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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Kripo gelang großer Schlag gegen die Rauschgiftkriminalität

Von Christina Ottersbach | |   Blaulicht

Auch Ruppichteroth im Fokus

Ein Großeinsatz war angesagt, als es hieß einen umfassenden Drogenring in Nordrhein-Westfalen zu zerschlagen. Dem bandenmäßigen Anbau und Vertrieb von Cannabis war die Staatsanwaltschaft Bonn unter der Führung des Polizeipräsidiums Oberhausen in einem Sonderverfahren auf die Schliche gekommen. Auch der Rhein-Sieg-Kreis und der Oberbergische Kreis waren von der Razzia betroffen. Insgesamt 24 Objekte, unter anderem in Much, Ruppichteroth, Lohmar, Morsbach und Weyerbusch wurden von mehr als 200 Polizeibeamten, Sondereinsatzkräften und der Bereitschaftspolizei gleichzeitig durchsucht.

Entdeckt wurden dabei neun Indoor-Plantagen mit insgesamt 7500 Cannabis-Pflanzen, die jährlich mindestens drei Mal hätten abgeerntet werden können. Der Ertrag im Straßenverkauf wäre in Millionenhöhe gewesen, so die Drogenspezialisten.

Hand in Hand arbeiteten Staatsanwaltschaft und Polizei. Nur so war der Coup erfolgreich. Dass sich die Drogenmafia gerade den ländlichen Raum für ihre Plantagen ausgesucht hatte, gehört zu einem neuen Arbeitsmuster.

In Ruppichteroth und Much wurden nach Informationen der Kripo fünf der Plantagen entdeckt. So zum Beispiel in einer ehemaligen Gastwirtschaft im Ruppichterother Ortsteil Bornscheid. Nachdem die Polizei dort die Pflanzen abgeschnitten, die Wuchstöpfe gesichert und in die Müllverbrennungsanlage der RSAG geschafft hatte, konnte die Arbeit des THW beginnen. Das Haus war im Prinzip für die Bewohnbarkeit entkernt. Mit Elektroinstallationen für Beleuchtung, Belüftung und Beheizung der Cannabis-Plantage waren die Zimmer ausstaffiert. Große Aluminiumrohre mit speziellen Kohlefiltern sollten dafür sorgen, dass kein ?Duft? nach außen dringt. Nur die Spezialisten des THW waren in der Lage in einer stundenlangen Räumungsaktion die Installationen fachgerecht zu entsorgen. Gespräche mit der Nachbarschaft zeigten, dass eigentlich niemandem etwas aufgefallen war. Und das, obwohl hunderte von Umzugskartons im Eingangsbereich lagen. Man hätte immer nur einen Mann kommen und fahren sehen in einem Renault mit Gummersbacher Kennzeichen, erklärte ein Anwohner, der selbst sehr erschrocken über den Polizeieinsatz war. ?Damit haben wir nicht gerechnet. Wir sind schockiert darüber, dass dies vor unserer eigenen Haustür passiert ist und wir haben nichts bemerkt. In Zukunft werden wir unsere Augen und Ohren offener halten?, so eine Nachbarin.

Zwei Autos und 17.000 Euro Bargeld stellte die Polizei bei der Großrazzia sicher. Rund 10 Tonnen Material (Pflanzen und Erde) gelangten in den Müllofen. Von den 15 festgenommenen Personen wurden 11 dem Haftrichter vorgeführt.

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