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Kirchenchor erkundete Thüringen

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Nach Thüringen ging drei Tage lang es beim Jahrsausflug des Kirchenchores Cäcilia Winterscheid. Zwei Nächte übernachteten die Sänger in Altenburg, seit 400 Jahren werden dort Spielkarten hergestellt. Auch das Skatspiel wurde in Altenburg erfunden, "Gebetbuch des Teufels" betitelten es damals die Gegner des Kartenspiels. Immanuel Kant übte etwas mehr Gelassenheit aus: "eine gute und nützliche Verstandsübung" sei es. Foto: Der Kirchenchor in der Altenburger Destillerie (Privat)

In die "Skatstadt" zog es viele Persönlichkeiten: Zum Beispiel nahm Friedrich I. Barbarossagroßen Einfluss auf die Stadtentwicklung. Arnold Friedrich Brockhaus verweilte einige Jahre in Altenburg, und auch Martin Luther kam oft zu Besuch. Er war es auch, der 1523 das erste Priesterehepaar traute. Eine Stadtführung leitete den Kirchenchor durch die über 1000 Jahre zählende ehemalige Residenzstadt. Stärkung gab es natürlich mit Thüringer Bratwurst. Mit einer Besichtigung in der Altenburger Destillerie- und Likörfabrik ging der erste Tag zu Ende.

Am nächsten Tag galt das Interesse Halle an der Saale. Die Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel und dem ehemaligen Bundesaußenminister Hans-Diedrich Genscher liegt im Süden von Sachsen-Anhalt. Dort ging es in die erste Schokoladenfabrik Deutschlands. Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in das Jahr 1804 zurück. Neben der eigentlichen Herstellung von Produkten für den Verkauf, werden dort richtige Kunstwerke aus Schokolade angefertigt.

Der Weg nach Leipzig in Sachsen führte an ehemaligen Abbaugebieten von Braun- und Steinkohle vorbei. Auf dem Stadtgebiet wurde außerdem Salz gewonnen. Die Flüsse Weiße Elster, Pleiße und Parthe fließen in der Messe- und Universitätsstadt zusammen. Der Aufenthalt begann mit einem Mittagessen im "Auerbachs Keller". Johann Wolfgang von Goethe weilte als Student oft in der zweitältesten Gaststätte Leipzigs. Ganz in der Nähe von ihr ist die Thomaskirche zu finden. Sie ist Wirkungsstätte des bekannten Thomanerchores - Johann Sebastian Bach war fasst drei Jahrzehnte Thomanerkantor. Sein Grab befindet sich im Altarraum der evangelischen Kirche.

Vor der Thomaskirche starteten die Sänger zur Stadtrundfahrt, es blieb noch Zeit für einen Besuch des Völkerschlachtdenkmals. Es erinnert an die Völkerschlacht von 1813, mit der Napoleons Gewaltherrschaft über Europa gebrochen wurde. 91 Meter hoch und aus sächsischem Granitporphyr erbaut, wurde es durch den letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. 1913 eingeweiht. Am Abend verkleidete sich Reiseleiterin Catrin als "Herzdame", einige Kartenspiele und Geschichtchen brachte sie mit.

Den letzten Tag des Ausfluges widmete sich der fast 1000 jährigen im Saaletal gelegenen Domstadt Naumburg. Die Unstrut mündet in der Nähe in die Saale ein. Im Dom St. Peter und Paul können bekannte Statuen der deutschen Gotik betrachtet werden. Unter ihnen fällt die anmutig schöne Stifterfigur Uta von Ballenstedt auf. Weiter ging die Fahrt auf der "Straße der Burgen-Romantik". Sie führte durch das Saale-Unstrut-Weinanbaugebiet und an einer bekannten Sektkellerei vorbei. 1171 erstmals urkundlich erwähnt, war die Rudelsburg das letzte Ausflugsziel.

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