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Mehrgenerationenpark steht - bald auch ein Dorfladen?

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Was braucht es, damit Menschen auf dem Land gut älter werden können? Selbstverteidigungskurse? Öffentliche Fitnessgeräte? Oder einen regelmäßigen Mittagstisch? Alle drei dieser Projekte gibt es schon im Rhein-Sieg-Kreis: Die Initiative "Mitten im Leben" unterstützt Ehrenamtliche dabei, sie umzusetzen. In Schönenberg haben sich die Helfer getroffen, um sich bei einem Bouleturnier über neue Ideen und ihre Probleme auszutauschen. Als nächstes wird geprüft, ob ein Dorfladen eröffnet werden kann. Fotos: Bouleturnier und Austausch in Schönenberg [Uli Dauber]

"Für uns alle ist es schwierig, genügend Leute für unsere Aktionen zu finden", sagt der Bürgervereinsvorsitzende Heiko Jost. Er spricht gerne von seiner "Rentner-Truppe", die sich wöchentlich trifft, um den Ort zu pflegen. So haben die alten Männer, die fast alle über 50 sind, in den vergangenen Monaten einen Mehrgenerationenpark auf der Wiese neben der Grundschule errichtet. Eine Boulebahn, geschotterte Fußwege und sechs Fitnessgeräte gibt es dort. "Ohne Hilfe von Außen wäre das aber nicht realisierbar gewesen", sagt er

Von Außen heißt: Es braucht Planung und vor allem Fördergelder. "Wir als Kommune können solche Projekte nicht finanzieren, uns fehlt das Geld", so Bürgermeister Mario Loskill. Was sie allerdings machen kann: Baumaschinen und Arbeiter ausleihen, die beim Baggern oder Fundamente gießen helfen.

Mehrgenerationenpark als Vorbild

"Schönenberg ist ein gutes Beispiel, wie es laufen kann", erklärt Annette Weber von der Initiative "Mitten im Leben", die den Mehrgenerationenpark koordiniert hat. Mehrere Tausend Euro konnten so an Fördergeldern ins Bröltal geholt werden. Auch in den Kommunen Hennef, Eitorf, Neunkirchen-Seelscheid, Windeck und Much bekommt jeweils ein Ortsteil diese professionelle Unterstützung. So verschieden wie die Dörfer sind, sind auch die Projekte.

In Hennef-Dambroich haben die Bürger beispielsweise einen Mittagstisch auf die Beine gestellt, der gleichzeitig als Treffpunkt dient. "Bald soll das auch mit Fitness kombiniert werden, die vor dem Essen gemacht wird", erklärt Weber. Als Vorbild dienten die Sportgeräte in Schönenberg. "Der Austausch bringt also etwas." An einen "Ideenbaum" wurden weitere Vorschläge gesammelt: ein Dorfladen, ein kleiner Wochenmarkt, Einkaufsfahrten mit dem Bürgerbus, Hängematten-Schaukeln. Was davon realisiert werden kann, soll nun geprüft werden.

Dorfladen für Schönenberg?

In Schönenberg soll nun beispielsweise herausgefunden werden, ob sich ein Dorfladen lohnen würde. Anfang des Jahres hat es bereits eine Ortsbegehung mit den Experten von "DORV UG", einer Organisation zur Beurteilung  lokaler Nahversorgungsstrukturen, gegeben. Die Ergebnisse werden am Donerstag, 10. August, um 18:30 Uhr im Forum der Schönenberger Grundschule vorgestellt und öffentlich diskutiert.

Kommentare(2)

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  • Bernd A. Rosbund 29.07.2017 19:31

    "So haben die alten Männer, die fast alle über 50 sind..." Alt und 50? Ich bitte Sie ... ich bin 70 und nicht alt... Ich habe mich sehr erschrocken ;-)
     
  • Hans 16.07.2017 08:11

    Super
     

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