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Im Adler Trumpf zum Triumph

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Bisher war der Adler Trumpf Junior von Karl-Friedrich Seuthe oft durch Pannen gebeutelt. Zuletzt hatte er einen Getriebeschaden. Doch diesmal ging alles glatt: Die Maschine des knapp 80 Jahre alten Autos lief problemlos und gleich landete Seuthe bei der Christophorusfahrt auf dem ersten Platz. Foto: Der Adler Trumpf Junior von Karl-Friedrich Seuthe

Bildergalerie: Christophorusfahrt 2016

Dabei gab es viel Konkurrenz. Insgesamt 120 Fahrzeuge hatten sich angemeldet und brachten das ehrenamtliche Organisationsteam samt der Ortschaft Schönenberg an seine Grenzen. Am Sportplatz, wo sich die Autos und Motorräder aufstellten, war keine Startloch mehr frei. "Wir waren wenige Tage vor Beginn ausgebucht", sagt Mitorganisatorin Christina Ottersbach. Foto: Der Adler Trumpf Junior von Karl-Friedrich Seuthe

Um die Fahrt, die durch das Oberbergische und entlang der Sieg ging, knifflig zu gestalten, hatte man sich mehrere Prüfungen ausgedacht. Neben einem Fragebogen, der lokale und automobile Themen behandelte, galt es die Größe seines Fahrzeugs einzuschätzen. Zuerst mussten die Teilnehmer mit der Front, dann mit dem Heck so nah wie möglich an ein Hindernis heranfahren. Bestwert: Zwei Zentimeter.

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Die Teams der Feuerwehr Ruppichteroth schlugen sich dabei gut und holten in ihren historischen Feuerwehrautos zweite Plätze. Philipp Augenstein aus Winterscheid wollte aber nicht sportlich, sondern vor allem optisch erfolgreich sein. Mit Hosenträgern, Schnauzbart und Seitenscheitel lenkte er den Opel Blitz, der mit seiner schwarzen Front aus dem Starterfeld herausstach. "In den 50er Jahren war die Lackierung tatsächlich rot-schwarz und nicht wie heute rot-weiß", erzählte er. Der Blitz ist sogar noch einsatzfähig. "Die feuerwehrtechnische Beladung ist funktionstüchtig, das Auto war Jahrzehnte bei uns im Einsatz", sagte Augenstein.

So lange besitzt Adi Thurn das rote Mercedes 220 SE Cabrio aus den 60er Jahren noch nicht, erst vor kurzem entdeckte er das Schmuckstück in Österreich. Er verbindet damit dennoch eine Familiengeschichte. "Als ich klein war sind wir mit so einem Modell in den Urlaub gefahren", sagte er, während er auf ein Foto zeigte. Darauf zu sehen: Er und sein Vater am Gardasee. "Schon früher war dieses Fahrzeug fast unbezahlbar, deshalb teilten wir uns es mit anderen Familien. Irgendwann wurde es dann verkauft", erzählte der Senior Adi Thurn, der ebenfalls bei der Christophorusfahrt mitfuhr. Foto: Adi Thurn Junior und Adi Thurn Senior früher und heute

Trotz des makellosen Zustands konnte Thurn den Concours d'Elegance, bei dem Schönheit und Originalität nach strengen Kriterien bewerten werden, nicht gewinnen. "Es gibt ein möglichst objektives Punktesystem, wir haben sogar ein Gerät dabei, um die Lackdicke zu messen", erklärte Rolf Hannes, der in der Jury saß. Am perfektesten war der Karmann Ghia von Manuel Criscione und Frank Heckmann aus dem Jahr 1961.

Einen Sonderpreis erhielt Werner Groppe, mit 93 Jahren ältester Starter in seinem Porsche 924. Den Pokal musste natürlich Schirmherr und ADAC-Ehrenpräsident Otto Flimm (87) überreichen, der 1953 selbst den Vorgänger der heutigen Christophorusfahrt in Schönenberg gewonnen hatte. Foto: Werner Groppe (links) und Otto Flimm.

Aus dieser Zeit stammten auch die US-Militär-Uniformen der "GI Jive Swing Company", die am Samstagabend auf der Bühne spielte. Sänger und Pianist Bela Tabbert, der selbst einen alten Ami-Schlitten fährt, tanzte nicht nur auf dem Klavier, sondern zündete es bei der Show auch noch an.

So aufreibend waren die Bühnenauftritte der Ruppichterother Musikvereine am Sonntag nicht. Dafür kamen aber etwa 400 Schlepper, Oldtimer und Motorräder nach Schönenberg und präsentierten sich. Das wird laut Organisatoren die größte Herausforderung für die kommende Christophorusfahrt in zwei Jahren sein: Mehr Ausstellungsfläche für die alten Schätzchen und das mittlerweile in ganz Deutschland bekannte Oldtimer-Event schaffen.

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