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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Gemeinde verstärkt Verkehrskontrollen

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Einmal im Jahr nimmt auch broeltal.de seine Leser auf's Korn: Die Gemeinde Ruppichteroth wird keinen Beamten für das Knöllchenschreiben einstellen und die Ordnungsgelder nicht erhöhen. Auf die Hängematte müssen die Mitarbeiter also noch eine Weile verzichten. Trotzdem ist etwas Wahres an unserer Geschichte. Die Falschparker an den Brölstraße sind tatsächlich ein Problem und zwingen die Fußgänger und Radfahrer zum Ausweichen. Auch das Dienst-Iphone gibt es wirklich.

Der Aprilscherz:

Das Ordnungsamt in Ruppichteroth greift härter durch: In den vergangenen drei Monaten nahm die Behörde mit Knöllchenschreiben rund 38.000 Euro ein. "Wir kommen gar nicht hinterher", sagt Peter Gauchel vom Ordnungsamt. Bisher haben die Beamten nur in ihrer Freizeit den ruhenden Verkehr kontrolliert. Bürgermeister Mario Loskill will Gauchel nun ausschließlich einsetzen, "um den Wilden Westen auf Döörper Straßen zu bekämpfen". Geplant ist auch eine Erhöhung der Ordnungsgelder.

"Es ist erschreckend, wie rücksichtslos manche Autofahrer parken", sagt Gauchel. Der Klassiker sei das Falschparken auf dem kombinierten Rad- und Gehweg entlang der Brölstraße in Ruppichteroth und Schönenberg. Brennpunkte sind die Bäckereien Schmitz, die ehemalige Arztpraxis Dr. Pach und der Lotto-Shop in Schönenberg. Viele vergessen auch die Parkscheibe auf den Parkplätzen in Ruppichteroth oder lassen ihre Fahrzeug entgegengesetzt der Fahrtrichtung stehen. Durchschnittlich sind es 30 Knöllchen pro Tag. Nur Winterscheider kamen bisher davon, "dort komme ich einfach nicht so oft hin", erklärt Gauchel.

Deshalb der Vorstoß von Bürgermeister Loskill: Gauchel soll acht Stunden am Tag kontrollieren, in allen Ortsteilen. Dazu gehören auch Wohngebiete. Dort würden Straßen oft so zugeparkt, dass die mindestbreite von 3,50 Metern für Rettungsfahrzeuge nicht gegeben sei. Zehn Stunden pro Woche werde Gauchel auch am Wochenende und nachts Patrouille gehen. Was die Ruppichterother Geschäftsleute freuen dürfte: Auch Langzeitparkern an der Brölstraße soll es an den Kragen gehen.

Damit das Kontrollieren effektiv ist, kaufte die Gemeinde vor kurzem ein Dienst-Iphone. "Das ist modernste Technik, die von vielen Behörden genutzt wird", erklärt Gauchel. Ausgestattet mit einer speziellen App funkt es die Daten samt Beweisfoto sofort an das Siegburger Straßenverkehrsamt, von wo die Knöllchen an die Fahrzeughalter geschickt werden.

Mit der Abstellung eines Gemeindemitarbeiters reagierte Loskill auch auf eine Entscheidung des Rates. Der hatte vergangenes Jahr den Antrag abgelehnt, eine eigenständige Ordnungskraft auf 400-Euro-Basis als Politesse einzustellen. "Das bisher eingenommene Geld zeigt, dass sich die Stelle rechnen würde", sagt Loskill. Von der Finanzspritze konnte die Verwaltung nötige Anschaffungen machen, wie die neue Telefonanlage, mehr Sitzgelegenheiten in den Wartebereichen, eine Hängematte für Gemeindemitarbeiter und auch das Dienst-Iphone. Überschüsse sollen die Löcher im Haushalt stopfen.

"Es geht bei den Kontrollen nicht darum, die Bürger abzuzocken", betont Loskill. Vielmehr sollen die schwächsten im Straßenverkehr geschützt werden. Oftmals müssten Müttern mit Kinderwagen und Radfahrer auf die vielbefahrene Brölstraße ausweichen und riskierten dabei ihre Gesundheit.

