckt und noch Streit angefangen, weil Nachts laut Musik aus dem Bungalow kam.

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