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Karnevalistisches Winterfest: Elferrat feiert die Hochzeit des Jahres

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Noch nie ist jemand in der Bröltalhalle getraut worden. Bis zum Winterfest: Da gaben sich das zwar schon länger standesamtlich, aber noch nicht kirchlich verheiratete Dorfschänken-Paar Angelika und Helmut Horsch das Ja-Wort. Doch dann verspätete sich die Braut.

Große Bildergalerie: Winterfest 2017

Diesmal hatte es die elf Karnevalisten in die katholische Kirche zu einem ökumenischen Gottesdienst verschlagen. Pastor Neuhaus (dargestellt von Markus Neuber) und Pater Matthäus (Arno Schiefen) hatten zuvor schon die Fürbitten gesprochen. Für die, die keine Winterfestkarte ergattern konnten. Für den Einzelhändler Volker Jung, dass er den alten und leerstehenden Edeka-Markt vermietet bekommt. Und für alle Vereine, damit sie ihre Mitgliedsbeiträge rechtzeitig und vollständig einziehen. "Und es so besser machen als der Turnverein Ruppichteroth" - eine karnevalistische Spitze, denn dabei hatte es im vergangenen Jahr tatsächlich Probleme gegeben.

In typisch monotoner Stimme las Simon Mroz (Peter Rombach) die Pfarrankündigungen vor. Er wies darauf hin, dass sich die Eröffnung des neuen Firmensitzes des Oelerother Unternehmens Happ neben dem Huwil-Center weiter verzögere. "Das hierfür vorgesehene Weihwasser haben wir vorsorglich eingefroren."

Die erfahrene Lektorin Anneliese Neuber (Christian Wilach) hielt eine Lesung "aus dem Amtsblatt der Gemeinde Kalenderwoche 3". Für Lacher sorgte das Kapitel "aus dem Silberdorf", als Ruppichteroth beim Bundeswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft die Silbermedaille errang und hierzu der Bewertungskomission "geschäftiges und lustiges Dorftreiben vorgaukelte".  Doch egal, ob nun Silber oder Gold: In Ruppichteroth wisse man, dass man zwischen "Velken und Kuchem" im gelobten Land lebe.

Bürgermeister Mario Loskill (Bastian Rosner) musste in den Beichtstuhl und gestand, dass er viel lieber zu Hause auf dem Sofa sitze, als die zahlreichen Veranstaltungen in der Gemeinde zu besuchen.

Dann kam der Höhepunkt des Gottesdienstes: Die Trauung von Helmut (Albert Brummenbaum) und Angelika Horsch (Christoph Schmidt). Während er die ganze Zeit ein Glas putzte, kam sie zu spät, weil sie wieder einmal "alles alleine machen" musste. Auf die Frage, wo die Hochzeit denn gefeiert würde, entgegnete Helmut Horsch, dass man nicht in die eigene Gaststätte einladen wollen würde. "Gäste sind nichts für mich", sagte Horsch.

Die "zwei echten Keerls" Markus Neuber und Arno Schiefen nahmen die rund 600 Gäste dieses Jahr auf die Ruppichterother Kirmes mit, direkt in die Losbude des CDU-Landtagskandidaten Björn Franken. Der sorgte direkt für Klarheit bei der Farbe seiner Lose: "Erstmal die Roten aussortieren, sind viel zu viele. Grüne können im Topf bleiben, sind eh nur Nieten." Zum Schluss mischte er einen ganzen Sack "schwarze Gewinnerlose" unter. "Damit die die absolute Mehrheit haben!"

Franken wollte natürlich wissen, wie die Landtagswahl ausgehen würde. Dafür holte er sich die Wahrsagerin Christina Ottersbach (Arno Schiefen) auf die Bühne. Die sah aber noch viel mehr: Dass dem SPD-Mann und Konkurrenten Dirk Schlömer "zu viele Schwarze" auf dem Begegnungsfest für Flüchtlinge waren - nämlich die Ortsgrößen der CDU. Und dass Ludwig Neuber, bekannt für seinen zügigen Fahrstil, die Nachfolge von Nico Rossberg bei der Formel-1 abgelehnt hatte.

Für Franken sah sie einen "schwarzen Wahlsieg". Aber auch nur, weil ihre Glaskugel ausgefallen war. Franken bekam das nicht mehr mit, er jubelte und feierte sich selbst.

Der Döörper Prätscher Hans-Peter Hohn nahm die neue "exzessive" Verkehrsbeschilderung auf der Brölstraße aufs Korn. "Bei den weit über Hundert Verkehrsschildern bekommt das Wort Blechlawine eine ganz neue Bedeutung."

Er teilte auch wieder derftig gegen die Döörper Nachbarn aus: Von den Winterscheidern forderte er anlässlich des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" die Hauptstraße zurück, die sie ihm Rahmender kommunalen Neuordnung den Ruppichterother vor mehr als 50 Jahren "einfach wegggenommen" hätten.

Zum Programm des Winterfestes gehörten auch die vereinseigenen Tanzgruppen Minifunken, Bröltapänz und Blue-Girls. Neu war die Band "Sechs Kölsch", die mit eigenen kölschen Liedern unter der Leitung von Stefan Schäfer auftraten. Schäfer spielte auch in der Ruppichterother Gruppe "Mir zwei, die zwei" mit, die ebenfalls auf der Bühne standen. Elvira Mengede ging als "Putzfrau Billa Sterzenbach" in die Bütt. Zum Schluss spielten die das Nothberger Fanfarentrompeter.

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