Die häufigsten Ordnungswidrigkeiten:

Parken kombinierter Geh- und Radweg: 15 Euro
Parken Geh oder Radweg: 10 Euro
Parken entgegen der Fahrtrichtung: 10 Euro
Keine Parkscheibe, wenn gefordert: 5 Euro
Blockieren von Rettungswegen: 40 Euro

Kommentare

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april april ...  01.04.2012 21:29

wie, nur eine hängematte für die ganzen gemeindemitarbeiter? ein dienst-iphone? coool! nicht wenigstens teilweise geschwärzte kennzeichen? und ausgerechnet honger kuchem blieb bisher verschont? ein mitarbeiter des ordnungsamtes, der auf seiner planstelle scheinbar nicht ausgelastet ist? respekt, mal ein richtig gelungener aprilscherz :-)))


 
T. Schmidt  01.04.2012 19:03

Lieber Nicolas, da habt Ihr euch aber mal wieder einen schönen Aprilscherz ausgedacht... :) Weiter so.


 
Klaus Steglich  01.04.2012 17:54

Offenbar bin ich am 31. März einem Aprilscherz aufgesessen, die früher am 1. April gemacht wurden. Sollte es so sein, so ist mir das aber keineswegs peinlich. Sollte es wirklich als Scherz gemeint gewesen sein, dann ist es peinlich für die, die diesen zu verantworten haben. Das Thema ist zu ernst, gerade wenn wirklich - wie Am Kindergarten - die Schwächsten gefährdet werden, wie geschrieben. Vielleicht könnte sich Peter Gauchel ja in der Hängematte hier am Kindergarten hinlegen und beobachten, was in der Woche hier los ist, alternativ könnte er eine der meist befahrenen Straßen beobachten, den gesperrten Holper-Wirtschaftsweg hinter dem Sportplatz am Wasserberg.


 
Wolfgang Steimel  01.04.2012 17:44

Das "gestellte" Bild auf dem Bürgersteig in Schönenberg verrät den 01. April, aber gut gemacht, Glückwunsch an die Burschen von Bröltal.de


 
j. engels  01.04.2012 17:21

falls dies kein scherz ist, wie wärs dann mal mit verkehrsberuhigung am sonnenhang. rede ich seit über drei jahren gegen wände. in der 30ger zone in uneinsehbarer kurve wird beschleunigt, was das zeug hält. ein unfall mit strassensperrung, 2 streifenwagen und rtw ist ja bereits zu verzeichnen. wurde damals auch auf broeltal.de berichtet.

 

auch der ganze mülle, der überall abgeladen wird und die randale der gelangweilten jugendlichen, wären eine aufgabe fürs ordnungsamt. so genug gemotzt, ab auf die couch, denn eine hängematte wurde mir nicht genehmigt :-)


 
Michaela Ruff  01.04.2012 15:35

April,April!!! ;)


 
Helmut Horsch  01.04.2012 14:44

U.a. ist heute auch der 01.04.2012.


 
W. Böje  01.04.2012 14:40

Schaut doch mal aufs Datum. Da war auch mal was mit Marios Lottogewinn.


 
Christian Trost  01.04.2012 14:17

Ich weiss nicht, ob dies ein Scherz sein soll, ich zitiere: "Von der Finanzspritze konnte die Verwaltung nötige Anschaffungen machen ... eine Hängematte für Gemeindemitarbeiter".

 

Sollte es keiner sein, zeigt sich wiederum, dass es mehr Sinn macht, erst in den eigenen Reihen zu schauen (zumindest seine Mitarbeiter aus Verwaltung und Bauhof auf eine eventuelle Vorbildfunktion hinzuweisen), bevor man durch die Wohngebiete in Winterscheid fährt und rote Knöllchen an die Windschutzscheiben heftet.


 
Tim  01.04.2012 03:53

Ich frage mich was diese Aktion soll. Wir leben nicht in Köln, wo das Parkverhalten der Menschen zu einem echten Risikofaktor im Straßenverkehr führt.

 

"Oftmals müssten Müttern mit Kinderwagen und Radfahrer auf die vielbefahrene Brölstraße ausweichen und riskierten dabei ihre Gesundheit. "

 

Tut mir leid aber das ist einfach nur lächerlich!

Was für eine völlig realitätsferne Aussage ist das denn bitte?

