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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Geschossen wird mit Wasser

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Keine Pfeile, keine Äxte und keine martialischen Rituale. Stattdessen erlebten die Kinder beim Indianerwochenende der Arbeiterwohlfahrt jede Menge Abenteuer. "Wir Ruppianer sind ein friedliches Volk", erklärt Friedhelm Kaiser, der auch liebevoll Häuptling "hinkender Schinken" genannt wird. Bei der großen Schnitzeljagd wurden die Ruppianer sogar zu richtigen Helden, als sie ihren Koch Achim befreiten. Zur Belohnung gab es Spaghetti Bolognese.

Geschossen wurde nicht mit Pfeil und Bogen, sondern mit Wasser. Die Ruppichterother Feuerwehr kam mit einem Löschfahrzeug und baute den Blechhaus-Schießstand auf. Erst legte Feuerwehrmann Michael Pscholkwoski den dünnen D-Schlauch an, dann schoss er nach und nach mit größeren Kalibern. 800 Liter pro Minute flossen am Schluss durch den dicksten Feuerwehrschlauch. Das reichte, um Handtücher und T-Shirts meterhoch durch die Luft fliegen zu lassen.

Klitschnass ging es zurück in das Zeltlager, vor dem Kuchenessen schlüpften die Ruppianer erstmal in trockene Klamotten. Zum Glück hatte jeder genug Wechselkleidung dabei, bis zu sechs Mal musste ein neues Outfit her. "Und wenn die trockenen Sachen ausgehen, haben wir noch welche im Lager", sagte Betreuerin Katja Ruiters.

Schon seit 1995 gibt es das Indianerwochenende, das mittlerweile gar kein richtiges Indianerwochenende mehr ist. Eher ein buntes und abwechslungsreiches Zeltlager. "Der Name ist ein Stück Tradition", so Ruiters. Das letzte Überbleibsel ist der Marterpfahl, der jedes Jahr abgesägt und verbrannt wird.

Was für die Kinder zwischen sechs und zweölf Jahren viel Spaß ist, bedeutet Anstrengung für das 20-köpfige Betreuerteam eine Menge Arbeit. Rund um die Uhr passen sie auf die knapp 60 Ruppianer auf, machen Frühstück und sind auch mal Pflegemutter, wenn das Heimweh zu groß wird. "Nach einem Wochenende ist man ganz schön fertig", sagte Ruiters. Denn während die einen bis drei Uhr nachts in den Zelten wachbleiben, sind die anderen um sechs Uhr morgens schon wieder fit und wollen unterhalten werden. Der Zustand hält aber meistens nur in der ersten Nacht an, nach dem vielen Programm sind auch die Kurzen müde. Dann verstummt auch das letzte Kriegsgebrüll der Ruppianer.

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