 

Wann hatten wir das letzte mal das gesamte Oberdorf und alle zulaufenden Straßen voller Autos, so dass junge Mütter mit ihren Kinderwagen keine andere Wahl hatten als von Schönenberg nach Oeleroth die Brölstraße zu nutzen?

 

Na? Wie oft? Populistischer Aktionismus ist das ganze.

 

Selbiges gilt für das Gesamtschulprojekt, welches nicht glücken wollte. Ja ja natürlich ist allein der böse Rat von Neunkirchen-Seelscheid schuld am scheitern...

 

Habe ich irgendwas verpasst? Hat sich die Bevölkerungszahl unserer Gemeinde plötzlich verdoppelt oder verdreifacht, dass wir dieses Schulsystem brauchen? Es ging doch über all die Jahre auch so. Ich selbst bin 10 Jahre lang so tagtäglich nach Nümbrecht gependelt. Ich habe es nie als "Last" empfunden - meine Eltern selten vielleicht schon wenn mal ein Bus ausfiel, weil die Verbindungen unter aller sau sind, aber ein anderes Kapitel. Ich habe einen großen Freundeskreis aufbauen können mit Menschen, die ich so nie kennengelernt hätte, über Nümbrecht traf ich meine erste große Liebe, ich lernte andere Sichtweisen kennen und ich traf meinen besten Freund!

 

Die Linken begrüßen das Konzept einer Einheitsschule natürlich. Ich kann es in keinster Weise unterstützen. Ich bin damals bewusst trotz Empfehlung für die Hauptschule nach Nümbrecht gegangen um den Schickanen einer Hauptschule Ruppichteroth aus dem Weg zu gehen. Heute habe ich das Abitur und ich brauchte keine Gesamtschule. Alles was ich brauchte war Willen.

 

Meinen Erfahrungen nach ist bei weitem nicht das Schulsystem unser Problem, sondern unsere Lehrer. Es ist schon bezeichnend, dass in der Regel eben diese Studenten Lehrer werden, die ihren Studiengang regulär nicht geschafft hätten...

 

Dort sollte man ansetzten! Nicht die zweite Wahl nehmen und faire Bezahlung für die Menschen die unsere Kinder lehren und erziehen sollen! Keine 68er Utopie-Konstrukte erschaffen, die kein Mensch will! (Gerade mal 37 Anmeldungen von 25.524 Bürgern aus BEIDEN Gemeinden spricht für sich).

 

Diese paar Anmeldungen als Erfolg zu feiern ist schon sehr absurd. Ich würde gerne mal eine Auflistung der Kosten für dieses Prestige-Projekt sehen. Was kostet das ganze pro Schüler samt renovierung etc. im Vergleich zu einem Schüler aus Ruppich der, wie bisher in Much, Nümbrecht oder Waldbröl eine weiterführende Schule besucht.

 

Man könnte dieses Thema noch eingehender behandeln, z.B. bei einer Bürgerversammlung o.Ä. aber dazu fehlt mir leider die Zeit, da ich unter der Woche auf Grund meiner Arbeit nicht im Revier bin und meine Wochenenden in der Regel sehr kurz sind. Also gebe ich einfach mal hier kurz meinen Senf ab.

 

Ich bin kein Mitglied einer Partei. Dies ist keine politisch motivierte Kritik.

 

Ich habe Mario damals gewählt und bin wirklich enttäuscht über solche unnötigen Aktionen...


 
Klaus Steglich  31.03.2012 22:49

Erstaunlich, dass es bei dem Bericht über den "Wilden Westen auf Döörper Straßen" nur ums Parken geht. "Wilder Westen" am größten Kindergarten der Gemeinde, bei einer völlig unsinnigen, weil nicht kontrollierbaren Einbahnstraßenregelung, das ist wirklich kriminell. Bei wenigen Blicken pro Tag auf die Straße "Am Kindergarten" sieht man immer wieder Autos, für die die Einbahnstraßenregelung nicht gilt, Mütter fahren bis oben zur Sperberstraße, drehen und fahren wieder runter, um ihre Kinder einzuladen, Fahrer/innen diverser Zusteller und selbst Mitarbeiter der Gemeinde verhalten sich so, als gelte diese Regelung für sie genauso wenig wie für manche, die oberhalb dieser Straße wohnen. Was hier abläuft ist im Sinne des Wortes "lebensgefährdend", für unsere Kleinsten!


 

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